Mit “Grand Theft Auto 4″ hat Rockstar Games im April 2008 einen richtigen Hit hingelegt, der erst Monate später im Dezember auch PCler im Sturm eroberte, sofern sie keine ATI Grafikkarte besaßen. Damit die sehr stimmige Welt weiterhin am Leben erhalten wird erweiterte Rockstar Games dieses mit den DLCs “The Lost And Damned” und “The Ballad Of Gay Tony” im Februar und Oktober 2009 exklusiv für die Xbox 360. Seit April diesen Jahres kommen nun auch endlich die Besitzer eines PCs und einer Playstation 3 in den Genuß dieser DLCs mit dem Episodenpaket namens “Episodes From Liberty City”. Diese erzählen nicht etwa weitere Geschichten um den Einwanderer Niko Bellic, sondern begnügen sich mit zwei Charakteren, die im ersten Augenschein eine recht unwichtige Rolle für das Hauptspiel spielten. Auf der einen Seite steht Rocker und Biker Johnny Klebitz und auf der anderen Gay Tonys Bodyguard und Geschäftspartner Luis Lopez, der sich im Disco Dschungel wohlfühlt. Welche Abenteuer die Beiden erleben und welche Rolle sie beim genauen Betrachten für die Handlung von “Grand Theft Auto 4″ spielen, erfahrt ihr nach dem bekannten Klick.
In “The Lost And Damned” übernehmt ihr die Rolle von Johnny Klebitz, der der Bikergang The Lost Motorcycle Club angehört und mit ihr durch die Staßen von Alderney seine Runden dreht. An sich ist Klebitz der Vizepräsident der Gang, aber durch den Besuch des Clubpräsidenten Billy Grey hinter schwedischen Gardinen übernimmt Johnny zukünftig die Führung. Von da an läuft es für die Gang sehr positiv, weil er die durch Billys Führungsstil finanziell angeschlagene Gang durch neue Deals und Bündnisse wieder ans rettende Ufer rangiert. Eins dieser Bündnisse besteht mit ihren Erzrivalen The Angels Of Death, die ihnen den Handel mit Drogen und Waffen ohne große Hindernisse erlaubt. Jeder Urlaub endet mal und so kehrt nach einem Jahr Billy Grey wieder zurück und nimmt prompt seinen ursprünglichen Platz an der Spitze ein. Dieser ist wenig beeindruckt von Johnnys Arbeit und sieht einen anderen Weg für seine Gang vor. Während Johnny den bereits betretenen ruhigeren Pfad weitergehen will, möchte Billy alles auf die harte Tour durchziehen mit Anschlägen und Chaos in der Stadt. So bricht Billy das Bündnis mit den Erzrivalen und führt die Losts in einen Gangkrieg, der nicht nur das Verhältnis zwischen Billy und Johnny auf die Probe stellt, sondern auch den Bund zwischen allen Gangmitgliedern des Lost Motorcycle Clubs.
“The Ballad Of Gay Tony” beinhaltet zwar den Besitzer der angesagtesten Bar Maisonette 9 und der angesagtesten Schwulendisco Hercules in Liberty City Tony Prince aka Gay Tony im Titel, aber der Hauptprotagonist ist sein Bodyguard und Geschäftspartner Luis Lopez. Sein Job wäre um ein Vielfaches einfacher wäre halt nicht Gay Tony, denn dieser reitet sich von einem undichten Deal zum Anderen und wer muss ihn da dauernd rausholen? Natürlich sein Partner Luis Lopez, der neben dem Ganzen noch seine Mutter finanziell kräftig unter die Arme greift und auch seine Freunde Henrique Bardas und Armando Torres nicht im Stich lässt, aber dafür weder Lob noch Anerkennung bekommt. Mit dem immer mehr zusammenbrechenden Imperium von Gay Tony und den Problemen dahinter kommt Luis mit weiteren Personen in Kontakt, die mehr oder minder legal ihr Glück in Liberty Ciy finden wollen. Darunter auch Yusuf Amir (gesprochen vom britisch-iranischen Stand-Up Comedian und Schauspieler Omid Djalili), der ein Faible für unverkäufliche Dinge hat und sich ein eigenes Denkmal in der Geschichte von Liberty City und sogar der Bibel mit dem von ihm gebauten Wolkenkratzer setzen will. Luis muss einsehen, dass Geld die Welt regiert und jeder auf seine Art und Weise käuflich ist. Selbst er erkennt an einem Punkt welcher Preis auf seinem Preisschild steht, um eventuell seine Entscheidung und sein Handeln zu beeinflussen.
