Durch meine Recherche für die Band-Review von Paramore bin ich auf den YouTube Channel von Genna Davies gestoßen, auf dem sie hin und wieder Songs der Band mit ihrer Squier covert und auch Bands nennt, die ihrer Meinung nach gut klingen. Dadurch gab es in den letzten Wochen einiges zum Reinschnuppern und dabei sind zwei Bands bei mir positiv in Erinnerung geblieben. Die eine Band heißt Fireflight und die Andere VersaEmerge und genau um letztere Band geht es nun.
VersaEmerge wurden so um den Dreh im Jahre 2005 von Blake Harnage und Anthony Martone in Port St. Lucie, Florida gegründet als die beiden noch zur High School gingen. Damals bestand die Band aus Spencer Pearson (Gesang), Anthony James (Keyboard), Josh Center (Gitarre), Nick Osbourne (Bass) und den bereits genannten Blake Harnage (Gitarre, Gesang und Programming) und Anthony Martone (Schlagzeug). Mit dieser Formation veröffentlicht die Band 2007 ihre 4 Track EP “Cities Built On Sand”. Diese sollte auch die letzte EP der Formation sein und auch die letzte mit einem Sänger am Mikro. Wahrscheinlich im selben Jahr und wenn nicht dann definitiv 2008 steigt mit Sierra Kusterbeck die erste und bis Dato einzige Sängerin in die Band ein. Die anderen Mitglieder waren nicht so ganz überzeugt von diesem Schritt, aber mit ein wenig Überzeugungsarbeit seitens Harnage wurden die ersten Bedenken direkt wieder ausgeräumt. Bis heute sind mit “Perceptions” (7 Tracks, 2008) und “VersaEmerge” (6 Tracks, 2009) zwei weitere EPs erschienen. Letztere auf dem Label Fueled By Ramen auf dem auch Paramore und Panic at the Disco beheimatet sind. Zwischen den EPs wird die Band nochmal kräftig durchgemischt und steht momentan mit folgendem Lineup am Start. Sierra Kusterbeck (Gesang), Blake Harnage (Gitarre, Gesang und Programming), Jerry Pierce (Gitarre), Devin Ingelido (Bass) und Anthony Martone (Schlagzeug). Ob dieses Jahr das erste Album der Band erscheinen wird ist fraglich, aber nicht ausgeschlossen. Ich bin für meinen Teil schon gespannt.
Das aktuelle Lineup klingt auf den ersten Blick wie Paramore, da Sängerin Sierra Kusterbeck vor allem in den höheren Regionen der Paramore Sängerin Hayley Williams in Teilen ähnelt. Trotzdem hat die Dame eine Stimme die überzeugt und zum Großteil ihren eigenen Charme hat. Dennoch gibt es Unterschiede mit denen man beide Bands auseinander halten kann. Da wäre vor allem die Gitarrenarbeit und die Arrangements der Songs. Viele Melodien, die den Songs eine zweite Stimmte geben und auch die Solos zeigen deutlich, dass es anspruchvoller zur Sache geht als bei Paramore, auch wenn deren Riffs in gleicher Weise beeindrucken und einen in ihren Bann ziehen können. Dazu kommt der Fakt, dass der Fünfer aus Port St. Lucie, Florida ein wenig experimentierfreudiger zur Werke geht. Dort tauchen vor allem auf der aktuellen EP “VersaEmerge” vermehrt Steicher- und Synthyparts auf, die an Songs des ersten Panic at the Disco Albums “A Fever You Can’t Sweat Out” erinnern. Was jedoch schade am aktuellen Lineup ist, ist dass man leider den alten musikalischen Pfad verlassen hat. Wo jetzt Pop-Rock, Experimental Rock und Alternative Rock an erster Stelle stehen, stand bei der ersten Formation noch Post-Hardcore und Progressive Rock. Damals klang man auch weniger nach Paramore, sondern allein durch Sänger Spencer Pearson mehr nach Emery, die ich euch bereits hier vorgestellt habe und auch noch heute einen festen Platz in meiner Musiklandschaft inne haben. Dort wurde teilweise gegröhlt und auch dieses Hin und Her zwischen dem Geshoute und dem cleanen Gesang und die Gesangsmelodien erinnerten sehr an die genialen Parts der Herren Morell und Shelton von Emery. Diese Elemente tauchen beim neuen Lineup nur noch in abgeschwächter Form beim Song “Whisperer” auf. Schade eigentlich, denn ein gute Mischung aus beiden musikalischen Pfaden hätte sicherlich umso mehr überzeugt als jetzt.
Auch wenn VersaEmerge nun mehr nach Paramore als nach Emery klingen bin ich dennoch begeistert und höre ihre Musik genauso wie ich es bei meinen ersten Tagen mit Paramore getan habe – im Loop. Fans von Paramore oder Panic At The Disco können sicherlich ohne Bedenken zugreifen. Allen Fans von Emery würde ich nur die erste EP “Cities Built On Sand” empfehlen. Ansonsten kann jeder zugreifen, der mit Pop-Rock, Experimental Rock und Alternative Rock was anfagen kann. Sollte noch dieses Jahr ein Album erscheinen bin ich gespannt ob auch Songs der ersten EP den Weg auf die CD finden. Bis Dato wurde nur der Track “The Blank Static Screen” dieser EP neu aufgenommen als Studio-Akustik Version. Dieser klingt zwar gut, aber anders als es noch zu Anfangszeiten war. Wie gesagt, ich bin gespannt was noch kommen wird und ob die Herren und die Dame ein wenig den Schritt “back to the roots” wagen. Man kann gespannt sein!
Hörempfehlungen:
- In Pursuing Design
- The Authors
- Cities Built On Sand #
- Ennui #
- The Blank Static Screen #
- The Hider
- Clocks
- Whisperer
# = Mit altem Sänger
Links:
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Offizielle YouTube Channel
Sierra’s YouTube Channel
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Blake Harnage’s Twitter Account
Anthony Martone’s Twitter Account
Jerry Pierce’s Twitter Account
Devin Ingelido’s Twitter Account
VersaEmerge – Past Praying For:
VersaEmerge – The Authors:
VersaEmerge – Acoustic Performance @ The TWLOHA Bungalow:
VersaEmerge – Homeshow 12/13/08
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