Es ist wieder der Siebte und das bedeutet bei uns seit zwei Monaten, Comedy Day! In diesem Monat möchte ich euch einen meiner Lieblingsschauspieler vorstellen, der wie auch schon Eddie Murphy seine Bröchten als Comedian verdiente, noch bevor der Durchbruch als Schauspieler am Horizont zu sehen war. Die Rede ist von Robin Williams!
Wenn der Name Robin Williams fällt gibt es meistens zwei Reaktionen “Ja Robbie ist klasse, hab ich alle CDs von!” oder “Gooooood Moooooorning Vieeeeeetnaaaaaam!”. Natürlich liegen letztere bei diesem Namen genau richtig. Robin Williams ist sicherlich zum Großteil jedem als Schauspieler bekannt und das aus Filmen wie “Good Morning, Vietnam”, “Der Club der toten Dichter”, “König der Fischer”, “Hook”, “Mrs. Doubtfire”, “Jumanji”, “Jack”, “Good Will Hunting”, “Patch Adams”, “Der 200 Jahre Mann” und vielen vielen anderen, aber vor allem Amerikaner, Engländer und auch Fans werden ihn außerdem noch als begnadeten Stand-Up Comedian und hervorragendes Improvisations- und Dialekttalent in ihr Herz geschlossen haben.
Noch bevor Williams seine ersten Schritte 1978 als Mork in der TV-Serie “Mork vom Ork” machte stand er bereits als Stand-Up Comedian auf der Bühne und bereitete sich förmlich auf die Rolle des Mork vor. Schließlich baute man die Rolle von Mork auf seine Stand-Up Künste auf. Während seinen Anfängen als Comedian besuchte er 1973 zusammen mit Christopher Reeve die Juilliard School in New York für Tanz, Schauspiel und Musik, wo Williams sein können für Improvisation und Dialekte erlernte.
Über die Jahre baute er sich seinen Ruf als Stand-Up Comedian auf und dies brachte ihm nicht nur seine TV Karriere als Mork ein, sondern direkt ein HBO Special namens “Off The Wall” (1978), seine erste Live CD “Reality…What A Concept” (1979) und zuvor einige Kurzautritte in verschiendenen Serien und Shows wie zum Beispiel die “The Richard Pryor Show”. Mit diesem Aufstieg als Kultfigur in die TV Landschaft begann 1980 auch seine Karriere auf der Kinoleinwand mit dem eher mauen Film “Popeye, der Seemann mit dem harten Schlag” in dem er die Hauptrolle als Popeye übernahm. Danach folgten zwei weitere Specials auf HBO namens “An Evening with Robin Williams” (1982) und “Robin Williams: Live At The Met” (1986), die zudem als VHS erschienen, und weitere Live CDs mit “Throbbing Python Of Love” (1983) und “A Night At The Met” (1986). Nach seinem Erfolg mit “Good Morning, Vietnam” (1987) und dem Golden Globe Award als bester Schauspieler (Musical oder Komödie) und seiner Oscar Nominierung als bester Schauspieler wurde es ruhiger in seiner Laufbahn als Stand-Up Comedian. Es folgten zwar noch einige lustige Auftritte bei Pressekonferenzen oder Awardshows, aber die Tage als Comedian mit eignenem Programm waren fast schon beendet bis er 2002 zu seinem Ursprung zurückfand und Jahre lang gehaltene Rekorde brach. Mit seinem Programm, dass auf der DVD “Robin Williams: Live On Broadway” und der CD “Live 2002″ gefunden werden kann kehrte er auf die Bühne als Stand-Up Comedian zurück. Die Tickets für die Shows waren stellenweise 13 Minuten nach Verkaufsstart bereits vergriffen!
Nach einer Ruhepause von 6 Jahren ging Williams wieder auf Tour durch 26 Städte mit seinem Programm “Weapons Of Self Destruction”, um die letzten Tage der Bush Administration für sein Programm zu nutzen.
Thematisch setzt sich Williams erst seit 2002 vermehrt mit der amerikanischen Politik auseinander, aber an sich springt er fröhlich durch die normalen Standardthemen wie Drogen, Sex, Alkohol, Religion und Promis. Dabei springt er alle paar Sekunden passend zum Theme in eine andere Rolle und das stelleweise auch mit einem anderen Dialekt bzw. Akzent oder einer anderen Sprache von Schottisch über Französisch bis Russisch, was er sogar beherrscht, und genau das macht für mich den Reiz an Robin Williams aus. Es ist fast so als würde man durch die TV-Sender schalten und für eine Minute hängen bleiben, um dann wieder weiter zu zappen. Das gibt den Gags einen besonderen Flair, weil er als Schauspieler durch das ganze Drumherum die Situation besser darstellen kann. Was noch dazu kommt ist die Tatsache, dass er aus dem Stand und das ohne Hilfsmittel den Raum zu kochen bringen kann. Ein Stichwort reicht aus und schon wird ein Interview zu einer Comedyshow und das wirkt noch nicht mal künstlich aufgesetzt, sondern so natürlich wie jede Show, die er bis heute auf die Beine gestellt hat.
Robin Williams ist einfach ein geborener Stand-Up Comedian mit einem riesigen Talent für Improvisation, Dialekte, Akzente und Sprachen, der durch Zufall einer der besten und in meinen Augen sympathischsten Schauspieler geworden ist und dabei mehrere Golden Globes und einen Oscar gewonnen hat. An dieser Stelle frage ich mich, wie seine Karriere verlaufen wäre, wäre er nicht Schauspieler geworden. Eventuell wäre er jetzt der beste Comedian der Welt wer weiss? Wer gerne ein Bisschen mehr über ihn erfahren und zudem sich schlapp lachen will, dem empfehle ich die “Inside The Actor’s Studio” Folge mit und über Robin Williams. Übrigens, wenn ich den Namen Robin Williams höre lautet meine Reaktion seit dem ich ihn als Comedian kenne “Fuckin’ Goofer Hole!”.
Links:
Offizielle Seite
Robin Williams – Bush & Obama:
Robin Williams – Golf:
Robin Williams – Does Robin Think Faster Then Us?:
Robin Williams – Viagra:
Robin Williams – The Ending Of All Endings:
Robin Williams – Atomic Bomb:
Robin Williams – Live @ Jimmy Kimmel 27.08.2009:
Robin Williams – Creates A Creature In Spore:
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