Left 4 Dead (Podcast: Game-Review)

Left4DeadWas ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn eine Meute Zombies auf einen zu rennt? Klick, klick! Richtig keine Munition mehr zu haben und auch niemanden in der Nähe, der jetzt mal kurz helfen kann. Genau das will der Spieleentwickler Valve, bekannt für die “Half-Life” Serie, “Counter-Strike”, “Portal” und “Team Fortress”, verhindern und schickt euch zusammen mit 3 Mitstreitern in eine Zombie-Apokalypse, um Rücken an Rücken Horden von diesen lebenden Toten nieder zu strecken und im Notfall sich selbst oder einen der Mitstreiter aus der Patsche zu holen. Wie es sich spielt und ob das Zombie-Apocalypse-Survival-Feeling wirklich rüber kommt lest ihr in der Review!

Bevor man in eins der vier Szenarien einsteigt kann man sich einen der 4 Charaktere aussuchen. Da wären der junge Businessman Louis, der tätowierte Biker Francis, die aus reichem Elternhaus stammende Zoey und der Green Beret Viertnam Veteran Bill, die sich weder in der Handhabung mit den Waffen oder in Sachen Schnelligkeit oder Beweglichkeit unterscheiden. Mehr Infos zu den Charakteren bekommt man nicht, aber das ist auch in solch einem Szenario eh egal, da einzig und allein das Hier und Jetzt und das Überleben an erster Stelle stehen. Gemeinsam mit den drei übrigen Charakteren bilden sie von Start an ein Team und schon kann es losgehen.

Wie oben schon erwähnt stehen mit “No Mercy”, “Death Toll”, “Dead Air” und “Blood Harvest” 4 Filmszenarien zur Auswahl, die jeweils in 5 Abschnitte unterteilt sind. Das Ziel bleibt dabei immer das Gleiche. In erster Linie überleben und von A nach B gelangen. Bei B handelt es sich um einen Sicherheitsraum in dem man sich mit Munition, Waffen und Medi-Packs ausstatten kann und kurz Zeit zum Durchatmen hat. Die Zeit dafür gibt das Zwischenspeichern beim Betreten des Raums, wo euch kurz die Teamstatistiken für den vergangenen Abschnitt präsentiert werden mit einigen Tipps. Danach geht es nach dem selben Schema weiter. Dies geht bis zum letzten Abschnitt, denn da muss man einen Funkspruch entgegen nehmen und die Stellung für 10 Minuten halten. Das ist einfacher gesagt als gedacht, denn Left 4 Dead schickt euch in diesen Momenten alles an Zombietypen, die das Spiel bieten kann, aber zu diesen gleich mehr. Sobald man die 10 Minuten hinter sich gebracht hat kommt auch endlich das zuvor beorderte Rettungsvehikel und genau da sollte man die Beine in die Hand nehmen und schneller rennen als sein Schatten, denn dann bricht die Hölle vollkommen los!

Nach der Auswahl eines der Szenarien heißt es also behutsam vorgehen und immer drauf achten, dass die Gruppe zusammen bleibt, denn das Spiel ist unmöglich zu schaffen, wenn man alleine auf eigene Faust vorgeht. Denn wenn eine Meute von 30 Zombies oder mehr aus allen Richtungen auf einen zugestürmt kommt und man außer einem Chaos von Armen, die nach einem greifen, sonst nichts mehr sieht wird es schwer mit der Flucht oder einem wilden Schussmannöver in die Meute. Von daher immer schön zusammen bleiben, denn die KI Kollegen helfen immer aus, wenn es brenzlig wird und heilen einen von sich aus, sobald die Lebensenergie im gefährlichen Bereich ist. Zudem sind sie die einzige Möglichkeit wieder auf die Beine zu kommen wenn man von der Meute umgehauen wird, denn von alleine kann man nicht aufstehen. Somit ist Teamspiel Pflicht!

Wer jetzt denkt es gibt nur eine Art von Zobie in diesem Spiel der irrt, denn es gibt neben der mordsschnellen Horde von 30 oder mehr Zombies, die gleichzeitig angreifen und förmlich aus dem Nichts erscheinen noch 5 spezielle Arten von Zombies. Da wären der Horden anlockendes Gas und Schleim versprühende Boomer, der katzenartige Hunter, der mit einer langen Zunge bestückte Smoker, der seinen Name alle Ehre machende Tank und die Geräusch und Licht empfindliche, aber durchaus sehr gefährliche Witch. Eine kleine Hilfestellung beim Vorahnen der Zombietypen liefert Valve direkt mit, denn jedes Mal wenn einer dieser Typen in der Nähe ist kann man es im Soundtrack hören. Zum Beispiel leitet ein Sirenen-Horn den Anmarsch der Horde ein.

