Nachdem wir nun über drei Monate ohne eine Messe ausgekommen sind stand mit der gamesvom in Köln wieder eine Messe an, an der wir nicht vorbeigekommen sind. Die Jahre zuvor hörte man dauernd davon, dass die Games Convention in Leipzig ein richtiger Hit ist und man sich diese nicht entgehen lassen darf, nur liegt Leipzig für uns nicht gerade mal so um die Ecke von daher blieb uns die Messe dauernd verwehrt. Zum Glück hat sich das nun geändert und die ehemalige Games Convention liegt mit ihrem neuen Namen gamescom fast direkt vor der Haustür. Deswegen haben wir es uns nicht mehr nehmen lassen, die größte Spielemesse Europas an ihrem Eröffnungstag zu besuchen.
Im Vorfeld hatte ich mir natürlich angeschaut, was eventuell auf der Messe zu sehen sein sollte und mir auch eine Liste der für mich wichtigsten Spiele gemacht, aber ich ging mit keinem “Ich muss das sehen!” Gefühl zur Messe. Mich interessierte eher, ob die Messe dem gerecht wurde was ich die Jahre zuvor immer gehört und gelesen hatte.
Am Donnerstag, sprich dem Eröffnungstag der Messe und zudem der heisseste Tag des Sommers, machten Andreas und ich uns per Bus und Bahn auf den Weg nach Köln. Genauso tat es auch Abdülhamit Yilmaz vom Racoon Clan mit dem wir nach wenigen Minuten in der Bahn direkt ins Gespräch kamen über die Messe und sonstige Gamer Dinge. Grüße an dieser Stelle!
Beinahe hätte die Reise ein frühes Ende genommen, da zwei Schwarzfahrer einen ungewollten Zwischenstop samt Ausstiegsverbot für alle verursacht hätten. Zum Glück lenkten die Herrschaften ein und gaben ihre Personalien preis. Kaum am Messegelände angekommen hieß es erstmal anstellen, denn es gab für jeden Besucher noch altersspezifische Armbänder, um auch nur in den zugewiesenen USK Ständebereich zu kommen. Nachdem dies überwunden war hieß es wieder anstehen, denn die Messe war noch nicht eröffnet und zudem stand noch eine Meute vor uns, die das selbe Ziel vor Augen hatte wie wir. Nach guten 20 Minuten ging es endlich los und man “ruckelte” sich seinen Weg durch die Massen. Der Part lag dann auch schnell hinter uns und wir bewegten uns in Richtung Messehallen 6-9. Dabei legte Andreas ein ungeahntes Tempo vor, dass dem Wort rennen schon sehr nahe kam, ob nun berechtigt oder nicht, sei mal dahin gestellt.
Zwei oder drei Fotos später mit Andreas und einem Messebabe – von denen es viele hübsche gab – samt Plüschanhang war die Messehalle 6 unser Ziel der Begierde. Kaum erblicke Andreas den großen Schriftzug von “StarCraft 2″ war es um ihn geschehen und er legte noch mehr Tempo zu. Ich dementsprechend auch, aber machte noch einen kurzen Stop um ein Autogramm von Etienne Gardé (GameOne) abzustauben. Dabei verloren wir den Dritten im Bunde und sahen ihn von da an nicht mehr wieder – schade irgendwie. Trotz Tempo stellte sich schnell die Ernüchterung ein, denn sowohl “StarCraft 2″ als auch “Diablo 3″ waren abgeschottet und von Gamern belagert. Das bedeutete Wartezeiten von 2-4 Stunden. Zudem gab es weder Goodies noch sonst was zu diesen Spielen. Andreas war bereits da schon geknickt und ich froh nicht in einer Schlange zu stehen. Zum Glück konnte man wenigstens “StarCraft 2″ auf Monitoren bewundern, jedoch sprach dies Andreas nicht so an. Dennoch enttäuschend, denn wozu zahlt man den Vollpreis für ein Ticket und ist mindestens 18 Jahre alt, wenn man am Ende noch in einer Schlange stehen muss, um im Falle von “Diablo 3″ und einigen anderen Spielen diesen Content zu sehen?
