Mit ‘RPG’ getaggte Artikel

Dark Souls (Podcast: Game-Review)

Freitag, 4. November 2011

Wenn man unter PS3-Jüngern das Spiel “Demon’s Souls” erwähnt, geht ein Raunen durch die Menge und Xbox-Spieler haben große Fragezeichen auf der Stirn. Doch jetzt können die MS-Anhänger aufholen, denn der inoffizielle Nachfolger “Dark Souls” von Namco Bandai ist auch für die Xbox 360 erschienen. Ob das Spiel seinem Ruf als schwerstes Spiel aller Zeiten gerecht wird und ob meine Körperbehaarung schon ein seichtes weiß angenommen hat, erfahrt Ihr nach dem Klick! (weiterlesen …)

Alte Helden gern gesehen

Sonntag, 13. März 2011

1997 erschien in Deutschland das Comicheft “Helden” mit seiner #1. In einer Zeit in der Verlage durch eine irre Anzahl an Variantcover den absolut boomenden Comicmarkt aufmischten, brachte die Ideenschmiede Paul&Paul ein Fantasycomic aus Deutschland auf den Markt und hatte merklichen Erfolg. Ich glaube kein Comic wurde zu jener Zeit in meinem Freundeskreis mehr besprochen oder gehyped als eben jene sechsteilige Serie um den Söldner Benwick und seine Kumpanen auf Abenteurfeldzug. Die langen Wartezeiten zwischen den Veröffentlichungen neuer Hefte haben leider der Comicserie nicht allzu gut getan, obwohl natürlich heute horrende Preise für die einzelnen Hefte verlangt werden, und so kam es dass ich und meine Freunde die Serie etwas aus den Augen verloren. Daher freue ich mich umso mehr, dass sich IP&P dazu entschlossen haben “Helden” und auch die Nachfolgeserie “Dorn” als Webcomic zu veröffentlichen. Was den Reiz an “Helden” ausmacht? Ganz einfach dieser zynische Humor, die Tatsache dass die Geschichte auf einer Rollenspielrunde der Autoren und Zeichner basiert und somit man als Spieler so einiges wiedererkennt und dass es ein echt nettes Fantasycomic aus Deutschland ist. Außerdem ist es doch immer schön, in der Erinnerung der glorreichen 90er/00er zu schwelgen, weswegen ich Greifenklaue für den Hinweis auf die Veröffentlichung als Webcomic danken muss – vielleicht bastel ich jetzt doch wieder an meinem Dungeonslayers Setting weiter.

