Die FedCon, Europas größte “Star Trek” und Science-Fiction Convention. Jedes Jahr im Frühjahr treffen sich Trekkies, “Stargate” Fans, Browncoats und “Battlestar Galactica” Fans aus aller Welt in Bonn. Dieses Jahr war ein Großteil des Babble-Net Teams ebenfalls vor Ort. Lange hat der Bericht auf sich warten lassen, doch nun ist er endlich hier.
Meine Zeiten als „echter“ Trekkie liegen schon eine Weile zurück. Mit dem Ende von “Deep Space Nine” erlosch auch mein Interesse an den unentdeckten Weiten des “Star Trek” Universums. Capt. Janeway und ihre Voyager waren mir irgendwie zu eintönig und so driftete mein Interesse an Science-Fiction ab und es zog mich mehr in die Welten von “Deadpool”, “Batman” und “The Authority”. Dank der vor einigen Jahren neu aufgelegten “Battlestar Galactica” Serie fand ich dann jedoch wieder zur Science-Fiction und ihren kleinen Ablegern.
Passend zum Ende dieser wunderbaren Sci-Fi Serie fand nun die FedCon in ihrer 18ten Ausführung in Bonn statt. Da Dennis glücklicherweise zwei Dauerkarten gewonnen hatte (ein Dank an die Buffed, hier an dieser Stelle), konnten wir beide uns voller freudiger Erwartung Richtung Bonn aufmachen.
Aus diversen Gründen konnten wir leider nicht am Eröffnungstag (Freitag, 1. Mai) dort sein und verpassten so auch die dort gezeigten 30 Minuten vom neuen “Star Trek” Film. Am Samstag war es dann jedoch so weit. Mit allem, was man so für einen anständigen Roadtrip ins nahe gelegene Bonn so braucht ausgerüstet, kamen wir nach einigen verkehrstechnischen Irrungen unsererseits ungefähr um 15 Uhr im Maritim Hotel in Bonn an. Für uns beide Convention-Noobs war es anfangs etwas unübersichtlich, unsere zurückgelegten Eintrittskarten zu erlangen, um endlich FedCon Luft zu atmen. Nach einigem Hick-Hack gabs dann aber doch unsere Karten und wir trafen direkt auf zwei uns bekannte Gesichter. Hatten wir während der Fahrt noch ihren Podcast angehört, so sahen wir die beiden neuesten deutschen Superhelden direkt neben uns stehen. Captain Cholesterin und Speck-Boy, die beiden lustigen Buffed Redakteure, welche „arbeitstechnisch“ auf der Fett-Con unterwegs waren. Dennis holte sich als Erstes die Autogramme der Beiden – natürlich in ihrer Geheimidentität – und dann ging es auch schon ab zum Ferengi Market Place. Dort schauten wir uns all die wunderbaren und unnützen Kleinigkeiten an, die man als Fan doch bitte zum Wohle der anwesenden Händler ersteigern sollte. Recht schnell waren wir da auch schon wieder weg und begaben uns zur Mainbridge. Nein, hier wurde nicht die Brücke eines Föderationsraumschiffs nachgebildet, sondern der große Hauptsaal in dem die meisten Panels mit Schauspielern abgehalten wurden, nannte man einfach so.
Hier konnten wir noch die letzen Minuten der Auktion mitkriegen und bekamen auch direkt einen ersten Eindruck von Marc B. Lee, dem Master of Ceremonies dieser Convention. Ein weiterer glücklicher Zufall wollte es, dass das geplante Panel mit Christopher Judge mit dem von James Callis getauscht wurde und wir so direkt in den Genuss von Dr. Gaius Baltar kamen. Das Panel war sehr interessant und man bekam einige ungewöhnliche Einblicke in Callis´ Meinung zum Staffel- und Serienfinale, sowie tiefere Einblicke in die Rolle des Gaius Baltar.
Auf das nächste Panel freute ich mich im Voraus fast am Meisten. Colin Ferguson und Jordan Hinson aus der Serie “Eureka” betraten um 17 Uhr 30 die Bühne und stellten sich direkt den Fragen des Publikums. Wie ich bereits von Videos der Comic Con wusste, ist Colin Ferguson ein unglaublich humorvoller und offener Typ, der viele Späße auf der Bühne macht und gerne aus dem Nähkastchen plaudert. Leider durfte er die B-Roll der letzten “Eureka” Staffel nicht mitbringen, was sicherlich für etliche Lacher mehr gesorgt hätte. Nun ja, auch so fand ich dieses Panel sehr unterhaltsam und gelungen, aber auch viel zu schnell um. Zu diesem Zeitpunkt verließen wir den Saal und das Hotel für eine Weile um frische Luft zu tanken und ein wenig zu reflektieren was wir gesehen und gehört hatten. Wir entschieden uns aber dafür, auf jeden Fall die letzten drei Panels der Mainbridge zu besuchen.
