Nach der CeBit 2009 in Hannover und der Roleplay Convention 2009 in Köln steht nun mit der FecCon 18 in Bonn für mich die dritte Con / Messe innerhalb von drei Monaten an und wie zuvor wieder komplett umsonst was die Karten angeht. Glück muss man haben. An sich hatte ich gar nicht geplant dahin zu fahren, aber als ich gelesen habe, dass die bezaubernde Summer Glau auch vorort sein wird nutzte ich die Chance per BuffedCast Gewinnspiel an zwei Wochenendtickets zu gelangen und siehe da einige Tage später kam eine Mail von “FloZwo” Florian Emmerich mit der Durchsage gewonnen zu haben. Somit war der Weg nach Bonn frei!
Die FedCon ist schon eine spezielle Con für wirkliche Fans und Die Hard Fans sämtlicher SciFi Serien wie “Star Trek”, “Battlestar Galactica”, “Firefly”, “Stargate” und wie sie noch alle heißen. Das sieht man auch an den Preisen der Tickets und an den Ständen mit Merchandise Artikeln. Unsere gewonnenen Ticktes haben jeweils 99 € gekostet und diese waren noch nicht mal die Teuersten, denn dass waren die limitierten Gold-Tickets für 499 € (inklusive aller Autogramme, Shirt, Lanyard und Sitzplatz in den ersten Reihen). Wo ich gerade schon Autogramme erwähne, die haben im Falle von Edward James Olmos (Commander Adama – Battlestar Galactica) 40 € pro Unterschrift gekostet. Fans von Summer Glau (River Tam – Serenity/Firefly, Cameron – SCC) oder Jordan Hinson (Zoe Carter – Eureka) kamen da um einiges billiger davon mit 20 – 15 € pro Unterschrift. Ich hätte dieses Angebot gerne angenommen, aber am Ende habe ich es doch gelassen auch wenn ich mich jetzt ein wenig drüber ärgere bzw. mir die Frage stelle, ob ich jetzt glücklicher wäre, wenn ich eins hätte. Wie dem auch sei die Con ist wirklich was für Fans, die ihre Serien und Stars lieben und Geld in der Tasche haben. Ich mag zwar “Firefly”, habe damals “Star Trek” als Grundschüler zu guten Sat 1 Zeiten verschlungen und habe auch “Buck Rogers” oder “Battlestar Galactica” sowohl das Original als auch die Neuauflage gesehen, aber die Zeiten davon wirklich in diese Welt hinein gezogen zu werden aus Faszination sind mittlerweile vorbei. Das die Messe nicht direkt so meins war merkte ich mehrmals im Laufe der zwei Tage, denn den Großteil der Serien kannte ich gar nicht, aber das macht nichts, da die Stars eh über lustige Geschichten hinter den Kulissen geredet haben.
Tag 1:
Den ersten Tag der FedCon sprich Freitag haben wir ausfallen lassen, da wir, Paul und ich, keine Zeit hatten. Dementsprechend starteten wir am Samstag kurz vor 13 Uhr unsere Reise nach Bonn. Davor gab es noch einen kleinen Plausch mit Andreas, der sich entschied am Wochenende Daheim zu bleiben. Knapp zwei Stunden Fahrt samt Verfahren und Parkplatzsuche brachten wir hinter uns bevor die Con endlich für uns beginnen konnte. Um 15 Uhr rum betraten wir dann das Maritim Hotel in Bonn. Hätten die Herrschaften am Eingang auch eine komplette Liste aller Kartengewinner gehabt hätte der Con Besuch endlich beginnen können, aber nein man hatte nur die Hälfte und ich war froh die Bestätigungsmails des Gewinns dabei zu haben. Ohne Karte wurden wir zum Infoschalter geführt. Nach 5 Minuten wurden wir zu einem Herrn von 20th Century Fox geführt, der nach weiteren 5 Minuten uns einen weiteren Herrn vor die Nase setze, der weitere 5 Minuten später uns die Karten samt Essenmarken überreichte. Das Kuriose an der ganze Sache war, dass direkt vor uns die Buffed Redaktuere Bernd Holtmann und Florian Emmerich standen von denen wir ja die Karten gewonnen hatten, da aber das Gewinnspiel in Zusammenarbeit mit 20th Century Fox über die Bühne ging hatten die Beiden darauf keinen Einfluss. Dennoch ein komischer Moment. Karten eingesackt ging es direkt zu den Buffies, um sich kurz nochmal zu bedanken und ein Autogramm vom neuen Superbuffedheldenduo Captain Cholesterin (Holtmann) und Speckboy (Emmerich) auf der aktuellen Buffed zu ergattern. Grüße an dieser Stelle. Ein wenig Geplaudert wurde auch bis wir uns dann endlich der FedCon widmeten.