Der Spiele Rant zum Sonntag

Sonntag, 5. Dezember 2010

Rollenspiele gemeinsam mit guten Freunden im heimischen Wohnzimmer, mit gedämpfter Conan Musik im Hintergrund und dezenten Patschulischwaden in der Luft, gilt gemeinhin als eine sehr soziale Beschäftigung in der Freizeit. Klar, man verbringt so einige Stunden seines Lebens, doch man tut dies in Gegenwart real existierender gleichgesinnter Menschen. Die Onlinevariante von Rollenspielen – so man sie denn wirklich so nennen will – ist da schon ganz anders. Dort verbringt man Stunden um Stunden um auf mehr oder minder unbekannte Personen zu warten um endlich den Raid zu starten, den man letztens noch abbrechen musste weil der Tank plötzlich für Mutti einkaufen gehen musste. Die anderen Zillionen Stunden verbringt man damit, sich durch olle Dungeons zu quälen, um die eigenen Werte zu verbessern. Überhaupt ist der allgemeine Trend bei MMOs ja der des virtuellen Schwanzvergleichs: Wer erreicht zuerst Stufe X, besiegt zuerst Bossgegner X, hat zuerst Wert Y auf 100. Dass “ROLLENspiel” dabei auf der Strecke bleibt kratzt Goblinkilla16 dann nur sehr selten und somit verwundert es mich auch nicht mehr welche Auswüchse dieses Verhalten dann in Form von vorhandenen Spielen treibt. Sicherlich sind die beiden Titel die ich nun nennen werde primär eine Persiflage ihrer so erfolgreichen Brüder und Schwestern, doch wenn man sieht wie verbissen selbst dort um Skills und Gold gearbeitet wird kann man schon etwas an dem geistigen Zustand unserer Welt zweifeln. Titel wie das “Boring RPG“, welches in bloßer Textform einen lediglich dazu zwingt alle paar Sekunden einen Button zu drücken um es “zu spielen” oder das ähnlich gelagerte “Progress Quest” welches noch simpler gestrickt ist – man muss bloß online sein – sind mehr als nur eine Auseinandersetzung mit dem Thema in Form einer Persiflage. Sie sind einerseits dekadenter Spaß einer übersättigten Rollenspielergeneration die alles gesehen und getan hat, ebenso wie Nährboden für dunkle Triebe einer kommenden Generation an verweichlichten Onlinezockern, die glauben ihre virtuellen Erlebnisse würden irgendwen vom Hocker hauen. Sie sind aber ebenfalls die Vorboten einer kommenden Apokalypse im Bereich Videospiele. Wer sieht nicht die Zeichen, von immer leichteren Spielen mit immer mehr “Achievements” für Kinder ohne Selbstwertgefühl bis hin zu Spielen in denen man bloß “klickt” um es zu spielen. Ich will wieder Spiele sehen die Horden von dummen Kindern verzweifeln lassen und sich dabei ihre Finger verknoten. Rollenspiele müssen weg von schicken 3D Grafiken und zurück zu pixeligen 2D Sprites, vor allem müssen alle weiblichen Elfen mit Doppel-D und Bikinirüstung in den dunklen Weiten des Umbras verschwinden. Wenn wir schon dabei sind, ich will Codeabfragen mit Textzeilen aus dem Handbuch, ich will echte Kartons anstatt billigen DVD-Hüllen ohne Handbuch, ich will echte Features nicht nur Bugs, ich will Spiele und keine Techdemos … ich will das Rad der Zeit zurückdrehen als alles noch gut und glänzend war im Spieleland. Gut, vielleicht habe ich etwas übertrieben zum Ende, doch hoffentlich versteht ihr was ich sagen wollte.

Go, Jesus go! Go! Jesus be good!

Donnerstag, 1. April 2010

Im Oktober letzten Jahres haben wir euch mit “Bible Fight” und “I Am Jesus” gleich zwei Spiele vorgestellt die sich mit Jesus oder der Bibel befassen. Das haben wir nicht gemacht, weil wir die Überchristen sind, sondern uns ständig vor Lachen kaum halten können, wie sehr man den so heiligen Charakter bzw. das heiligste Märchenbuch oder Script der Erde durch den Kakao ziehen kann. Diese Reihe setzen wir nun fort, denn es gibt mit “Run, Jesus Run!” und “The You Testement” wieder zwei neue Spiele, die in dieselbe Kerbe schlagen. “Run, Jesus Run!” ist ein ganz ganz simples Jump & Run aus dem Hause Molleindustria, dass es sowohl für den PC als auch den Mac gibt. Eure Aufgabe ist es in 10 Sekunden die Menschheit zu erlösen und dies bedeutet einfach das Leben Jesu im Speedrun durchzuarbeiten. Im religiösen RPG “The You Testement” von Matt Dickie könnt ihr verschiedene Stellen des weltbekannten Drehbuchs namens “Die Bibel” nachspielen. Diese könnt ihr sogar mit eurem eigenen erstellen Charakter durchleben und Dinge bei aufkommender Langeweile komplett editieren. So wird Maria zum Beispiel zum umsorgenden Vater oder Jesus aufeinmal blond. Welcher Sinn hinter diesem Projekt steckt kann ich nicht so recht nachvollziehen, aber selbst wenn das Ganze total ernst gemeint ist, ist es ein würdiger Kandidat für unsere Sammlung. Einen besseren Eindruck zu den Spielen erhaltet ihr nach dem typischen Klick. In diesem Sinne viel Spaß! (weiterlesen …)

