Nachdem uns die fünf Herren aus Leeds letztes Jahr mit ihrem zweiten Album “Yours Truly, Angry Mob” ein klasse Album abgeliefert haben, dass unter meine persönliche Top 10 der besten Alben 2007 gelandet ist, kommt nun ein Jahr später der Nachfolger “Off With Their Heads” in die Läden. Ich habe mir mal wieder für euch die Kopfhörer aufgesetzt und mir jeden Ton angehört. Von daher einfach klicken und lesen was dabei rausgekommen ist.
Kaiser Chiefs – Off With Their Heads
Anzahl der Tracks: 11 + 4 (auf einer zweiten CD bei der Limited-Edition)
Gesamtlaufzeit der Standard Version: ca. 36 Min.
Kaiser Chiefs Fan bin ich seit der erst Ausstrahlung von “Oh My God” auf MTV und das hält auch nach zwei Alben an, denn diese waren beide klasse und laufen hier hin und wieder mal durch. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass ich mich nun einige Tage nach der Veröffentlichung des dritten Albums “Off With Their Heads” drüber her mache um zu sehen, ob die Herren aus Leeds nun wirklich mit ihrem dritten Album Leute köpfen.
Im Vorfeld war ich nicht sehr überzeugt von der ersten Single “Never Miss A Beat” und hatte schon die Befürchtung, dass das Album eventuell schwächer ausfallen würde als ich es mir gewünscht hätte, aber da kannte ich noch nicht das ganze Album und zudem hatte ich die Single anscheinend nicht oft genug gehört.
Nun liegt das Album vor mir und hat schon leichte Abnutzungserscheinungen nach einigen Marathonläufen im CD Player und das komplett gewollt, denn das Album fängt quasi da an wo “Yours Truly, Angry Mob” aufhört nämlich mit Ohrwürmern, die ins Blut, in die Beine und in den Nacken gehen. Zwar sitzt bei dieser Platte nicht wie bei den Vorgängern Stephen Street (The Smiths, The Sundays, Blur, The Cranberries, Morrissey) am Mischpult, sondern Mark Ronson (Amy Winehouse, Lily Allen) und Eliot James (Bloc Party, Kate Nash), die auch bereits bewiesen haben was sie können, aber das ändert nichts an der Musik der Kaiser Chiefs, denn die bleiben ihrem typischen Sound aus Brit-Pop und 80′s Synthy Pop treu. Wo wir gerade bei Mark Ronson sind, da darf eine Dame natürlich nicht fehlen, die schon auf seinem Album “Version” eindrucksvoll gezeigt hat, dass sie mit den Kaiser Chiefs gut kann. Ich spreche natürlich von Lily Allen, die ihre Stimme bei einigen Background Gesängen wie zum Beispiel “Always Happens Like That” zum Besten gibt. Hoffentlich sind die Herren auf dem im Februar 2009 erscheinenden Lily Allen Album “It’s Not Me, It’s You” zu hören wäre sicherlich eine gute Mischung.
Was nach dem ersten Hören direkt auffällt ist, dass sich wieder Ohrwürmer an Ohrwürmer reihen, die alle nur so mit Refrains strotzen, die direkt mitgesungen werden können und das wird man sicherlich bei dem einen oder anderen Song tun und ich spreche aus Erfahrung. Sämtliche Audioaufnahmen davon verkneif ich mir mal jetzt. Besonders gefallen mir die Songs “Like It Too Much”, “Spanish Metal”, “Never Miss A Beat”, “Always Happens Like That” und “Half The Truth”, da die Strophe und/oder der Refrain wirklich grooven, sodass man sie sich in sein Hirn einbrennen muss. Soll nicht heißen, dass der Rest schlecht ist. Die anderen Songs wie “Can’t Say What I Mean” sind auch gute Songs und haben ihre guten markanten Stellen, nur sind diese nicht die Ohrwürmer, die ich in 20 Jahren nennen würde, wenn mich jemand fragt welche Songs man unbedingt kennen müsste von dem Album. Ansonsten fällt auf, dass die Herren obwohl sie hin und wieder Tempo zulegen auch auf die Bremse drücken und somit zwei ruhigere Songs mit “Tomato In The Rain” und “Remember You’re A Girl” aufs Album gebracht haben. Die sind zwar keine Ultra-Hit-Balladen wie “Love’s Not a Competition (But I’m Winning)”, aber bringen wie auch der Synthy Pop Song “You Want History” Abwechslung in die Pop-Rock Landschaft, die sich auf dem Album breit macht. Im Ganzen gesehen ist es ein typisches Kaiser Chiefs Album, dass nichts besser macht, aber auch nichts schlechter und somit auf der selben Welle schwimmt wie die genialen Vorgänger.
Fazit:
Ich bin froh, dass meine Vermutung, die durch die Single “Never Miss A Beat” aufgekommen ist, nicht aufgegangen ist. Das Album fällt keineswegs schwächer aus, sondern ist ein gleichwertiges Album, dass sich nicht scheuen muss beim Vergleich mit den Vorgängern. Zwar fällt es ein wenig ruhiger aus durch die größere Anzahl der Pop-Balladen, aber auch in dem Bereich klingen die Kaiser Chiefs gut. Schade finde ich nur, dass man dem Werk nicht anmerkt, dass Mark Ronson die Regler bedient hat, denn irgendeine Idee hätte er doch sicherlich haben müssen um mal hier oder da was bei den Songs zu versuchen, aber wie dem auch sei das Album bleibt dem typischen Kaiser Chiefs Sound treu und die Herren gehen problemlos ihren Weg weiter auch wenn eventuell die eine oder andere Neuerung mal einen frischen Wind aufkommen lassen hätte können. Was mich viel mehr stört ist die kurze Laufzeit der CD, denn ich würde doch gerne mehr Spielzeit auf den CDs sehen. Also Jungs entweder längere oder mehr Songs auf die CD und ich meine jetzt nicht einen Hidden-Track, der nach einer halben Stunde kommt, damit ich mit der Laufzeit im CD-Player zufrieden bin. So zum Abschluss noch wer Brit-Pop oder Bands wie Maxïmo Park, Arctic Monkeys, Bloc Party und wie sie alle heißen mag sollte definitiv mal im nächsten Plattenladen reinhören. Ich finds mal wieder genial und höre die CD schon zum achten Mal heute.
Hörempfehlungen:
- Like It Too Much
- Spanish Metal
- Never Miss A Beat
- Always Happens Like That
- Half The Truth
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Kaiser Chiefs – Never Miss A Beat:
Kaiser Chiefs – Spanish Metal:
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