Im spielerischen Sinne erfindet “Episodes From Liberty City” das Hauptspiel nicht neu, aber bereichert es mit neuen Features, Waffen, Songs, TV Serien und anderen Perspektiven auf Teile der Handlung um Niko Bellic. So steht in Johnny Klebitz Abenteuer der Zusammenhang zwischen den Gangmitgliedern im Vordergrund, was durch die gemeinsamen Touren durch Alderney erst deutlich wird. Sobald die Gruppe in Formation durch die Straßen düst erscheint hinter dem Führer Billy das Logo des Lost Motorcycle Clubs. Von da an heilt sich die Gang gegenseitig auf und das sogar über den Maximalwert, was vor einem Gefecht eine fehlende Kugelsichere Weste wett macht. Was sich nun so schön anhört ist in der Praxis leider kein Sonntagsspaziergang, denn man muss nicht nur das gemächliche Tempo der Truppe halten, sondern auch Rücksicht auf die KI Kollegen nehmen. Diese finden hin und wieder ihre Positionen nicht oder stehen bzw. rollen einem in den Weg. Bei meinen Versuchen klappte das gemeinschaftliche Aufheilen nur zwei bis drei Mal, was nicht gerade sehr nach einem überzeugenden Feature klingt. Das Gruppendasein wird auch im Telefonbuch des eigenen Mobiltelefons deutlich, denn sämtliche Kollegen können von Anfang an dort gefunden werden und kommen auch mit neuen nützlichen Dienstleistungen. Neben den bekannten Waffenhändlern und privaten Taxifahrern kann man sich nun Fahrzeuge zukommen lassen und zudem im Fall von “The Lost And Damned” auch Helfer, die mit euch die nächste Schießerei angehen.
Mehr Features liefert “Episodes From Liberty City” neben den Missionen. Ihr könnt zum Beispiel nun euer Talent auf der Driving Range unter Beweis stellen oder in Discos das Tanzbein per Minispielchen schwingen. Auch das Armdrücken und Karten spielen mit Gangkollegen ist möglich, sowie Motorradrennen, Gangfights um bestimmte Territorien. Die zwei interessantesten Freizeitfeatures in meinen Augen sind die Untergrundkämpfe auf die ihr sogar wetten könnt und die vielzähligen Möglichkeiten, um einen Base Jump über Liberty City auszuführen, um dann auf einem fahrenden Laster aufzuspringen. Dass bringt nicht nur zusätzliches Geld ein, sondern auch viel Spaß mit sich. Generell ist “Episodes From Liberty City” durch “The Ballad Of Gay Tony” ein recht Luft lastiges Spektakel geworden, aber dazu gleich mehr.
Das Waffenarsenal wurde natürlich auch aufgestockt mit einem Granatwerfer (HK-69), einer Assault Shotgun (Streetsweeper), einem Billardqueue, Rohrbomben, einer abgesägten Schrotflinte, 9mm Automatik (CZ-75), .44 Pistole, Explosiv-Schrotflinte (Atchisson Assault Shotgun), einem Sturm-SMG (FN P90), einer goldenen SMG (Yusufs Uzi), einem weiterentwickeltem MG (M249 SAW) und Scharfschützengewehr und ganz praktisch Haftbomben.