Die Ziele der einzelnen Levelabschnitte kann man fast durchweg auf den selben Weg erreichen. Zwar gibt es einige der sonst in Sackgassen führende Nebenwege, die zwar auch zum Ziel führen nur sind diese nicht besonders anders und können deswegen auch ignoriert werden. Obwohl es sich jetzt nach einer großen Wiederholung von Ereignissen und Levelaufbauten anhört peppt Valve die Level mit immer wieder neu generierten Gegnermassen und Positionen auf. So kann man nie ein Level genauso spielen, wie man es vorher getan hat, denn auch Waffen, Munition und Medi-Packs liegen jedes Mal an einem anderen Ort und müssen erstmal gefunden werden. Das macht es in brenzligen Situationen um einiges spannender und Nerven aufreibender.

Wo wir gerade beim Thema sind. “Left 4 Dead” zieht einen wirklich in das Zombie-Apokalypsen Szenario rein und gibt durch immer neu respawnende Gegnermassen Grund zur Panik und schafft es auch hin und wieder das Herz des Gamers in die Hose rutschen zu lassen. Kaum war ein Bereich gesäubert und das leichte Gefühl von Sicherheit zum Durchatmen schon kommt die nächste Masse von Zombies in den Raum gestürmt oder platz durch eine unbeachtete Wand um einen hinterrücks auf den Boden zu reissen. Dabei steuert der Soundtrack noch einiges dazu, denn dieser erinnert teilweise an die Synthy-Instumentals aus “Dawn Of The Dead” und bedient sich hierbei auch von den Horror typischen Gänsehaut hervorrufenden Psycho-Sounds, die wie Messerstiche klingen und einem wirklich ein unwohles Gefühl geben.

Der Multiplayer-Teil spielt in den gleichen Szenarien wie die des Singleplayers. Mit dem einen grossen Unterschied: Mit bis zu acht (menschlichen^^) Spielern im Netz. Hier gibt es zwei Modi. Zum einen den “Überlebensmodus” , indem vier Spieler gegen die KI in drei wählbaren Schwierigkeitsgraden antreten oder den “Versus-Modus”, in dem vier gegen vier spielen. Dazu aber später etwas mehr.
Zunächst sucht man sich eine Lobby aus oder erstellt selber eine. Hier werden dann Szenario, Schwierigkeitsgrad und der Charakter ausgesucht. Ausserdem, wer ein Headset hat und dies auch im Spiel nutzen will, kann den InGameVoiceChat nutzen. Genannter funktioniert recht ordentlich, allerdings kann es passieren, das man den Menschen an der anderen Strippe gar nicht versteht… wenn er nicht gerade englisch oder bestenfalls deutsch spricht… sondern russisch. Hier spiegelt sich auch das erste der beiden großen Probleme im Multiplayer wieder, sämtliche Server liegen in Übersee. Und da wären wir auch schon beim Nächsten. Das Spiel lagged mitunter ziemlich stark. Updates führten Verbesserungen herbei, so richtig optimiert scheint es aber noch nicht zu sein.

Aber genug gemeckert, zurück zum Spiel! Denn hier meckert man in der Regel über seine Mitstreiter ;) Man kämpft sich auch wie im Singleplayer von Schutzraum zu Schutzraum, dabei wirft auch hier das Programm den Potagonisten Welle um Welle untotes Gesindel entgegen. Wenn die Vier sich gut untereinander verstehen, dann ist fröhliches Taktieren möglich und der Multiplayer-Teil macht dann so richtig bock! Eine gewisse Strategie ist auch bei den Bossgegnern, die wesentlich mehr aushalten als gewöhnliche Untote, ganz gut und zusammen geht es ja dann doch besser… wobei einen gewissen Anreiz geben die Statistiken, hier so oft wie möglich den ersten Platz zu belegen. Da kann es schonmal sein, dass der eine oder andere einen Alleingang versucht. Meist bleibt es dann auch beim Versuch. Dann heißt es wieder, den Kumpel aus der Sch…. ziehen.

