Collapse Under The Empire – der Name weckt Träume von epischer Breite, Aufstieg und Fall, Macht und Herrlichkeit und grandioser Musik. Wann immer ich Bands mit Namen dieser Art kennenlerne steigt meine Hemmschwelle rapide an, überhaupt auch nur die CD anzuspielen. Viel zu oft sind Bandnamen dieser Art Ideen ohne Inhalt, Form ohne Bedeutung und leiten mich auf eine falsche Fährte. An Collapse Under The Empire bin ich daher mit Vorsicht herangetetreten. Glücklicherweise haben sich meine Bedenken nach dem ersten Hören jedoch verflüchtigt und ich bin auf eine tolle neue Band gestoßen. Das Album “Shoulders & Giants” erscheint am 21. Oktober und ist für Post-Rock Fans ein guter Tipp.
Collapse Under The Empire – Shoulders & Giants
Anzahl der Tracks: 10
Gesamtlaufzeit: ca. 55 Minuten
Post-Rock ist eine Kategorie von Musik, die ich oftmals nur schwer beschreiben kann. Dass Collapse Under The Empire nun in diese Kategorie fallen macht die Sache hier für mich nicht einfacher, aber da ich den ersten Teil – “Shoulders & Giants” – ihres Doppelalbums, welches nächstes Jahr mit “Sacrifice & Isolation” vervollständigt wird, sehr gut finde, wage ich einfach mal einen Versuch.
Wie bei vielen Post-Rock Bands üblich bieten Collapse Under The Empire auch auf ihrem dritten Album keinen Gesang. Der geneigte Hörer bekommt dafür eine gelungene Mischung aus Gitarrensounds, Drums und diversen elektronischen Spielereien geboten. Beim ersten Hören gefiel mir vor allem wie klar der Sound trotz vieler kleiner Spielereien bleibt. Anders als die Genrekollegen Explosions In The Sky die manchmal ihre Gitarreneffekte übertreiben und den Hörer minutenlang mit Effektgewittern an die Grenze führen kann man dem Hamburger Duo zu einer eleganten Soundmischung gratulieren. Alle Songs wirken in ihrer Dramaturgie stimmig und brechen nicht urplötzlich in andere Gefilde ab. Jeder Song besitzt seine eigene Stimmung.
Ist “Shoulders” als Eröffnungsstück mit knapp vier Minuten noch vergleichsweise kurz und bietet eine gute Einleitung in die Stimmung und Instrumentalisierung der Platte, wird der Sound beim zweiten Stück “Giants” schon breiter und ergibt sich mehr in Panaromagefühl – sehr passend zum Titel wie ich finde. “There’s No Sky” ist ein beschwingtes Stück voller Hoffnung mit einem Hang Melancholie, ein guter Song um die letzten Tage des Sommers zu genießen. “After The Thaw” hingegen ist ein energiegeladener Titel mit viel Anspannung und zirpenden Gitarren. Das Album bietet viele Facetten, die sich aber immer sinnvoll ergänzen.
Zwar wechselt sich die Stimmung einige Male ab, doch zieht sich mit dieser hoffnungsvollen, energiegeladenen Stimmung ein roter Faden durch die Platte der die einzelnen Lieder gut verbindet.
Wie man anfangs lesen konnte bin ich ein Freund von anständiger Betitelung. Ich mag es wenn die Assoziationen die mit Namen und Symbolen geweckt werden auch eintreten. Bei Collapse Under The Empire war es nicht nur bei ihrem Bandnamen so, sondern auch die Benennung der einzelnen Lieder wirkt stimmig. “Shoulders & Giants” bietet tolle panoramaartige Soundflächen und kraftvolle Einzelmomente in denen Gitarre, Drums und der Computer zeigen können zu was sie in Hand fähiger Künstler zu gebrauchen sind. Das Album ist kein Meilenstein am Post-Rock Himmel, aber eine tolle Platte, die gerade zur rechten Zeit erscheint und definitiv genug Langzeitfreude generiert, um mich daran zu erinnern im nächsten Jahr mit Freude die Veröffentlichung der zweiten Hälfte “Sacrifice & Isolation” zu erwarten.
Das Album könnt ihr ab dem 21. Oktober 2011 im Handel erwerben oder auf der offiziellen Seite bestellen, gleich mit dem restlichen Material der Band (Tipp von mir: Macht das!
)
Hörempfehlungen:
- Shoulders
- There’s No Sky
- Disclosure
- Incident
Links:
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Collapse Under The Empire – Disclosure:
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