Am Donnerstag den 23.10.2008 war es wieder soweit und die SPIEL in Essen öffnete ihre Pforten. Wie jedes Jahr pilgerte auch das Babbel-Net Team nach Essen. Erfahrt hier wie es uns dort gefallen hat und welche Neuigkeiten wir mitgebracht haben.
Falls ihr nicht genau wisst, wobei es sich bei der Spielemesse Essen handelt, dann schaut doch erst einmal hier vorbei. Alle anderen Leser können natürlich auch gerne dort vorbeischauen und dann wieder hierher kommen.
Nun gut, die Messe ist jetzt schon eine Weile vorbei und der Staub der hektischen vier Tage in Essen hat sich gelegt. Zurück bleiben eine Menge Fotos, von denen wir euch auch einige noch präsentieren werden, und ein recht positiver Eindruck der Spieleszene in Deutschland im Jahre 2008.
Im Bereich der klassischen Brettspiele gab es wie jedes Jahr eine handvoll echter Neuerscheinungen – z.B. “Der Hexer von Salem” im Kosmos Verlag – und einige sehr interessante Publikationen bei kleineren Verlagen. Ebenfalls gab es wieder kreative, neue Rollenspiele zu bestaunen und jede Menge Menschen in Larpgewandung flanieren zu sehen. Es ist immer wieder ein netter Anblick, wenn die ungewohnt kräftig erscheinende Elfe sich mit ihrem menschlichen Jägersfreund über neu erworbene Würfel unterhält und dabei ein Slusheis futtert.
Im Umkreis des Panini-Verlages / Marvel Deutschland konnte man sich exklusive Messeausgaben von Zeichnern und Autoren signieren lassen oder besser noch, gleich eine Zeichnung anfertigen lassen. Die beiden deutschen Zeichnertalente, die es bei Marvel in den USA mittlerweile auch zu etwas gebracht haben, Marko Djurdjevic und Nic Klein waren meines Erachtens gern gesehene Gäste des heimischen Publikums und mussten einen wahren Marathon an Unterschriften und Zeichnungen abliefern.
Im Fantasy-Bereich, hier vor allem die Rollenspiele, gab es mit der Veröffentlichung des Regelwerks von “Opus Anima” eine wirklich interessante Neuerscheinung in einem Markt, der momentan etwas zu stagnieren, wenn nicht so gar zu schrumpfen scheint. Pegasus präsentierte mit “Arsenal 2070″ die erste Neuerscheinung im Bereich Shadowrun seit dem Verlagswechsel von Fanpro zu Pegasus hin. Das Buch ist eine solide Übersetzung und bietet genügend Feuerkraft um wirklich jeden Run zu überleben. Mehr gab es aus dem Bereich Shadowrun noch nicht zu sehen, doch war das Zeitfenster seit dem Wechsel etwas zu eng und die Problemen beim amerikanischen Lizenzhalter auch nicht gerade förderlich für eine gute Arbeitsplanung seitens der neuen deutschen Lizenzhalter.
Ulisses Spiele präsentierte im Bereich DSA mit “Der Kult der Goldenen Maske” ein Einsteigerabenteuer dass im Verbund mit dem PC-Spiel “Drakensang” mehr Leute zum Rollenspiel hinziehen soll. Außerdem gab es den neuen Meisterschirm zu erwerben, der mir sehr gut gefällt. Endlich mal ein Meisterschirm der richtig stabil ist und alle nötigen Infos parat hält, wirklich gelungen diesmal.
Feder und Schwert vollendete mit dem letzten Teil der Regelwerke der 4ten Edition von D&D nun sein Sortiment, gab die Tage aber bekannt, sich von der Lizenz trennen zu wollen. Was dies für D&D in Deutschland und den gesamten Rollenspielmarkt hierzulande bedeutet ist noch nicht ganz absehbar. Ich blicke skeptisch in die Zukunft und hoffe doch das Beste für meine fast liebste Freizeitbeschäftigung.
Insgesamt hinterließ die Messe bei mir einen positiven Eindruck, der aber vornehmlich durch einige getätigte Schnäppchen entstand und die Tatsache, dass mein kleiner Bruder nun anscheinend in meine Fußstapfen tritt und sich auch für etliche nerdige Themen interessiert.
Was kann da noch schief gehen in Zukunft?
Hinweis:
Wer leider nicht zur Messe konnte, dem kann ich nur DorpTV empfehlen. Die Jungs waren Donnerstag und Samstag auf Messe und haben mit ihrer Kamera einiges an Interviews und Stimmen eingefangen.
Fotos:
















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