Da die Panels von James Callis (Gaius Baltar – Battlestar Galactica) und Christopher Judge (Teal’c – SG-1) miteinander getauscht wurden hatten wir noch ein wenig Zeit bis 16:30 Uhr, um das Drumherum zu erkunden. Ein langer Gang und zwei Räume bieteten die Möglichkeit sich mit Shirts, Figuren, DVDs und sonstigen Dingen einzudecken. Wir konnten uns diesen verführerischen Schätzen entziehen und blieben beim reinen Schauen. Die Zeit verging und der Auftritt von James Callis stand kurz bevor also ab zur Mainbridge. Somit erlebten wir die letzten Minuten der Auktion mit dem Master of Ceremonies Marc B. Lee und nach einer kurzen Pause an der frischen Luft die letzten Szenen des Star Treck Fanfilms “Der Zeispiegel”. Nun war die Bühne frei für James Callis. Bei ihm gab es dann natürlich Geschichten über das Geschehen hinter den Kulissen und lustige Anekdoten, aber im Ganzen ging es ein wenig ernster bei ihm zu Gange als bei den drauffolgenden Herren und Damen. Lag eventuell auch daran, dass er nicht ganz vorort war, da seine Frau gzu dem Zeitpunkt ein Kind erwartete. Was haben wir erfahren aus dieser Runde? Joa, dass Lee und Baltar rückwärts Eel und Ratlab ergeben, Callis gerne Six gewesen wäre um dauernd mit sich selber zu spielen und irische Dialekte in Pubs im ersten Augenblick auch nach französisch klingen können.
Nach ihm bertaten die “Eureka” Stars Jordan Hinson (Zoe Carter) und Colin Ferguson (Jack Carter) die Bühne. Ich hab die Serie nie gesehen und verstand stellenweise nur Bahnhof. Dennoch waren die Beiden sehr smypahtisch und auch Colin Fergusons Reaktionen, dass nur Jordan Hinson anfangs sämtliche Fragen bekommen hat, brachten das Publikum zu Schmunzeln und zeigten, dass sie ganz normale Menschen sind, die nicht ständig ihren Starstatus raushängen lassen. Bei dieser Runde erfuhren wir, dass Ferguson seiner Katze niemals ein Autos schenken würde, die gespielte Vater & Tochter Beziehung Jordan Hinson im realen Leben keinen Vorteil bringt um normale Probleme, wo sich Eltern quer stellen, zu bewältigen und dass Ferguson gerne die Autos aus der Serie in seinen Fuhrpark aufnehmen will.
Danach folgten ein Kostüm Contest und der Auftritt der Sarlacc Survivors Band mit Kiss. Währenddessen liefen wir nochmal durchs Hotel und verbrachten die restliche Zeit draußen direkt vor dem Hoteleingang. Ein gut gewählter Zeitpunkt, denn in dieser Zeit bekamen wir Edward James Olmos (Commander Adama – Battlestar Galactica) samt Anhang zu sehen.
Mit dem Auftritt von Christopher Judge (Teal’c – SG-1) stand der nächste Star auf der Bühne, den ich zwar vom Sehen her kenne, aber dessen Serie ich bis Dato nie mitverfolgt habe. Daher war ich auch sehr überrascht, dass er ein richtig lustiger Typ ist, der ständig versucht hat einen Gag einzubauen und das mit Erfolg. Ich sage da nur Joe Coker! “What? I’m cockeyed?” In dieser lustigen Runde erfuhren wir, dass seine Stylingideen in der Serie nicht die besten waren. Sei es nun sein blonder Soulpatch oder seine Frisur in einer bestimmten Staffel die Fans waren nicht sehr begeisert, dabei hielt er es für eine gute Idee. Außerdem lernten wir, dass er der zweit hübscheste Jaffa in “Stargate” ist. “Second sexiest? What?” Dazu kam noch der Grund hinter seinem eher tief ernsten Auftreten in der Serie. Ganz einfach er schaut sich den Gehaltscheck von Richard Dean Anderson an und wird automatisch sehr ernst und wütend. Eine weitere lustige Aussage war, das er gerne die Zat-Gun aus der Serie verwenden würde um seine Ex-Frau verschwinden zu lassen. Auf die Frage wer sein größter Kritiker sei antwortete er, dass es sein Ex-Frau ist.