In Sachen TV und Radio darf man sich wieder auf viele Lacher und Ohrwürmer freuen. Der Flimmerkasten liefert, neben neuen Folgen über die Geschichte von Libery City und den “Republican Space Rangers”, die Anime Überverarsche “Princess Robot Bubblegum“. Allein durch den damaligen Trailer habe ich mich wie ein Kind auf die Serie gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Um es kurz zu fassen: Ich habe selten so gut und laut gelacht. Die Radiolandschaft bekommt mit “Episodes From Liberty City” gleich drei neue Sender, einen besonderen neuen Moderator und einen Haufen neuer Songs. Hinter Vice City FM verbringt sich, wie man es sich schon denken kann, eine Hommage an die musikalische Untermalung von “Grand Theft Auto: Vice City”, dass wie Kenner der Serie wissen sehr 80′s lastig war. Im Sendeplan stehen T’Pau – Heart and Soul, Texas – I Don’t Want A Lover, Marillion – Kayleigh, Hall & Oates – Maneater, Roxette – The Look, John Farnham – You’re the Voice und viele viele mehr. Mit RamJam FM lebt der Reggae in Liberty City hoch mit Künstlern wie Ini Kamoze, Damian “Jr. Gong” Marley, Barrington Levy oder Toots & The Maytals. Der letzte Sender im Bunde heißt Self-Actualization FM und ist ein Sender für Ambient und Chillout Fans, der vor allem bei Nachtfahrten mit Tom Middletons “Moonbathing” recht passend klingt. Als besonderen Moderator dürfen sich Fans der härteren Gangart auf keinen anderen als Max Cavalera freuen, der bei L.C.H.C. (Liberty City Hardcore) nun seine eigene Extreme Metal Show bekommen hat und mit Sepulturas “Dead Embryonic Cells” nicht nur sich selbst, sondern auch die Essener Band Kreator – Awakening Of The Gods, At The Gates – Slaughter Of The Soul oder Cannibal Corpse – I Cum Blood hochleben lässt. Durch das Rockerszenario von “The Lost And Damned” wird auch die Songliste von Liberty Rock Radio 97.8 mit Klassikern wie Edgar Winter Group – Free Ride, Aerosmith – Lord Of The Thighs, Deep Purple – Highway Star, AC/DC – Touch Too Much, The Doors – Five To One, Alice Cooper – Go To Hell, Iron Maiden – Run To the Hills, Mötley Crüe – Wild Side oder Bon Jovi – Wanted Dead Or Alive erweitert. Selbiges gilt auch im Falle von “The Ballad Of Gay Tony” für Karl Lagerfelds Songauswahl für K109 The Studio. Dort motivieren euch von nun an A Taste Of Honey – Boogie Oogie Oogie, The Trammps – Disco Inferno, Sister Sledge – He’s The Greatest Dancer, Dan Hartman – Relight My Fire oder Peaches & Herb – Shake Your Groove Thing dazu eurer Tanzbein zu schwingen und ein Wenig zu grooven.
So schön sich das Ganze anhört bedeutet dies nicht, dass auch die beiden Episoden durch ihre Handlung und Wirkung überzeugen. Auf den ersten Blick müsste “The Lost And Damned” genau mein Szenario sein was die Stimmung, den Look, den bevorzugten Fahrzeugen und vor allem den Soundtrack angeht, aber leider hält mich dieses nicht durchweg an der Stange. Ich finde die Idee ein Teil einer Gruppe zu sein richtig gut, aber die Umsetzung hindert mich daran mich als Teil dieser Truppe zu fühlen und meine Kollegen als Freunde anzusehen. Was bei “Call Of Duty: Modern Warfare 2” von der ersten Minute zieht kommt erst in der Endsequenz für einen kleinen Moment bei mir auf. Das Problem ist halt, dass das Spiel einem zwar die Truppe an die Seite stellt und sie auch für ein paar Missionen in die Story involviert, aber das Gefühl unter Freunden zu sein kommt nicht auf. Dazu fehlen Ereignisse und Hintergrundinformationen, die euch mit dem Rest der Gruppe eng verbinden. So sitzt einer der Biker im Rollstuhl und es geht völlig an einem vorbei warum und wieso er in diesem Rollstuhl sitzt bzw. man Mitgefühl für ihn haben sollte. Ich hatte zwar durch die Zwischensequenzen das Gefühl in als sympathischen Kerl einzuschätzen, aber diese mögliche Bindung weiter zu erforschen oder zu einer wirklichen Freundschaft weiterzuentwickeln ist in diesem Spiel nicht möglich. Selbiges gilt auch für den Rest der Gang. Zwar kann man mit ihnen Kartenspielen, Armdrücken, trinken oder Reviere erobern, aber dort wirken