Sie sind wieder da nach 4 Jahren Pause mit neuen Masken und dem vierten Album. Ob Slipknot wieder die Erde zum Beben bringen werdet ihr in unserer Review erfahren!
Slipknot – All Hope Is Gone
Anzahl der Tracks: 12 + 3 (bei der Special Edition)
Gesamtlaufzeit der Standard Version: ca. 58 Min.
Ich bin Fan seitdem das Video zu “Spit It Out” damals 1999 auf Viva 2 zum ersten Mal über den Bildschirm flimmerte. Fasziniert von der Musik, den Masken und dem Wechseln vom cleanen Gesang zum harten Gegröle war für mich klar, dass die Band in kürzester Zeit zu meinen Lieblingsbands gehören würde und das bis heute.
Nachdem das letzte Studioalbum “Vol. 3: (The Subliminal Verses)”, dass 2004 erschien, eine richtige Granate für mich war, war ich fest der Überzeugung, dass nach 4 Jahren Wartezeit die Herren eine gleichwertige Arbeit mit dem vierten Studioalbum abliefern würden. Im Vorfeld konnte man lesen, dass es das härteste und experimentellste Album der Band sein sollte und Sänger Corey Taylor sich vor Wut richtig auskotzen würde.
Naja ich persönlich würde sagen da sind die Herren ein wenig am Ziel vorbei geschossen, denn das Aggressive aus den alten Tagen ist nicht mehr so vorhanden und auch Corey schreit die Welt nicht mehr so zusammen, wie man es wie sonst gewohnt war. Zwar gibt es noch die harten und ruhigen Songs wie auf dem letzten Album, nur es fehlt den Liedern an Energie. “Psychosocial” und “Sulfur” sind die einzigen Songs, die mich wirklich überzeugen konnten, aber der Rest macht eher den Eindruck als hätten die Herren versucht den auf dem letzten Album eingeschlagenen Weg zu perfektionieren und sind dadurch daran gescheitert ein weiteres Hammeralbum abzuliefern. Die Balladen sind nun richtige langsame und langweilige Balladen, die keinen mitreissen, wie auf “Vol. 3″ und die härteren Songs werden zwar durch geknüppelt, aber der Funke der Begeisterung springt da nicht über, da es wenige markante Stellen in den Songs gibt, die man nachsingen bzw. nachschreien will. Passagen, die in fast jeder Hitsingle wie “Wait and bleed”, “Spit it out” oder “Duality” die Meute dazu animiert hat durchzudrehen und diese auswendig zu lernen fehlen hier. Einzig die oben genannten Songs erreichen halbwegs den Status früherer Hits. Man kann mich ruhig nun mit Kommentaren zuschütten, dass ich keine Ahnung habe, aber ich sehe “Slipknot” nach Jahren immer noch als das beste Album der Truppe gefolgt von “Vol. 3: (The Subliminal Verses)”. Auf “Slipknot” stimmt alles und die Songs sind durchweg perfekt. Aggressives Geshoute im Wechsel mit cleanem Gesang, das sich dauerhaft durch die CD zieht und das ohne Rücksicht auf Verluste. Ich hab das Gefühl, dass die Herren ein wenig das Ziel von damals verloren haben. Einfach Musik zu machen und damit die Bühne zum Beben zu bringen. Klar kann sich eine Band entwickeln, nur sollte sie nicht groß ausposaunen, dass es das härteste Album ist und der Sänger sich vor Wut auskotzt. Da versteh ich was anderes als das “zahme” Gesinge auf der CD.
Fazit:
Jeder Slipknot Fan sollte mal reinhören um zu sehen wie Slipknot heute klingen, nur so wirklich kann ich es keinem empfehlen, denn da gibts bessere Alben der Truppe. Ich warte schon auf das nächste Album und hoffe, dass es dann wieder was für mich gibt, denn 4 Jahre warten und solch ein unbefriedigendes Ergebnis zu bekommen ist schon ein wenig enttäuschend vor allem bei nur 58 Minuten Spielzeit, da muss schon mehr bei rauskommen. Ich bleib der Band dennoch treu, denn die Vorarbeit zu diesem Album sprich alle vorherigen Alben war klasse.
Hörempfehlungen:
- Psychosocial
- Sulfur
Links:
Slipknots Homepage
Slipknots Myspace Seite
Slipknot – Dead Memories:
Slipknot – Psychosocial:

Dieser Eintrag wurde geschrieben von