Mit der Enttäuschung im Nacken schlenderten wir über die anderen Stände der Halle und wurden positiv überrascht, denn unser Kollege Dennis Strillinger – Grüße - war im Auftrag von Ubisoft auf der Messe, um vor der großen Meute abwechselnd “Splinter Cell: Conviction” und “Assasin’s Creed 2″ zu spielen. Nach einem Moment des Smalltalks mit Eindrücken zu den genannten Spielen und Tim Schafer’s “Brütal Legend” ging er in seine Pause und wir auf unseren weiteren Erkundungszug durch die Messe samt Diktiergerät, um Material für unseren gamescom Podcast zu sammeln. Dies sammelten wir nach einer kleinen Panne von mir – Mikro im Köpfhörereingang – kurze Zeit später nach Andreas’ Runde am abgeschotteten Stand zu “Operation Flashpoint: Dragon Rising” und das auch nur weil er Dritter in der Warteschlange war – kein Vergleich zu “Diablo 3″ und Co. Danach klapperten wir den Rest des Messe ab und sahen “Fifa 10″, “Pro Evo 2010″, “Batman Arkham Asylum” und überraschenderweise Hideo Kojima (Vater der “Metal Gear” Serie) und leider auch Ralf “Ich bin so klasse!” Möller und Nils “Ich war mal cool!” Bokelberg. Zudem versuchte sich Andreas noch an einem der unzähligen “Tomb Raider” Teilen und an “Ghostbusters”, sowohl für den PC als auch für die PS3 und vor allem der letzteren Plattform, sprich den Konsolen gehörte die Messe. Der Großteil der Stände konzentrierte sich auf die Xbox 360, Wii, PS3 bzw. PS3 Slim und Co. was für uns PCler schon ein Tiefschlag war. Vor allem Spiele wie “Heavy Rain”, “God Of War III”, “Dante’s Inferno”, “Uncharted 2: Among Thieves”, “Grand Theft Auto: The Ballad Of Gay Tony” und “Brütal Legend” waren für die Konsolen vertreten und wir PCler lecken uns bereits die Finger danach und müssen wohl damit rechnen nicht mal eins der Spiele jemals für die geliebte Plattform zu sehen.
An sich war die Messe nun beendet, nur war die Hitze draußen so unerträglich, dass wir doch ein wenig länger blieben und uns vor dem Eingang bzw. Ausgang zur Buisness Area postierten. Unser Plan dadurch bekannte Redakteure zu treffen ging auch auf, denn Daniel Matschijewsky (GameStar) durfte nicht passieren ohne kurz seine Unterschirft auf meinen Mitbringseln zu setzen und ein wenig mit uns über die Messe zu reden. Positiv überrascht von seinem Auftreten und der Aussage, dass sich die Messen relativ ähneln bewegten wir uns wieder in die Hallen, um unsere letzte Runde anzutreten. Auf dieser trafen wir am GameStar Stand auch “Captain Awesome” Fabian Siegismund, der vor allem bei Paul und mir große Sympathien genießt. Auch hier musste ein Redakteur wieder Autogrammsklave spielen und das gleich drei Mal und nein Herr Siegismund es gibt immer noch keine Waschmaschine dafür! Es gab noch einen kleinen Zwischenfall am “Mafia 2″ Stand, wo Andi unwissend den Standausgang mit dem Eingang vertauschte und sich drauf zu bewegte. Ohne ihn zu Wort kommen zu lassen schubste ihn ein Mitarbeiter genauso stumm und zudem rüde zu mir zurück. Mit diesen zwei Extrastunden und einem gemischten Gefühl über die Messe ging es dann wieder in Richtung Duisburg.
Das war es leider schon, denn mehr haben wir nicht mehr erlebt und das lag vor allem daran, dass wir nur einen Tag Zeit hatten, genau dieser auch noch der Schlechteste der kompletten Messe war, die Spielehits durch riesige Schlangen unerreichbar schienen, wir uns deswegen nicht anstellen wollten und der Rest relativ unspektakulär war. Wer ein “Guitar Hero” oder “Sing Star” kennt, der kennt direkt alle.
Auch wenn es sich so anhört als wäre die Messe ein Flop muss ich sagen, dass sie es nicht ist. Wir hatten halt nur das Pech an dem Tag vor Ort zu sein, wo sich nicht viel getan hat an den Ständen und der Großteil der “Promis” sich noch auf dem Weg zur Messe befanden. Wären wir Freitag oder Samstag da gewesen hätte das Alles ganz anders ausgesehen, wie man es in den zahlreichen Videos im Netz sehen kann. Schließlich lebt eine Messe auch vom Drumherum. Somit sind wir für das nächste Jahr schon um diese Erkenntnis schlauer.
Dennoch muss man was bemängeln und das sind natürlich die durch die USK abgeschotteten Stände der großen Spielehits. Natürlich muss das sein, aber wenn man schon eine Messe besucht und zudem noch ein Armband für die USK 18 Stände trägt will man diese doch ohne Beschränkungen sehen und besuchen. Ich rede hier nicht davon, dass jeder Besucher seine Hits spielen muss oder soll, sondern davon, dass ich die Spiele sehen will und von mir aus auf dem kleinsten Monitor der Messe, aber ich will sie sehen und nicht erst Stunden lang anstehen, um sie dann nur zu sehen. Mir ist klar, dass man bei solchen Besucherzahlen, wie sie die gamescom bzw. Games Convention jährlich erziehlt, nicht davon ausgehen kann, dass man jedes Spiel oder überhaupt ein Spiel dort antesten kann, aber man will doch das exkulsive Material und die Hits der vorangegangenen E3 live sehen. Dafür fährt man doch hin und zahlt den Preis, damit man unterhalten und den exkulsiven Content sehen kann, dass ist beim Kino doch auch so. Ich zahle für das Ticket, um einen USK 18 Film als längst 18 jähriger Spund komplett und ungeschnitten zu genießen. Leider ist dies nicht mehr der Fall in unseren Kinos, deswegen gehe ich auch immer seltener ins Kino und warte halt auch den DVD Release, weil ich mich ehrlich gesagt verarscht fühle und das Gefühl kommt teilweise bei der Messe auf, wenn ich solche Stände sehe.