diese wie austauschbare Bots. Hier hätte man mehr Missionen einbauen müssen in denen man wichtige Ereignisse erlebt bzw. sie nach mehreren Treffen beschützen muss. Es fehlt halt eine Hintergrundgeschichte zu Johnny und der Gang. Er hat sie wieder nach oben gebracht, aber wenn ich dies nicht selber miterlebe geht dieser Fakt völlig an einem vorbei und dies ist auch der Grund warum Billy als neuer Feind am Horizont so gar nicht wirkt. Würde das Spiel einem den Neuaufbau der Gang nach Billys Einbuchtung spielerisch miterleben lassen, dass würde man auch das Ausmaß des erneuten Schadens an ihr durch Billys Rückkehr spüren und ihn als Feind akzeptieren. Leider fehlt dieser Part und auch Billy, da er fast durchweg auf schwedische Gardinen starrt. Dadurch kommt weder ein Gefühl von Rache auf noch die Einsicht warum Billy, denn der Oberböse in der Handlung sein soll? Gerade deswegen fehlt es der Handlung an Spannung und Intensität, um wirklich mit Spaß und Elan an die Missionen zu gehen. Auch das typische Feuerwerk der “Grand Theft Auto” Teile fehlt hier. Anstatt eine atemberaubende Explosion nach der anderen zu liefern dümpeln die Missionen vor sich hin und bieten eher Standardkost als den nächsten Fix für Mehr und Größeres. Ihr helft zwar Gefangenen dabei erst gar nicht ins Gefängnis überliefert zu werden oder schießt euch aus anderen Gründen in eins hinein oder liefert euch Schießereien auf dem Sozius eines Motorrads, aber es fehlt der “Grand Theft Auto” typische Must See Faktor, den die Serie seit spätestens “Grand Theft Auto 3″ ausmacht. Vielleicht habe ich von dem Szenario zu viel erhofft, aber es hat mich einfach nicht gepackt. Dennoch hat “The Lost And Damned” auch seine positive Seite, die sich vor allem Abseits der Story breit macht. Denn mit Johnny Klebitz klebt euer Hintern wie eine Eins am Sitz und macht die häufigen Stürze vom Motorrad aus dem Hauptspiel vergessen. Schließlich ist es Johnnys Gefährt des Vertrauens und es würde schon mit unrechten Dingen zugehen, wenn er dieses nicht besser beherrschen könnte als Niko Bellic. Somit werden vor allem die Fahrten mit dem richtigen Radiosender in den Ohren zu einem angenehmen Erlebnis, dass man gerne wieder und wieder wiederholen möchte.
Ganz anders ist es bei “The Ballad Of Gay Tony” der Fall, denn hier geht es für “Grand Theft Auto” Verhältnisse richtig zur Sache. Vom Abschießen von Neidern per Golfball auf einer Driving Range samt Flucht per Golfwagen; Verfolgungsjagden per Boot oder Heli über Anschläge auf einen Baukran, einer S-Bahn und einem Flugzeug; Entführungen von Hubschraubern, S-Bahnwagons und einem Panzer bis zu waghalsigen Befragungen in der Luft samt freien Fall oder unzähligen Massenschießereien. Ihr werdet kaum aus dem Staunen herauskommen, gebannt vor dem Bildschirm sitzen und euch dabei ertappen, wie ihr euch mit dem Satz “Ich mach noch die eine Mission” von allen anderen Tätigkeiten abhalten werdet. Auch im Sinne Bindung an einen anderen Charakter läuft es bei “The Ballad Of Gay Tony” viel besser, da ihr ständig Gay Tony vor sich selbst und seinen Neidern schützen müsst. Dadurch entwickelt sich die Konstellation der beiden von alleine und auch die Hintergrundinfos reichen aus, um einzusehen, dass hinter dem Tollpatsch ein netter und hilfsbereiter Mensch steckt, der Menschen eine Chance gibt, die von der Gesellschaft durch ihre Laster übersehen werden. Hier wird direkt von der ersten Minute deutlich, dass Tony Luis braucht und somit das eigene Handeln auch wichtig ist und Bedeutung hat ohne sich am Ende Fragen zu stellen warum man sich das überhaupt antut. Man kann sich schon denken, dass mich “The Ballad Of Gay Tony” schon durch die Story gepackt hat und viele Must See Erlebnisse aneinander reiht. Leider gab es durch die unschön gesetzten Speicherpunkte den einen oder anderen Frustmoment, wo eine auf den letzten Metern verlorene Schießsequenz komplett neu angegangen werden musste, aber im Ganzen ist “The Ballad Of Gay Tony” eine sehr gute Ergänzung zum bereits sehr guten Hauptspiel.
