Subway To Sally – Kreuzfeuer (Podcast: Album-Review)

KreuzfeuerSubway To Sally sollte schon einigen Leuten außerhalb der deutschen Metalszene ein Begriff sein, denn schließlich gewann die aus Potsdam und Umgebungs stammende Band 2008 mit ihrem Song “Auf Kiel” den Bundesvision Song Contest. Der Song wurde bereits 2007 auf dem Album “Bastard” veröffentlicht und mit “Kreuzfeuer” steht seit dem 27.03.2009 das Nachfolgealbum in den Läden. Mal schauen, ob das “Kreuzfeuer” genauso einschlägt wie “Bastard” vor zwei Jahren.

Subway To Sally – Kreuzfeuer

Anzahl der Tracks: 12

Gesamtlaufzeit der Standard Version: ca. 53 Min.

Ich persönlich bin seit 2004 Fan der Band. Zwar war mir Subway To Sally seit 1999 ein Begriff, nur hab ich mich bis dahin nicht so sehr mit ihr beschäftigt. Durch meine Oberstufenzeit kam ich immer mehr in Kontakt mit den Songs der Band, denn schließlch hatte unser Kollege Christopher Dreu (Grüße an dieser Stelle) in seinem Wagen ein Best Of Tape, dass ständig im Loop lief und so Jahre lang mir immer und immer wieder die selben Songs ins Hirn brannte. Nachdem die Oberstufenzeit beendet war trennten sich die Wege und so nahmen auch die Fahrten mit meinem Kollegen und seinem Subway To Sally Tape ab. Also mussten die CDs her und so war mein Weg zum begeisterten Anhänger der Band ein recht kurzer. Wie gesagt ich bin Fan und für mich ist die Band auch die beste deutschsprachige Metalband, die ich kenne. Zwar sind Schandmaul und Letzte Instanz auch gute Bands, aber im direkten Vergleich ist Subway To Sally halt bei mir ganz oben.

Das letzte Album des flotten Siebeners namens “Bastard” war in meinen Augen ein gutes Album. Zwar fehlte wieder dieser Mittelalter Charme, den man von den ersten Alben her kennt, aber die Dynamik und Energie in einigen der Songs versetzte mich dennoch in Begeisterung und lieferte zudem noch 8 Ohrwürmer bei 13 Tracks, die ich noch heute gerne höre. Somit sind meine Erwartungen schon hoch für das zehnte Album “Kreuzfeuer”.

Bereits die Anfang März erschienene Single “Besser du rennst” gefiel mir sehr gut und machte Lust auf mehr. Der Song ist ein typischer Subway To Sally Song der härteren Art, der mit viel Energie daher kommt und sich direkt im Ohr festsetzt. Genauso geht es auch auf dem Album weiter, denn Songs wie der Anfangstrack “Aufstieg”, “Die Jagd beginnt”, “Einsam” oder “Niemals” rocken was das Zeug hält und schlagen in die selbe Kerbe wie es schon bekannte Songs (“Sieben”, “Knochenschiff” oder “Tanz auf dem Vulkan”) der Vorgängeralben tun. Darunter mischen sich wie gewohnt auch gefühlvolle Balladen wie “Angelus” oder “Versteckt”, die schöne Streicherparts liefern und komplett ohne verzerrte Gitarren auskommen. Auch unverzerrt ist der Song “Krähenkönig”, der dennoch zum Kopfnicken einlädt, da dieser mit einem Brett von Riff daher kommt und somit ein akustischer Rocksong ist und Erinnerungen an das unplugged Live-Album “Nackt” weckt. Man merkt es gibt die typisch gute Mischung auf dem Album, aber leider gibt es auch eine versalzene Ecke auf dieser CD und das ist der Song “Komm in meinen Schlaf”. Dieser ist ein Duett zwischen Sänger Eric Fish und Eisblume Sängerin Ria, die ihre Karriere mit dem Cover des Subway To Sally Songs “Eisblumen” gestartet hat – wow wir können covern! Wie man im Making Of der CD (Unten verlinkt!) sehen kann war die Dame nicht gerade die erste Wahl, sondern eher ein Notnagel, der irgendwie da war. An sich wollte man für diesen Song andere Gesangspartnerinnen ins Studio einladen, nur waren die Wunschkandidatinnen leider verhindert oder anderweitig beschäftigt. Dadurch war der Weg frei für Ria und das Verschenken von Potenzial die Folge für den Song. “Komm in meinen Schlaf” ist musikalisch und von der Idee her ein schöner Song, aber ihre Stimme passt nicht so recht zu der von Eric Fish. So verliert das ersungene Liebespärchen ihre Wirkung recht schnell und lässt den Hörer kalt. Schade, aber dafür hat man genug Songs die diesen Fauxpas ausbessern. Im Ganzen gesehen gibt es auf dem Album die typische Subway To Sally Kost, die mal ruhig mal härter ausfällt, aber dabei selten das Ohrwurmpotenzial aus dem Auge verliert, dass die Band von Beginn an inne hat.

Natürlich wird jemand gleich schreien, dass dies doch alles immer der selbe Schmu ist, den man von Release zu Release geboten bekommt. Das mag zwar irgendwie sein, aber wie Gitarrist Bodenski im Making Of bereits sagt, gehört Subway To Sally zu den wenigen Bands die 3 Songs schreiben und diese in verschiedenen Variationen immer und immer wieder veröffentlichen ohne das es langweilig wird. Genauso sehe ich das auch. Die Band bingt über Jahre Alben auf den Markt, die sich teilweise ähneln und teilweise den Stil der Band neu definieren, aber letzten Endes eine Handvoll an Ohrwürmern lierfern und immer positiv in Erinnerung bleiben zumindest sehe ich das so. Genau dieser Effekt macht Subway To Sally aus, denn sofern man sich dafür begeistern kann ist doch alles ok.

Fazit:
Zwar fehlt dem Album auch der Mittelalter Charme der ersten Alben, aber dies stört mich nicht so sehr. Ich kann auch mit dem Mix aus orientalischen und mittelalterlichen Anleihen und morderner Härte leben, denn es gibt wieder Songs, die im Ohr hängen bleiben und davon bietet das Album 8 bei 12 Tracks. Das Einzige was mir fehlt ist so ein bisschen das gewisse Etwas, dass in Klassikern wie “Sieben”, “Kleid aus Rosen”, “Kain”, “Henkersbraut”, “Der Sturm” oder “Arche” vorhanden ist. Wahrscheinlich ist es der überspringende Funke, der den Unterschied zwischen Ohrwürmern und Klassikern macht und genau dieser kommt hier leider nicht so durch. Das war aber bei “Bastard” ein wenig anders. Somit muss ich sagen, dass “Kreuzfeuer” zwar ein gutes Album ist, aber mit einem Minus dran.

Hörempfehlungen:
- Besser du rennst
- Aufstieg
- So fern so nah
- Einsam
- Angelus
- Die Jagd beginnt
- Krähenkönig
- Niemals

Links:
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Subway To Sally – Besser du rennst:

Subway To Sally – Making Of Kreuzfeuer – Teil 1:

Subway To Sally – Making Of Kreuzfeuer – Teil 2:

Subway To Sally – Making Of Kreuzfeuer – Teil 3:

Subway To Sally – Making Of Kreuzfeuer – Teil 4:

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