Paul und ich liefen nun auf den letzten Reservern und waren kurz davor den Tag abzubrechen, da man nicht mehr ganz dabei war. Auch Michael Hogan (Colonel Tigh – Battlestar Galactica) war da nicht eine große Hilfe, denn bei jeder Frage holte er groß aus und dementsprechend fielen seine Antworten aus. Zum Ende hin wurde es besser als er uns die Szene vorspielte in der er zum ersten Mal “All Along The Watchtower” hörte. Gute Arbeit auch von den Herren am Mischpult, die direkt den Song aus der Serie laufen ließ. Ein genialer Moment mit Gänsehauteffekt. “It’s in the frakkin’ ship!” Aus dieser Runde nahmen wir mit, dass er in den 80ern zusammen mit seiner Frau Susan das Ehepaar Robert und Helga Bohnsack in der Serie “Der kleine Vampir” dargestellt hat und Jimmi Hendrix’s “All Along The Watchtower” zur Jungendzeit genau sein Song war und noch heute ihn in Begeisertung versetzt.
Paul wollte schon gehen, aber ich blieb einfach sitzen und genau das brachte uns das Highlight des Tages – Mark Sheppard (Romo Lampkin – Battlestar Galactica, Badger – Firefly). An sich immer für Charaktere zuständig, die man nicht leiden kann brachte er nach wenigen Minuten den Saal auf seine Seite. Es kam mir fast vor als würde man einen Comedyabend besuchen, denn die Geschichten und Einlagen waren klasse. Interessanter und lustiger gings nicht mehr. Dies brachte uns Müden wieder auf Touren und ihn promt auf die Liste meiner Lieblingsschauspieler. Unfassbar ist die Anzahl von Serien in denen er mitgewirkt hat. Hier ein kleiner Auszug: “Battlestar Galactica”, “Firefly”, “Dollhouse”, “Leverage”, “Burn Notice”, “Navy CIS”, “The Middleman”, “Medium”, “Without A Trace”, “24″, “CSI: New York”, “Monk”, “Las Vegas” und viele viele mehr. Thema in diesem Panel waren zum Beispiel wie seine Katze für “Battlestar Galactica” gecasted wurde, dass diese ein Stück ihres Ohrs verlor und man es ihr wieder angenäht hat und vor allem Leute, die sich mit Mac’s auskennen Karriere machen können und diese bei Produzenten sehr gefragt sind. Wie sonst soll man den Mac wieder benutzen, wenn man es selber nicht hinbekommt?
Somit war unser erster Tag auf der FedCon beendet.
Tag 2:
Halbwegs ausgeschlafen ging es von Duisburg aus um 12 Uhr wieder auf den Weg nach Bonn. Um 13:30 Uhr etwa waren wir im Hotel und haben direkt die Möglichkeit genutzt mal die Essensmarken zu verwenden. Danach ging es wieder zur Mainbridge, wo das “Battlestar Galactica” Panel mit Edward James Olmos, Michael Hogan und Richard Hatch (Captain Apollo – Battlestar Galactica (Original)) kurz vor dem Ende stand. Dennoch waren wir rechtzeitig da, um mit Edward James Olmos sein bekanntes Zitat aus Staffel 4 mit zu gröhlen. “So say we all!” Ein weiterer Gänsehautmoment.