Pünktlich zum Ende des musikalischen Höhepunktes des Abends, der Sarlac Survivor Band und der Kiss Cover Band, betraten wir wieder die Mainbridge. Abgesehen von der Tatsache, dass weder Dennis noch ich uns großartig im “Stargate” Universum auskennen und so einige Insidergags nicht verstanden, war auch das Panel von Christopher Judge sehr cool. Der Mann besitzt eine unglaubliche Ausstrahlung und bringt direkt den ganzen Raum zu lachen. Mit Michael Hogan auf der Bühne, wurde es wieder etwas ernster und man spürte wieder diese gedrückte “Battlestar Galactica” Atmosphäre der letzten Folgen. Leider kam hier so gut wie keine Stimmung auf, was sicherlich auch an Hogans ungewöhnlich langsamem und langatmigem Erzählstil lag. Der von mir vorher als wahrscheinlich langweiligstes Panel des Tags gedachte Auftritt von Mark Sheppard, war in Wirklichkeit der krönende Abschluss eines gelungenen Tages. Mark Sheppard erzählte frei heraus und mit viel Humor und großem Verständnis für die vielfältigen Fandoms unglaublich unterhaltsame aber auch interessante Geschichten aus seinem Schauspielerleben. Dieser Mann scheint ja in nahezu jeder amerikanischen Fernsehproduktion, die auch nur annähernd in Richtung Nerd/Geek Fandom tendiert, mitgearbeitet zu haben bzw. immer noch zu tun.
Müde aber gut gelaunt machten wir uns dann um elf Uhr abends auf den Heimweg.
Sonntag, der letzte Tag der Convention stand zwischenzeitlich etwas in Frage für uns, war aber auf Grund des Summer Glau Panels (Nerdgasmus Extrem) sowie des BSG-Panels mit Olmos, Hatch und Hogan ein Muss für uns beide.
Leider kamen wir erst kurz vor Schluss des BSG-Panels an und sahen so nur noch wie Edward James Olmos in bester Admiral Adama Pose den Saal mit lautem „So say we all!“ zum kochen brachte. Man, das war Gänsehautfeeling pur! An diesem Tag war die Mainbridge deutlich voller als am Vortag noch und als um zwei Uhr dann das große “Star Trek” Tribute Panel losging, gab es fast keinen Platz mehr. Aus allen “Star Trek” Serien waren Schauspieler vertreten, wobei natürlich Nichelle Nichols (Uhura in der Originalserie) allen die Show stahl. Wann hat man als Fan schon mal die Gelegenheit, hier in unseren Gefilden so eine Legende des “Star Trek” Universums hautnah zu erleben. Die Stunde verging meines Erachtens nach viel zu schnell, doch dauerte der Applaus für Nichelle Nicols unglaublich lange und zeigte mit mal wieder, wie „loyal“ und dankbar doch Science-Fiction Fans / Geeks ihrem Fandom sind.
Nun war also endlich das Summer Glau Panel und plötzlich leerte sich der Saal merklich. Die ganzen “Star Trek” und BSG Fans zog es anscheinend ins Freie und ließ uns Sommerschwärmern viel Raum für Fotos und Götzendienst. Leider, leider, leider, war die gute Summer Glau erkältet und versprühte nur sehr wenig Esprit und Humor. Doch trotz alledem war es sehr cool die Göttin des männlichen Nerd Fandoms hautnah zu erleben. Bevor es dann zur Abschlusszeremonie ging, kam es noch zu einem Panel mit Mark Sheppard, den wir Dennis und ich am Abend vorher ja schätzen gelernt hatten und bereits in freudiger Erwartung entgegenfieberten. Und ja, auch dieses Panel von Sheppard war sehr sehr cool und informativ.
Mit etwas Verspätung kam es dann zu einer außerordentlich gelungenen Abschlussveranstaltung mit allen noch anwesenden Gästen und Auftritten des Wochenendes. Für diejenigen, die nicht alle Tage der Convention miterlebt hatten, gab es noch einmal eine schöne Diashow der gesamten Con und ihrer Highlights. Neben einer netten kleinen Lasershoweinlage kamen zum Ende hin dann alle Schauspieler und Gäste auf die Bühne und wurden von den Zuschauern frenetisch bejubelt. Vor allem Nichelle Nichols, Edward James Olmos und Michael Hogan bekamen sehr viel Applaus und Jubel.
Ungefähr um sechs Uhr war auch dann der letzte Rest an Videomaterial gezeigt und Marc B. Lee verabschiedete sich von den Fans und freute sich auf ein Wiedersehen mit uns im nächsten Jahr.
Neben Menschen aus etwa 23 anderen Ländern (jepp, die FedCon war / ist sehr international) machten auch wir beide uns auf den Heimweg. Meine Gefühle auf der Heimreise bewegten sich irgendwo zwischen „Schade, dass es schon vorbei ist.“ und „Verdammt, da müssen wir nächstes Jahr wieder hin. Das war geil!“. Ich glaube Dennis ging es ähnlich, und so redeten wir auf der Heimfahrt über alle möglichen Themen die wir während des Wochenendes in Bonn aufgeschnappt hatten. Zu unser beider Freud ließen wir den Abend dann gemütlich mit “X-Men Origins: Wolverine” ausklingen. Man, was für ein tolles Wochenende!
Links:
FedCon Seite
Fedcon 2009 Opening Ceremony Star Trek Animation:
Fotos:












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