Mit ‘Japan’ getaggte Artikel

Zukunftsmusik

Donnerstag, 3. März 2011

Unsere japanischen Freunde mal wieder. Es ist ja nicht so, dass wir unsere letzten Beiträge zum Themenkreis “In Japan macht man komische Dinge” so schnell vergessen hätten (oder gar könnten), doch faszinieren mich die Meldungen über Otakus und die typische japanische Leichtigkeit im Umgang mit Virtualität halt immer wieder. Auch dem letzten Europäer wird wohl mittlerweile klar sein, dass Popmusik in Japan noch künstlicher ist als in unseren Breitengraden. Da werden “Bands” gecastet wie im Football, jedes Jahr gibt es neue Mitglieder und es bilden sich sogar Spin-Offs. Dass eine Vielzahl der Popsternchen dem typischen japanischen Muster für Kulleraugen und kindlichem Äußeren entsprechen ist wohl ebenfalls kaum erwähnenswert. Die Tatsache, dass manche dieser Megastars – denn mit etlichen Platin Schallplatten gehört man wohl in diese Kategorie – aber noch nicht mal wirklich in Fleisch und Blut existieren war für mich aber schon eine Neuigkeit. Über einen kurzen Eintrag bei Warren Ellis bin ich auf das Phänomen virtueller Stars in Japan gestoßen, welcher mich doch sehr fasziniert hat. Der Beitrag von Ellen Rogers schildert die Auswirkungen eines von ihr geschriebenen Artikels über die virtuelle Popsängerin Hatsune Miku. Diese reichten von Bombendrohungen gegen den Zeitschriftenverlag in dem der Artikel erschien, bis hin zu sehr unschönen persönlichen Drohungen gegen ihre Person – allesamt von aufgebrachten Fans der Figur Miku. Hatsune ist eigentlich keine richtige Figur, sie ist mehr eine Meme, ein Pool verschiedener Interessen gebündelt durch die Synthesizer Software “Voclaoid 2″. Nachdem mit Hilfe der Software jeder seinen Gesang durch die Stimme des Maskottchens der Software – Hatsune Miku – laufen lassen konnte, nahm die Popularität der Figur so sehr zu, dass man aus ihr eine “echte” Figur machte. Zwar kann jeder Japaner noch Hatsune an seinen Geschmack anpassen, doch ist es soweit, dass Miku auch schon echte Konzerte gibt und vor einem fanatischen Publikum auftritt. Gerade diese “Offenheit” der Figur macht sie wohl so beliebt und zur einer perfekten Schablone für die eigenen Wünsche und Träume. Mir ist zwar nicht ganz klar, wie man sich so sehr in eine virtuelle Figur reinsteigern und all seine Emotionen auf sie dauerhaft projizieren kann, wie es anscheinend in Japan ja passiert, doch ist es ein wirklich spannendes Thema mit dem ich mich sicherlich noch eine Weile beschäftigen werde. Auch im Westen gibt es sicherlich solche Tendenzen, allein wenn man sich die Gemengelage aus Fanfiction – Slashfiction gilt es hier besonders herauszuheben – oder Fanstories im Bereich Comics und Videogames ansieht. Dass wir Europäer deutlich länger brauchen um Trends wie diese aus Japan aufzunehmen, gibt uns zum Glück den Vorteil auch noch einen Ausblick in die Zukunft solcher Vorgehensweisen zu haben und zu sehen wohin diese Reise führen könnte. Dass diese virtuellen Sternchen auch bei uns sicher irgendwann ankommen ist für mich ziemlich klar, wenn man bedenkt wie die hiesige Musikindustrie mit ihren Künstlern und Kunden umgeht und dabei massiv vierliert. Also, auf in eine japanische Zukunft! Zur Lektüre nebenher empfehle ich dem Interessierten “Idoru” von William Gibson – eine westliche Sicht auf virtuelle Stars der Zukunft.