Im “Versus-Modus” spielen vier gegen vier. Die Überlebenden versuchen nach dem gleichen Prinzip wie in den anderen Modi ihr Ziel zu erreichen. Jedoch werden die Bossgegner Hunter, Boomer und Smoker von menschlichen Spielern gesteuert. Das Programm vergibt die Rollen nach dem Zufallsprinzip. Jetzt kann die Jagd beginnen. Auch hier müssen die Überlebenden haufenweise KI-Untote niedermachen. Die Menschlichen Kontrahenten in virtueller untoter Gestalt versuchen halt die andere Gruppe aufzuhalten. Das Sichtfeld eines Untoten ist durch vermodernde Augen etwas vertrübt… der Schleier des Todes liegt in der Luft… gut das es noch keine vierte Dimension gibt. Man wählt sich als Monstrum einen Spawnpunkt, der aber nicht in der unmittelbaren Nähe der Überlebenden liegen darf. Praktisch ist der ausgeprägte Geruchssinn der Viehcher, mann kann seine Beute quasi durch die Wände sehen. Diesen Vorteil macht aber die blöde Steuerung zunichte. Als Hunter muss man ziemlich genau sein Opfer anspringen, um es von den Füssen zu reisen. Meist springt man vorbei und ist dann Kanonenfutter. Es gehört schon eine gewisse Übung dazu, um Erfolgreich zu sein.

Fazit (Solo) – Dennis:
An sich ist “Left 4 Dead” nichts anderes als ein “Team Fortress” oder “Counter Strike” in einem Zombie-Szenario, aber ich muss dennoch sagen, dass mir das Spiel trotz der wenigen Unterschiede sehr zusagt. Für mich ist “Left 4 Dead” das Zombie-Spiel der Zombie-Spiele auf dem PC schlechthin bis Dato, denn die Stimmung und alles drum herum passt wie die Faust aufs untote Auge. Noch nie hatte ich das Gefühl wie hier wirklich mal das zu erleben was ich aus meinen lieblings Zombiefilmen und Comics kenne. Flitze-Zombies in Massen niederstrecken um zu überleben und das in einer bunt zusammen gewürfelten Truppe, die sich gemeinsam zum Ziel bewegen muss. Ein typisches aber allzeit beliebtes Zombie-Szenario. Wäre das Ganze nur ein wenig mehr mit einer tollen Story verknüpft, dann würde mir das Spiel noch mehr zusagen als es jetzt schon tut. Wer Zombie und Splatterfan ist der muss zugreifen, denn auf dem PC gibt es momentan nichts besseres als “Left 4 Dead”. Sollte jemals eine PC Version von “Dead Rising” erscheinen, dann könnte dies ein wenig anders aussehen, aber im Moment weht der Wind für Valves “Left 4 Dead”. Applaus und ein dickes “Brains” an Valve!

Fazit (Multiplayer) – Andreas:
L 4 D ist ganz grosses Zombie-Kino für den heimischen PC!
Ja, es ist immer das Gleiche und ja, das Programm hat einige Macken, aber es macht saubock Massen von Untoten über den Jordan zu schicken! Keine Partie spielt sich gleich. Cool, was Valve da aus der Source-Engine rausgeholt hat. Die Bewegungsanimationen sehen einfach nur klasse aus, da können sich andere Spiele ne dicke (untote) Scheibe abmetzeln! Das perfekte Spiel für Zwischendurch und für die länger angelegte Zombiehatz! Ausserdem bietet das Spiel ja genug Modding-Möglichkeiten… bin auf das erste Kaufhausszenario gespannt… In diesem Sinne… fertigeladen und entsichern…

Freigabe: Keine Jugendfreigabe

Systemanforderungen:
Minimale Systemvoraussetzungen:
Betriebssystem: Microsoft Windows XP / Vista / Vista64
Prozessor: Pentium 4 3.0 GHz
RAM: 1 GB
Grafikkarte: 128 MB, Shader model 2.0, ATI 9600, NVIDIA 6600 oder besser
Soundkarte: DirectX® 9c kompatible Soundkarte
Freier Festplattenspeicher: 7,5 GB

Empfohlene Systemvoraussetzungen:
Betriebssystem: Microsoft Windows XP / Vista / Vista64
Prozessor: Intel core 2 duo 2.4 GHz
RAM: 1 GB
Grafikkarte: Shader model 3.0, NVIDIA 7600, ATI X1600 oder besser
Soundkarte: DirectX® 9c kompatible Soundkarte
Freier Festplattenspeicher: 7,5 GB

Weitere Plattformen:
- Xbox 360

Links:
Offizielle Seite
Valve
Demo-Link bei Steam

Left 4 Dead – Intro-Movie:

Left 4 Dead – Versus-Modus:

Screenshots:

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