Wer unser Best Of 2009 Spezial zum Bereich Musik gehört oder die dazugehörigen Top 10 Listen angeschaut hat, dem ist sicherlich aufgefallen, dass bei mir das Jahr 2009 von den Bands Paramore und VersaEmerge dominiert wurde. Beide Bands unterscheiden sich nicht unbedingt groß voneinander, aber beide schaffen es mich zu begeistern. Zu diesen Bands gesellt sich nun eine weitere Band namens The Material, die ihnen musikalisch zwar ähnelt, aber dennoch anders ist. Direkt in den ersten Tagen des Jahres entdeckte ich sie dank ihrem Street Team unter unseren neuen Followern und da ließ ich es mir nicht nehmen mich mit ihrer Musik auseinanderzusetzen. Positiv überrascht von der Band und ihrer Musik ging kurze Zeit später eine Mail von mir bei ihnen ein deren Ergebnis ich noch nicht verrate und zudem nisteten sich The Material in meinen Gehörgängen ein und das hält bis heute noch an. Somit Vorhang auf für The Material!
Die Anfänge der Band reichen bis in das Jahr 2005 oder 2006 zurück als Colleen D’Agostino (Gesang) im ihrem dritten Jahr ihres Musikstudiums an der San Diego State University zusammen mit Jon Moreaux (Gitarre) und Noah Vowles (Schlagzeug) anfing Musik zu machen. Die Arbeiten für ihr erstes Demo begannen mit dem Einstieg von Kevin Falk (Bass), der aber nach kurzer Zeit durch Brian Miller ersetzt wurde. Dazu bekam Jon Moreaux mit Roi Elam (Gitarre) Unterstützung bei der Gitarrenarbeit. Mit diesem Lineup ging es dann auch 2007 ins Studio, um die erste EP namens “Tomorrow” einzuspielen, die sechs Songs umfasst und im September des selben Jahres auf iTunes veröffentlicht wurde. Diese EP zeigte bereits damals welches Potenzial in der Band steckt und woran der Reiz an ihrer Musik festzumachen ist. Dies brachte ihnen über die Jahre mit der einen oder anderen Tour nicht nur den dritten Platz in MTV 2′s Dew Circuit Breakout ein, sondern auch die Aufnahme ihres Songs “Moving To Seattle” in den Download Content des Videospiel “Rock Band” und die Verwendung ihrer Songs in der MTV Serie “The Hills” und der Webserie “Sorority Forever” auf TheWB.com. In dieser Zeit wurde als neuer Bassist Dustin Sherron vorgestellt, der somit das aktuelle Lineup komplett machte. 2009 ging es für den flotten Fünfer aus San Diego wieder ins Studio, um die drei Songs umfassende EP “To Weather The Storm” aufzunehmen und am 16.06.2009 als digitalen Download per iTunes und Amazon unters Volk zu bringen. Zwar liefer die EP nur drei Songs, aber dafür zwei sehr gute Ohrwürmer namens “Unforgivable” und “Give It All Back”, die für mich zu den besten Songs der Band gehören. Danach ging es für die Band nach Portland, Oregon, um neues Material zu schreiben. Aktuell bereist die Band sporadisch die Lande, plant ihre Frühjahrstour und die Veröffentlichung des ersten Albums. Man kann also gespannt sein!
In Sachen Musik toben sich The Material im Bereich Alternative Rock und Post-Punk aus, wobei ich in dieser Mischung auch ein wenig Pop-Punk herausschmecke und man ihnen die Ähnlichkeit zu VersaEmerge und Paramore nicht absprechen kann. Somit ist klar, dass The Material einiges bietet, um durch den Raum zu springen oder den Kopf im Takt zu wippen. Denn wenn die Dame und Herren mal in die Saiten hauen, dann reissen sie einen mit und das ohne Rücksicht auf Verluste. Den besonderen Reiz macht aber für mich in erster Linie die Kombination aus guten Riffs und dem Gesang von Colleen D’Agostino aus, denn sie klingt im Direktvergleich mit den Sängerinnen der bereits genannten Bands um einiges höher und hat somit einen ganz anderen Charme inne. Schließlich liefert sie eine komplett andere Klangfarbe ab, was zu den Songs von The Material wie die Faust aufs Auge passt. Sind es die ersten Zeilen von “The Promise”, der Refrain von “The Truth About Reality” oder “Unforgivable” oder die wundervollen ruhigen Passagen wie im Song “Give It All Back” ihre Stimmte gibt diesen Stellen einen Reiz dem ich mich nicht entziehen kann. Generell klingt ihr Gesang sehr gut und überzeugt durchweg, aber diese Songs und Momente gehören zu den Highlights des aktuellen Schaffenswerks dieser Band. Zwar hauen mich nicht alle Songs von Anfang bis Ende aus dem Hocker, was ganz selten zu einem Hangeln von Moment zu Moment führt, aber dennoch bin ich sehr angetan von der Band und hoffe, dass sie ihren Weg weiter geht und eventuell die eine oder andere Ballade mehr in ihr Programm aufnimmt. Von mir aus kann es auch eine reine Akustik-Ballade sein, denn dort wird D’Agostinos Gesang sicherlich strahlen und verzaubern.
Im Ganzen ist The Material eine Band, die man weiterhin im Auge behalten sollte, denn sie ist bereits jetzt ein Geheimtipp und kann sogar mit ein wenig Feinschliff zu einem wahren Highlight werden. Dafür hat sie bereits einige gute Songs und Ohrwürmer mit guten Riffs und einer charmanten Stimme im Gepäck, die einen mitreissen und sich nicht so schnell abnutzen. Wenn davon noch mehr in Zukunft entstehen und letzten Endes auch das erste Album füllen, werden sie sicherlich ganz oben mit den größeren Bands schwimmen und wir werden eventuell auch auf unseren heimischen Sendern was von ihnen zu sehen und natürlich auch zu hören bekommen. Ich drücke ihnen auf jeden Fall die Daumen und warte bereits jetzt schon gespannt auf neues Material von The Material.
Hörempfehlungen:
- Unforgivable
- Give It All Back
- The Truth About Reality
- The Promise
- With One Voice
- Moving To Seattle
- No One Has To Know
- The Long Way Home
- Before This Ship Goes Down
Links:
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Jon Moreaux’s Twitter Account
Noah Vowles’ Twitter Account
Roi Elam’s Twitter Account
Dustin Sherron’s Twitter Account
The Material – The Truth About Reality:
The Material – The Promise (Live):
The Material – Moving To Seattle (Live):
The Material – No One Has To Know (Live):
The Material – Moving To Seattle (Rock Band / Live):
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