Nach den drei Herren eroberten direkt sechs Trekkies die Bühne für das “Star Trek” Tribute Panel. Richard Arnold, Connor Trinneer (Trip Tucker – Enterprise, Michael Kenmore – Stargate Atlantis), John Billingsley (Dr. Phlox – Enterprise), Nana Visitor (Kira Nerys – Star Trek: Deep Space Nine), Robert Picardo (Holodoc – Star Trek: Voyage) und Nichelle Nichols (Uhura – Star Trek) waren auf der Bühne. Allein schon durch Nichelle Nichols ein Highlight für sich, denn sie ist mit ihrer Rolle als Uhura große SciFi Geschichte wie auch Spock, Kirk und Co. Solch eine Persönlichkeit trifft man nicht einfach so. Da kamen auch direkt Erinnerungen hoch an meine frühen Jahre als Mini-Trekkie. Die Runde brachte uns Einblicke wie Uhura zum Namen Uhura kam, welche Rolle außer den eigenen jeder spielen wollte, teilweise auch mit welcher auserirdischen Rasse man gerne ein Verhältnis gehabt hätte und dass Spock auch eine Frau hätte sein können, wenn Leonard Nimoy nicht gewesen wäre.
Darauf folgte dann der Grund warum ich überhaupt in Bonn war – die bezaubernde Summer Glau (River Tam – Serenity/Firefly, Cameron – Terminator: SCC). Bevor ich jetzt wieder begeistert mit Worten wie süß, niedlich usw. um mich werfe konzentriere ich mich mal nur auf das Panel. Wie ich im nachhinein gelesen habe war die Dame krank und ziemlich angeschlagen von daher ist mir nun klar, warum sie sich ein wenig zurück genommen hat und ziemlich ruhig wirkte. Als Unterstützung holte sie sich Jonathan Woodward (Knox – Angel, Tracey – Firefly) zur Hilfe, der teilweise leicht fehl am Platze wirkte, da er eher zwanghaft versuchte die Runde zu erheitern. Was der Runde leider fehlte waren Fragen, denn diese wurden nicht so zahlreich gestellt, wie bei den anderen Panels. Eventuell wurden die wichtigen Fragen bereits am Vortag beantwortet. Im Ganzen war es ok, aber im Vergleich eins der schwächeren Panels. Schade, aber ich war eh nicht so ganz da. Den Grund könnt ihr euch schon denken. Was ich außer dem Eindruck, dass die hübscheste Dame der Welt in meinen Augen ihren Ruf zurecht trägt ist, dass sie Akzentunterricht bei Mark Sheppard hatte und “Terminator: SCC” eventuell doch nicht vor dem Aus steht.
Auf Summer Glau folgte dann Mark Sheppard, der wieder von tausenden seiner Serienauftritte erzählte und dabei das Publikum zum Lachen gebracht hat. Einfach ein cooler Kerl. Thema war wieder seine Katze aus “Battlestar Galactica”, sein Auftritt mit seinem Vater als sein Vater in “Navy CIS” und vieles vieles mehr.
Somit waren alle Panels vorbei und die Closing Ceremony konnte beginnen. Dort waren nochmal alle Stars bis auf James Callis zu sehen. Diese gaben ihr eigenes Fazit zur FedCon 18 ab; Max Grodénchik (sogar in deutsch), Robert Picardo, John Billingsley und Nichelle Nichols sangen selbst getextete Lieder und Dominic Keating erzählte seinen deutschen Lieblingswitz. Dann wurde getanzt und kurz gefeiert und die FedCon 18 war beendet.
Trotz anfänglicher Startprobleme und leichter Enttäuschung über den Umfang des Drumherums entwickelte sich die FedCon von Panel zu Panel zu einem echten Highlight, dass sicherlich unvergesslich bleiben wird. Sympathische Stars, die zeigen, dass sie normale Menschen wie du und ich sind und sich selber nicht so ernst nehmen. Viele interessante und lustige Geschichten von Drehs oder privaten Momenten in ihren Leben, die zudem zeigen, dass sie fern ab der Spur des divahaften Daseins ihre Routen abfahren. Ich kann mich nur wiederholen es war klasse und ich überlege echt nächstes Jahr auch hinzugehen, aber da müssen schon einige Stars mehr sein für die ich mich aus dem Stand begeisert kann um diese Preise zu zahlen. Um es kurz zu fassen: Yes, it was hot in there, because it was Summer and I’m still melting. Unforgetable moments!
Für mich interessante Panels waren:
- Mark Sheppard
- Christopher Judge
- Eureka: Jordan Hinson und Colin Ferguson
- Star Trek Tribute
- Closing Ceremony
- Summer Glau und Jonathan Woodward
- James Callis
- Michael Hogan
Fotos:












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