Zum Start der Babbel-Net Rückrunde 2010 gibt es heute unsere Texte zur Podcastfolge Nummer 38. Mein Thema am 11. Juni war das Debutalbum von Karen Elson „The Ghost Who Walks“. Meine Eindrücke zu diesem Album gibt es nun noch einmal in schriftlicher Form. Wer es sich einfacher machen möchte, der höre sich einfach an was ich im Podcast gesagt habe. Nach dem Klick geht´s weiter mit dem Text.
Karen Elson – The Ghost Who Walks
Anzahl der Tracks: 12 + 1 (als Zusatz bei iTunes)
Gesamtlaufzeit der Standard Version: ca. 40 Min.
Das ehemalige Fotomodell Karen Elson und seit längerem auch Ehefrau von The White Stripes Frontmann Jack White hat am 25. Mai ihr Debutalbum „The Ghost Who Walks“ veröffentlicht. Natürlich war es bei dieser Konstellation nur normal, dass Jack White sein musikalisches Wissen und seine Erfahrung mit einbringt und seine Frau bei ihrem Projekt unterstützt. Karen und Jack sind jedoch schnell dabei zu versichern, dass Jack nur beratend bei der Produktion der Platte dabei war und seiner Frau vollkommen freie Hand gelassen hat um sich selbst auzudrücken.
Seine rothaarige Freundin bettet er bei ihrem Debut in eine White Stripes artige Klangkulisse die mit ihren Orgelsounds und Gitarren an The Doors oder Jefferson Airplane erinnert. Karen selber steuert ein zartes Stimmchen und ihr hübsches Äußeres für Videos bei. Herausgekommen ist dabei eine Mischung aus folkigen, poppigen und Indieklängen die zu einer stimmigen Atmosphäre mit Herzschmerztexten beitragen. Was auf den ersten Blick noch interessant klingt, stellt sich nach einiger Zeit als eine Sammlung bereits erprobter Melodien heraus welche passend zu Karens Stimme ausgewählt wurden. Auch bietet Karen Elson wenig musikalische Finesse und zeigt auch kaum Abwechslung in ihrem Gesang.
Fazit:
Karen Elson hat mit ihrem Debutalbum eine interessante Mischung aus verschiedenen typischen Versatzstücken der alternativ-indie pop-folk Szene gebastelt. Ihre seichte Stimme, Hammondorgel, leichte Gitarrenklänge und ein gewisses Indiefeeling sorgen für die richtige Atmosphäre. Der Titel „The Ghost Who Walks“ passt zwar sehr gut zu Karen Elson und ihrer seichten Stimme, aber auch zum Album insgesamt welches sich nach mehrmaligem Hören als zu seicht und „geisterhaft“ herausstellt. Interessanterweise empfand ich es beim ersten Hören als weniger störend, dass viele Songs so klingen als hätte man sie schon mal woanders (besser?) gehört. Nachdem ich nun die Platte etwas länger gehört habe stört es mich doch mittlerweile deutlich mehr als zu Beginn und lässt das Album uninspirierter und mainstreamiger wirken als ich es im Podcast eingeschätzt habe. Fans der White Stripes und Werbe-Onkel können sicherlich mit diesem Album etwas anfangen. Wer jedoch nur die Single im Radio gehört hat, sollte dringend vorher Probe hören um nicht am Ende enttäuscht zu werden.
Hörempfehlungen:
- The Ghost Who Walks
- Stolen Roses
- Garden
- Pretty Babies
Links:
Offizielle Seite
Karen Elson – The Ghost Who Walks:
Karen Elson – The Ghost Who Walks (Live Acoustic):
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