Aufmerksame Leser unseres Blogs und unserer Tweets werden bereits gemerkt haben, dass mich seit November letzten Jahres die amerikanische Post-Hardcore Band Emery in Begeisterung versetzt. Seit dem 02.06.2009 ist das vierte Album “…In Shallow Seas We Sail” erhältlich und setzt somit die musikalische Reise der Band fort. Ob diese Forsetzung auch mit dem bereits zurückgelegten Weg mithalten kann erfahrt ihr gleich!
Emery – …In Shallow Seas We Sail
Anzahl der Tracks: 13 + 1 (bei iTunes)
Gesamtlaufzeit der Standard Version: ca. 42 Min.
Wie bereits gesagt bin ich Fan der Band seit November letzten Jahres und höre die Band wie auch Paramore und VersaEmerge ehr regelmäßig, was Besucher meines Heims warhscheinlich bereits die letzten Nerven kostet. Auf die Band gestoßen bin ich durch meine Suche nach Bands, die wie Rise Against klingen. Da gab es mehrere Listen wo neben Emery auch Blindside erwähnt wurden, jedoch hat mich erstere mehr begeistert. Seitdem gehört die Band zu meinen absoluten Lieblingsbands und ich habe es bis jetzt noch nicht bereut.
Mittlerweile ist es knapp zwei Jahre her als im Oktober 2007 der dritte Langspieler “I’m Only A Man” erschien. Dieser beinhaltet mit “The Party Song” meinen persönlichen Lieblingssong der Band, aber platzierte sich im Vergleich zum Vorgänger “The Question” (45) mit Platz 79 der US Charts nicht annähernd so gut. Wobei es in der Kategorie Top Christian Albums schon um Weiten besser aussah, dort belegte der Vorgänger Platz 2 und “I’m Only A Man” Platz 4. Zwei Jahre sind jetzt nicht so die große Durststrecke, wenn man es mit einigen anderen Bands vergleicht, aber dennoch entschieden sich die Herren aus Charleston, South Carolina dazu eine EP zu veröffentlichen, um die Fans bei Laune zu halten. Die sieben Track EP bzw. das Minialbum “While Broken Hearts Prevail” erschien im Oktober 2008 und belegte Platz 104 der US Charts und Platz 8 im christlichen Ableger. Nachdem “I’m Only A Man” im Vergleich zu den vorherigen Alben zugängiger und leicht ruhiger war ging es in der EP wieder mehr zur Sache. Mit mehr Schmackes und Energie machte die EP lust auf mehr und gab schon durch das Coverdesign von Marc Johns einen Vorgeschmack auf das Album!
Im Vorfeld veröffentlichten Emery über Monate vier Songs des Albums. Mit “Cutthroat Collapse”, “Curbside Goodbye”, “Butcher’s Mouth” und “Piggy Bank Lies” konnte man sich bereits ein gutes Bild machen wie das neue Album sein wird und in welche Richtung Emery sich nun entwickelt. Die Songs strotzen alle vor der bekannten Energie, die die Band ausmacht, und ziehen einen förmlich in ihren Bann. Vor allem die vermehrten Scremo Parts werden den Fans direkt positiv auffallen, so wie die um einiges härter wirkenden Gitarrenparts, die auf den ersten beiden Alben der Band schon zum Standard gehörten. Die Prophezeiung durch die EP und den vier Songs bestätigt sich auf dem Album. Es geht auf und ab wie auf einer Achterbahn. Mal schön melodisch und dann wieder mit voller Härte. Dabei tut das Sängerduo Morell und Shelton wieder ihr bestes wie in den Songs “Cutthroat Collapse”, “Churches And Serial Killers” oder “In Shallow Seas We Sail”. Durch jeden Song harmonieren die beiden Stimmen perfekt auf den Punkt und geben jedem Song den passenden i Punkt, um letztlich zu strahlen. Neben den bereits genannten Songs gibt es weitere Songs, die einen in ihren Bann ziehen können. “Churches And Serial Killers” beinhaltet zwar verzerrte Gitarren und Screamo Parts, aber gehört er dennoch zu den ruhigeren Songs des Albums. Vor allem die Streicher und Gesangparts machen den Song zu einem Highlight. Mit dem Song “Dear Death Part 2″ taucht auch wieder das vom Vorgänger bekannte Synthy-Pop Element auf, dass hier sehr gut in Szene gesetzt wurde. Wie bereits erwähnt geht es auch teilweise ruhiger oder sagen wir es mal Poppiger zur Sache wie in “Inside Our Skin”, “In Shallow Seas We Sail” oder “The Poor and the Prevalent”, denn jeder Song mag zwar ruhige Stellen haben, aber die werden nach einem kurzen Moment wieder durch härtere Klänge unterbrochen und das macht die Band ganz gut. Es wirkt wie in einem Guss, als künstlich eingefügt. Der einzige Song, der wirklich ruhig ist, ist der Song “Dear Death Part 1″, nur ist diese die Einleitung zum schnelleren zweiten Teil.
Wenn man es genau nimmt liefern Emery mit dem vierten Album “…In Shallow Seas We Sail” ein Best Of ihrer selbst, denn alles was die Band in den letzten Jahren ausgemacht hat wird hier in einen Topf geworfen und miteinander vemischt. Deswegen findet man keine komplett ruhigen Songs mehr, sondern musikalische Achterbahnfahrten, die vor allem die Fans auf längere Zeit begeistern werden ohne das es langweilig wird. Die allseits geliebten Screamo Parts, die eingängigen Gitarrenriffs, die Synthy-Pop und Rock Einlagen a la Jimmy Eat World, die wundervollen Balladenparts und vor allem die typische Energie der Band und das Gesangsduo Morell und Shelton machen das Album zum besten Werk der Band bis Dato!
Fazit:
Mit mehr von allem melden sich die Herren aus Charleston, South Carolina zurück und das mit ihrem besten Werk bis Dato. “…In Shallow Seas We Sail” vereint sich alles, was die Band bis jetzt ausgemacht hat und wird durch die Mischung der Elemente perfektioniert und liefert dadurch Hits am laufenden Band. Das Album ist klasse, grandios und einfach Emery in ihrer puresten Form! Zwar sind mir nicht direkt alle Songs positiv aufgefallen, aber nach merhaligen Hören werden die Stücke besser und selbst anfangs eher langweilig wirkende Songs werden auf einmal zum Highlight. Ich kann es wirklich nur jedem Fan empfehlen und jeden, der sich für Jimmy Eat World, Panic! At The Disco, Funeral For A Friend, Finger Eleven oder Fall Out Boy begeistern kann, sofern er auch Screamo Einlagen mag. Auf zu neuen Ufern und weiteren Alben wie dieses!
Hörempfehlungen:
- Cutthroat Collapse
- Churches and Serial Killers
- The Smile, The Face
- Piggy Bank Lies
- Butcher’s Mouth
- Curbside Goodbye
- A Sin To Hold On To
- Dear Death Part 2
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Emery – …In Shallow Seas We Sail (Trailer):
Emery Goes To TARGET:
Emery – Studying Politics:
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