Kann man nicht einen USK 18 Bereich machen, der abgeschottet ist? Anstatt einzelne Spiele sollte der komplette Bereich vor den Augen der Jüngeren geschützt sein und jeder ab 18 kann sich frei in diesem Bereich bewegen und sich die Hits anschauen sei es auf Leinwänden oder Monitoren. Dadurch bekommt jeder Besucher den Content, den er sehen will und kann dann selber entscheiden, ob er sich extra anstellt , um die Spiele zu spielen. Klar kostet das, wie Herr Matschijewsky uns sagte, den Publishern am Ende mehr, aber eventuell zieht es mehr Leute an das Spiel, vor allem, wenn es am Ende keine Demo zum Spiel gibt, die ja seit Jahren immer mehr zur Mangelware werden.
Leider haben anscheinend einige da draußen dies noch nicht bemerkt und mich mit dem Punkt konfrontiert, dass es ja klar war die Hits durch die Masse auf der Messe nicht antesten zu können und deswegen lieber mit dem Meckern aufzuhören und auf die Demo zu warten. Zum Einen ging es mir nie um das Anspielen von Spielen auf der Messe und zum Anderen wenn es ja so zahlreiche Demos gibt, wo war denn dann die Demo zu “Call Of Duty: Modern Warfare”, “X-Men Origins: Wolverine”, “GTA 4″, “Assasin’s Creed” usw.? Wo waren die? Die gab es schlicht und einfach nicht und so wird es zum Großteil mit den kommenden Hits auch sein, weil die Zeit nicht mehr reicht noch extra eine Demo anzufertigen, um den Käufer zu befriedigen. Deswegen gibt es doch diese Messen, um einen Eindruck entweder durch das Antesten oder Anschauen eines Spiel zu gewinnen. Auf der Spielemesse Essen oder der Roleplay Convention kann man auch nicht jedes Brettspiel oder Rollenspiel antesten siehe “Labyrinth” oder “Battlestar Galactica”, weil der Andrang zu groß ist, aber dennoch nimmt man ein ungetestetes Spiel mit nach Hause, weil man es dort sehen konnte! Wer mir jetzt aber damit ankommt, dass man ja Fachzeitschriften kaufen kann mit Videos oder diese im Netz sehen kann, der hat – tut mir leid – bis heute das Prinzip einer Messe nicht verstanden. Sie sollen dem Kunden demnächst oder in Zukunft erscheinende Produkte präsentieren und anpreisen, aber wenn ich extra für diese “Präsentation” anstehen muss, dann läuft da doch was falsch.
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Wahnsinn, dass ihr meinen Namen korrekt merken konntet. Ich war schon zu blöd, den Namen des Blogs zu merken. ^^ Sonst hätte ich mich längst gemeldet.
Mein Freund hat gerade diesen Post gefunden. Ich grüße euch mit einem Ping von ca. 4 Monaten zurück.
Ich kann mich noch genau erinnern, wie wir uns aus den Augen verloren haben. Das war wirklich Schade.
Ich bemerkte nicht, dass ihr Richtung StarCraft 2 bzw. Etienne gerannt seid. Ich bin kurz davor bei Blur stehen geblieben.
Dieses Jahr sollten wir uns vorbereiten. Dann werden wir uns auch wiederfinden können.
Frohes Neues!
Komisch, dass du diesen Post erst jetzt gefunden hast, weil ich dir damals beim Erscheinen des Textes eine Mail an die Adresse aus deinem Clan Profil geschickt habe. Naja wie dem auch sei, nun hast du ihn ja gefunden und zudem auch uns.
Von korrekt merken kann man leider nicht sprechen, da ich nur Racoon Clan, Abdülhamit und Mr.Yeah im Kopf hatte am Ende des Tages. Den Rest ergab meine Google Suche
Damals auf der gamescom war der Andreas, wie du ja selber mitbekommen hast beim Weg zu den Hallen, mit einem recht schnellen Tempo unterwegs und kaum am StarCraft 2 Stand warst du auch schon irgendwo in der Meute verschwunden. Da hätte man sich eher absprechen sollen, aber naja das ist ja nun eh zu spät. Ob wir dieses Jahr auch zur gamescon fahren steht noch nicht fest, aber wenn es dazu kommen sollte steht es hier auf der Seite unter den anstehenden Terminen.