Seit dem 26.09.2008 steht das brandneue Album der durchstartenden A Cappella Metalband Van Canto in den Läden, die schon letztes Jahr für großes Aufsehen gesorgt und in der Metalszene eine frischen Wind aufkommen lassen hat. Ob dieser frische Wind nur eine kleine Briese gewesen ist oder sich nun zum tobenden Sturm entwickelt hat erfahrt ihr hier.
Van Canto – Hero
Anzahl der Tracks: 10
Gesamtlaufzeit der Standard Version: ca. 45 Min.
Ich kenne die Band schon fast seit den Gründungstagen im Jahre 2006, denn ihr alter Drummer Dennis Strillinger (Grüße an dich) ist ein alter guter Freund, Schulkollege und ganz wichtig Bandkollege von mir. Von daher kannte ich schon ein paar Sachen im Vorfeld bevor sie es an die Öffentlichkeit geschafft haben. Zudem kenn ich die Herren Schunke “Sly”, Schmidt “Stef” und Emig “Basti” ganz flüchtig vom Sehen, Kurztalk und Händeschütteln, denn schließlich hat unsere gemeinsame Band Chainheart, damals als die Herren noch in ihren alten Projekten Synasthsia und Jester’s Funeral (Ich hoffe immer noch auf eine Wiederbelebung der Band!) nachgingen, mit ihnen die Bühnen für ein paar Abende unsicher gemacht. Hach war das eine schöne Zeit. So bevor ich nun weiter in Erinnerungen als aktiver Musiker schwelge höre ich damit auf und komme zur Sache.
Der Vorgänger “A Storm To Come” hat mir sehr gefallen und lief hier stundenlang durch. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass die CD zu meinen persönlichen Top 10 Alben des Jahres 2007 und Van Canto zu den 10 musikalischen Überraschungen des Jahres 2007 gehörte. Zwar gab es an wenigen Stellen Parts, die bei schon genialen Songs, das durchweg Geniale wieder verpuffen ließen, aber das tat der Wirkung und Stimmung keinen Abbruch von daher ganz klar Top 10 des Jahres 2007.
Beim neuen Album ging ich mit ein wenig gemischten Gefühlen an die erste Hörprobe. Das lag nicht daran, dass mein Kumpel Dennis aus für mich unbekannten Gründen nicht mehr bei der Band trommelt, sondern eher daran, dass die erste Single “Speed Of Light” mich nicht auf Anhieb so überzeugt hat, wie das beim schon bekannten Material der Fall war. Naja, aber dafür gibt es ja noch 9 weitere Songs und die haben es zum Großteil in sich. Womit die Dame und die Herren mal wieder punkten ist ganz klar die Einbindung von Cover-Songs, die von der Umsetzung alle durchweg gelungen sind. Ob es nun Manowars “Kings Of Metal”, Blind Guardians “Bard’s Song”, Deep Purples “Stormbringer” oder Iron Maidens “Fear Of The Dark” ist alle Songs reissen einen mit wie es schon die Originale tun. Selbst das Cover, der von mir verhassten Band Nightwish, Fishma.. ehm ich meine “Wishmaster” klingt zum ersten Mal für meine Ohren gut. Liegt wohl daran, dass Frau Scharf weniger nach möchtegern Diva Tarja klingt was ich persönlich für Gut heiße. Auch die eigenen Songs reissen einen mit und animieren dazu für 45 Minuten. selber Sänger zu sein und da zähle ich auch das anfangs erwähnte Stück “Speed Of Light” dazu, denn das gefällt mir vom Hören zu Hören immer besser. Sehr überrascht war ich vom Gastauftritt von Blind Guardian Barden Hansi Kürsch, der im Track “Take To The Sky” zu hören ist!
Was auch wieder ins Ohr fällt, wie schon beim Vorgänger, ist für mich die wirklich geniale Stimme von Herrn Schunke, die ich schon aus Synasthasia Zeiten sehr bewunder. Denn sowas hört man sonst nur auf CDs von Bands, die man niemals persönlich trifft und dann sowas direkt über wenige Ecken im Freundeskreis rumlaufen zu haben macht schon sprachlos. Soll jetzt nicht heißen, dass nur er mich überzeugt nein das ist nicht der Fall. Auch der Rest weiss zu überzeugen, denn ohne die vielen Rakkatakkas, Dandans, Wah-Wah-Solo-Gitarren-Gesänge und die übergenialen zweistimmigen Solo-Gitarren-Gesangparts wäre das Projekt nicht das was es ist – eine A-cappella-Metal-Band, die ihres Gleichen sucht und dabei überzeugt.
Fazit:
Der Weg, den Stefan Schmidt vor gut 2 Jahren mit seinem Projekt eingeschlagen hat, geht Van Canto zielstrebig und mit einem Auge für Perfektion konstant weiter und bringt sie weiter nach oben und somit auch in der Bekanntheit weltweit. Wer noch nichts von ihnen gehört hat wird sicherlich noch von ihnen hören, denn daran führt kein Weg vorbei. Mein Freundeskreis und selbst mein alter Geschichts- und Mathelehrer (Auch ein Gruß an sie!) sind von der Musik überzeugt und pusten wie alle anderen, die ihre Musik mögen, den Sturm weiter über die Lande, damit jeder da draußen weggeblasen wird. Hinsetzen, Klappe halten und reinhören! Für mich definitiv ein Kandidat für die Top 10 des Jahres 2008. Um sich mit dem nächsten Album zu übertreffen müssen sie wohl oder übel entweder Meshuggah’s “New Millennium Cyanide Christ” und/oder den Dragonforce Hammer “Through The Fire And Flames” covern, denn die sind schon so extrem schwer zu covern und wenn sie dies meistern, dann kann wirklich nichts mehr schief gehen. Wo wir gerade beim Covern sind ich frage mich wie die Van Canto Songs klingen würden, wenn man sie mit Instrumenten einspielen würde? Hmm ob da gerade eine Projektidee geboren wurde?
Kleine Info an die Herren Schunke, Schmidt und Emig. Ich war der Typ mit der Maske bei den Chainheart Gigs!
Hörempfehlungen:
- Speed Of Light
- Take To The Sky
- Stormbringer
- Wishmaster
- The Bard’s Song – In The Forest
- Kings Of Metal
- Pathfinder
Links:
Van Cantos Homepage
Van Cantos Myspace Seite
Van Cantos YouTube Channel
Van Canto – Wishmaster:
Van Canto – Speed Of Light:
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