Auf Englisch lesen und zählen will gelernt sein…

Sonntag, 15. August 2010

…denn sonst kann es durchaus sein, dass andere Menschen schmerzhaft darunter leiden müssen. Vor allem wenn diese an einer japanischen Game-Show teilnehmen. Um den kleinen Ten Ten Ten Insider aus unserem aktuellen Podcast für euch zu lüften, gibt es hier nun das Video dazu. In diesem Segment der japanischen Game-Show Gaki No Tsukai geht es darum, dass mehrere Comedians sich gemeinsam ein Video anschauen müssen ohne zu lachen. Sollten sie dies nicht schaffen erhalten sie direkt nach der lustigen Erheiterung ihre schmerzhafte Abkühlung per Kendo-Shinai – einem Kendo Schwert aus Bambus. Das Problem an der Sache ist, dass die Englischkünste des im Video gezeigten Comedians Jimmy Onishi alles andere als gut sind und somit das Lesen der Geschichte von Marco Polo, das Zählen bis 100 und das Aufzählen der Wochentage bei den Comedians als auch bei uns zu puren Lachanfällen gesorgt hat. Damit dieser Link uns erhalten bleibt und ihr euch nun den selbigen Lachanfall abholen dürft wie wir gibt es das Ganze nach dem Klick. Wir wünschen euch viel Spaß mit Gaki No Tsukai, Jimmy Onishi und seinen Ten Ten Ten Ten… (weiterlesen …)

Einsame Japaner

Samstag, 23. Januar 2010

Oder warum mir dieses Völkchen immer suspekter wird. Es ist ja weithin bekannt, dass Japaner durchaus zu sehr ungewöhnlichen Mitteln oder Techniken greifen um die Probleme des Alltags zu lösen, so auch in diesem Fall. Bedingt durch ihre Arbeitszeiten – Stichwort: Karōshi – kommen viele junge Männer nicht mehr dazu eine Beziehung aufzubauen, zu einer echten Frau. Als Ersatz müssen dann immer die beliebten virtuellen Stars herhalten oder man greift direkt zu härteren Maßnahmen. Eine dieser Maßnahmen, die sicherlich auch hierzulande ihre Abnehmer finden würde, ist die DVD-Reihe um Hinako. Diese üppig ausgestatte Dame unterstützt die Zuschauer auf ihren beiden DVDs quasi bei ihren Aktivitäten zu Hause. So kann man auf der ersten DVD “Training with Hinako” sich zusammen mit ihr fit halten, indem man die Übungen mit ihr gemeinsam macht. Natürlich bietet diese DVD auch eine ganze Menge an wackelnden Brüsten und ähnlichen Szenen. Die zweite DVD aus der Hinako-Reihe fand ich persönlich jedoch deutlich verstörender, denn die Pantyshot über Pantyshot und wackelnde Brüste kleiner Japanerinnen ist man ja doch auch aus anderen Animes gewohnt. “Sleeping with Hinako” heißt die zweite DVD. Welchen Zweck diese erfüllt? Wer abends einsam in seinem Bettchen liegt und sich gerne eine Person neben sich wünscht, der legt diese DVD rein und lässt sie die ganze Nacht durchlaufen. So kann man beruhigt neben einer leicht säuselnden Hinako einschlafen, welche sich hin und wieder mal -geräuschvoll- umdreht oder unabsichtig die Träger ihres Oberteils im Schlaf abstreift. Es gibt wohl einen Bonuscontent den man speziell einstellen muss, so dass sich Hinako während der Nacht kurz mal mit sich selbst beschäftigt. Die Japaner halt. Ich wünsche viel Spaß mit einem kleinen Clip aus der Training with Hinako DVD (weiterlesen …)

Musikalisch durch die Welt – Heute: Japan

Freitag, 27. November 2009

HappyEndNach der langen Reise durch Russland und einer kleinen Schiffahrt ist der lachende Vagabund nun in Japan angekommen. こんにちは (Konnichiwa) und ようこそ (Youkoso) in Tokyo, Japan! Hier im wesentlich wärmeren Gefilde wird er sich nicht, wie man eventuell annehmen könnte, mit J-pop beschäftigen, sondern mit japanischen Folk Rock! Um genauer zu sein wird er sich mit der Band はっぴいえんど (Happy End) auseinandersetzen, die zwar nur drei Jahre aktiv war und drei Studioalben veröffentlicht hat, aber allein dadurch zu den einflussreichsten Bands aller Zeiten in Japan gehört. (weiterlesen …)