Babbel-Net goes to RPC 2010

Mittwoch, 3. März 2010

Nach dem Erfolg der Role Play Convention mit ihrem neuen Standort (Messe Köln) im letzten Jahr, wird es auch in diesem Jahr wieder eine eigene Messe zum Thema Rollenspiele, Boardgames, LARP und MMORPGs geben. Unser Team steht schon in den Startlöchern für die Messe, obwohl es sich noch einen ganzen Monat hinzieht bis dahin. Denn die Messe findet Samstag den 17. und Sonntag den 18. April erst statt, also genug Zeit noch etwas Kleingeld für mögliche Einkäufe anzusparen. Wie auch letztes Jahr wird unser Team wohl größer sein, so scheint es dass unser lang verschollener Teamkollege Andreas uns begleiten wird, sowie vielleicht der eine oder andere Kollege aus dem Umfeld von Babbel-Net. Wer sich überlegt den Weg nach Köln ebenfalls anzutreten, dem sei kurz geraten im Forum der Messe vorbeizuschauen, da dort hin und wieder Karten verlost werden. Alternativ kann man die Karten bereits im Vorverkauf bei Amiando zu erstehen. Wir bei Babbel-Net sind schon ganz gespannt auf die Messe und ihre Stargäste und vielen Spieltische. Unser persönliches Augenmerk wird wohl auf Warhammer (40K und Fantasy), der Erweiterung zum Battlestar Galactica Brettspiel, Moritz mit seinem Labyrinth Lord und dem Mantikore Verlag, an deren Stand der gute Joe Dever – seines Zeichens Erfinder der “Einsamer Wolf” Abenteuerspielbücher ist – sitzen und signieren wird. Generell scheint mir die Indieinsel auf der RPC dieses Jahr einen deutlich selbstbewussteren Eindruck zu machen. Wir warten also alle gespannt auf den April und hoffen, dass wir vielleicht einige unserer Leser und Hörer dort treffen können.

The Dungeons and the Dragons

Dienstag, 13. Oktober 2009

thedndIn Zeiten globaler Medienspektakel bei einem World of Warcraft Add-on Release ist es für manche Spieler sicher nur schwer vorstellbar wie man für sein Hobby schräg angesehen wird. “Rollenspieler” am Bildschirm, ja das ist absichtlich so herabschauend formuliert, haben ja noch den Vorteil eines “sichtbaren”, sprich visuellen, Geschehens beim Spielen zur Erklärung Unwissenden gegenüber. Klassische Pen and Paper Rollenspieler mussten ja oft das Unverständnis von Nicht-Spielern ertragen und ihnen oftmals versichern, dass wirklich keiner am Spieltisch an Hexerei, Vampire oder barbusige Prinzessinen glaubt. Nein, auch der junge Mann der eben noch lauthals einen Dämonen herbeirufen versuchte glaubt nicht an dieses Mumbo Jambo. Diese Zeiten sind dank medialer Reizüberflutung mit allerlei mythischem Kitsch (Buffy, Twillight oder Harry Potter) so gut wie vorbei. Doch sollte man sich nicht von der positiven Allgemeinsituation für uns Rollos blenden lassen, denn die Gefahr lauert wahrscheinlich am ehesten im eigenen Heim. Wer mehr über diese Gefahrenzone für Rollenspieler erfahren möchte, der klickt weiter und schaut sich das folgende Informationsvideo an. Ein Dank an dieser Stelle an Stargazer’s World! (weiterlesen …)

ROLPUNK: Ein Manifest

Sonntag, 13. September 2009

rolpunkBerin Kinsman, in RPG-Bloggerkreisen besser bekannt als Uncle Bear, hat auf seiner Seite ein Rollenspielermanifest präsentiert. Dieses Manifest ist keine Revolution in Sachen Spieldesign und präsentiert auch keine extravaganten Regeln zur Aufteilung der Erzählrechte in einer Gruppe, sondern verinnerlicht dem Leser und Spieler eigentlich nur die Klarheit von einfachem Spiel und Spaß! Manche mögen dies mit Old-School betiteln, doch Kinsman benutzt diesen, in letzter Zeit in Rollenspielkreisen fast schon inflationär gebrauchten Begriff, nicht und besinnt sich einfach auf die Grundwerte des Rollenspiels. Spielen soll Spaß machen, wir wollen eine Rolle spielen und unsere Würfeln rollen, so simpel ist das. Weg von irgendwelchen Attitüden, hin zu frischen Ideen und einer offenen Einstellung für interessante Spiele. Wer keinen Spaß am Spiel hat, sorry der hat die einzig falsche Art gefunden dieses Hobby zu betreiben. Hier gibt es das einseitige Manifest als PDF. Spread the word!