Super Terrific Japanese Thing: Lego Pop-Up Book

Dienstag, 27. Oktober 2009

legoSuper Terrific Japanese Thing: Lego Pop-Up Book, haben die Kollegen von Topless Robot ihren tollen Fund genannt. Wie wir ja bereits aus Erfahrung wissen, sind die Japaner ein seltsames Völkchen. Nicht nur bauen sie riesige Roboter die in der Dunkelheit leuchten und ihre Arme bewegen, sie bauen auch in Videospiele sehr seltsame, wenn auch nicht unnütze, Funktionen ein, die westlichen Entwicklern erst gar nicht einfallen würden. Neben den üblichen Videos aus dem Land der aufgehenden Sonne, welche alte Männer nur mit ihren Unterhosen bekleidet im Keller vor ihrer Neo-Geo Sammlung tanzend zeigen, erstaunen uns doch vor allem die technische Raffinesse mancher Heimvideos aus Asien. So auch dieses Video. Ein japanischer Lego-Fan hat sich sein eigenes Pop-Up Buch gebastelt, welches wunderbar beim Aufklappen einen Schrein erscheinen lässt, der sich auch später ganz zauberhaft zusammenfügt. Und dies ist wieder einmal der Beweis, dass Lego das tollste Spielzeug der Welt ist und Playmobil für hässliche Kinder mit dicken Fingern :) Nach dem Klick gibt es das Video. (weiterlesen …)

駆けろ!スパイダーマン

Dienstag, 5. Mai 2009

Japanese-Spiderman1970 produzierte die japanische Firma TOEI eine Spiderman TV Serie, in der der junge Motorradfaher Takuya Yamashiro in die Rolle des Spidermans springt. Außer dem Namen Spiderman und dem Kostüm hat die Serie nichts mit der uns bekannten Vorlage gemein. Schließlich muss ja im Land der Riesenviecher und Roboter auch Spiderman gegen die typischen Monster kämpfen, die komplette Städte zerstampfen, und dass, wie kann es auch anders sein, in einem genauso großen Roboter. Typisch Japan halt in “Japanese Spiderman”. Auf Marvel.com kann man nun genau diese Serie von der ersten bis zur letzten Folge mitverfolgen und sich über den etwas anderen Spiderman amüsieren. (weiterlesen …)

Yodas Sprachfehler bringt uns japanisch bei!

Samstag, 7. März 2009

YodaOch Yoda halt doch mal die Fresse!” so oder so ähnlich gings doch in uns allen mal umher als wir Yoda in der tausendsten Wiederholung von “Star Wars” seine Weisheiten niederbrabbeln gehört haben. Das seine Grammatikfehler, aber keine wirklichen Fehler sind will uns Koichi von Tofugu erklären. Denn Yoda spricht grammatikalisch nicht falsch, sondern er spricht einfach in der falschen Sprache! Im Falle der japanischen Sprache liegt Yoda total richtig und wirkt dort wahrscheinlich wirklich wie ein alter Mann voller Weisheiten. Näheres erklärt uns Koichi selber in seinem Video. Ich frage mich gerade, ob Yodas Sprachkünste in der japanischen Version von “Star Wars” extra umgeändert wurden damit er auch dort falsch rüberkommt. Hmm interessante Sache. (weiterlesen …)

Wenn Sushi die Runde macht!

Samstag, 7. März 2009

Sushi-Go-RoundMomentan machen ein paar Videos die Runde in denen fiffige Leute ihre Kamera in Sushi-Bars auf das rumlaufende Fließband gestellt haben. Ganz nach dem Romantitel “Die Entdeckung der Langsamkeit” von Sten Nadolny zieht die Kamera ihre Runde, die von 4 bis zu 10 Minuten dauert und nicht nur zeigt was hinter den Kulissen, sprich der Küche, vor sicht geht, sondern schafft es durch ihr langsames Tempo auch das erhitze Gemüt oder die gestresste Seele für einen kurzen Moment zu beruhigen. Ich zieh mir die Videos mit großer Freude rein, denn auch wenn nichts besonderes passiert kann man dabei entspannen. Vor allem wenn man dabei ruhige Songs wie Air’s “Alone In Kyoto” oder “All I Need” laufen lässt. Viel Spaß mit diesen interessanten und “chilligen” Videos. (weiterlesen …)