Eine Besonderheit, die beide Episoden ausmacht, ist, dass sie sich von den Handlungssträngen her sowohl untereinander als auch mit dem Hauptspiel kreuzen. So sieht man Luis als Besucher der Bank am Boden liegen während Niko diese mit seinem Anhang beklaut oder Niko Gay Tony seine Freundin nach einer mehrtägigen Gefangenschaft übergibt. Johnny konnte man bereits mehrmals zusammen in Aktion mit Niko in “Grand Theft Auto 4″ sehen, wo sie im Dienste von Elizabeta Torres unterwegs waren. Alle drei Wege kreuzen sich erst zum Ende hin so richtig, denn alle drei sind beim großen Diamantendeal im Libertonian involviert. Wie und warum müsst ihr an dieser Stelle selber heraus finden, aber es ist wirklich interessant zu sehen wie sich dieser Konflikt durch viele kleine Puzzleteile zusammensetzt und was während bestimmten Aktionen im Hintergrund bei Johnny, Niko oder Luis passierte. Das erinnert nicht nur an “Pulp Fiction”, sondern wirkt auch so und wertet im Nachhinein die Tragweite er Ereignisse aus “The Lost And Damned” auf. Sowohl Luis als auch Johnny, die wie kleine Nebencharaktere in “Grand Theft Auto 4″ wirken bekommen durch ihre eigene Sicht der Dinge eine viel wichtigere Rolle als man sie ihnen Anfangs zusprechen will und genau dies macht das ganze Paket so interessant.
Fazit:
Nimmt man “Grand Theft Auto 4″, “The Lost And Damned” und “The Ballad Of Gay Tony” als Ganzes, dann ist es ein richtiges Ereignis, dass man gesehen haben muss. Anfangs wirkt es wie ein Wirrwarr aus Handlungssträngen, aber je weiter man ihnen folgt desto wichtiger werden diese und bilden am Ende ein großes Bild, dass sich bei näherer Betrachtung als Geniestreich seitens Rockstar Games herauskristallisiert. Alles passt perfekt zusammen und wirkt schlüssig und nachvollziehbar ohne große Fragen. Losgelöst von dem Gebilde als einzelne für sich stehende Episoden sieht es aber anders aus, denn die Handlung von “The Lost And Damned” lässt kaum Stimmung aufkommen und schafft es nicht das Gefühl zu erzeugen mit einem engen Kreis von Freunden unterwegs zu sein und einen wahren Feind das Handwerk zu legen. Hier fehlt es an spielerischen Ereignissen, die die Truppe zusammenschweißt, und an Hintergrundinformationen zu den einzelnen Gangmitgliedern. Somit verflacht “The Lost And Damned” durch die Geschichte, seine Charaktere und den recht unspektakulären Missionen zur Standardkost im sonst so actionreichen Universum. Dies macht “The Ballad Of Gay Tony” von der ersten Minute an besser und lässt sogar Mitleid für den Probleme schaffenden Gay Tony aufkommen. Bei der Lösung von Tonys Problemen lässt diese Episode es krachen was das Zeug hält und langweilt einen nicht mit schnöden Missionen, die man schnell abhakt, um in der Story voranzukommen. Mit Luis neuem Freund Yusuf Amir hat Rockstar Games zudem den für mich sympathischsten und lustigsten Charakter des “Grand Theft Auto” Universums erschaffen. Er mag zwar leicht verpeilt und größenwahnsinnig sein, aber dennoch habe ich ihn ins Herz geschlossen und mich auf jede Szene mit ihm gefreut. Die neuen Features beider Episoden bereichern nicht nur das Hauptspiel, sondern verlängern auch die Zeit in der man sich in Liberty City austoben möchte. Von Motorradrennen über Untergrundkämpfe bis zu Base Jumps bietet das Episodenpaket namens “Episodes From Liberty City” genug Stoff, um die gerade mal 30€ ohne mit der Wimper zu zucken auf den Tisch zu legen. Vor allem wo für ATI Grafikkartenbesitzer wie mich das Spiel nun um einiges ruckelfreier verläuft als es beim Hauptspiel der Fall war. Schade nur, dass es keine Episode mit Yusuf Amir als spielbaren Hauptcharakter gibt. Was aber noch nicht ist kann ja noch werden!
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Systemanforderungen:
Minimale Systemvoraussetzungen:
Betriebssystem: Windows XP (SP3) / Windows Vista (SP2) / Windows 7
Prozessor: Intel Core 2 Duo 1.8Ghz oder AMD Athlon X2 64 2.4Ghz
RAM: 1.5 GB
Grafikkarte: 256MB NVIDIA 7900 oder 256MB ATI X1900
Freier Festplattenspeicher: 16 GB
Weitere Plattformen:
- Xbox 360
- PlayStation 3
Links:
Offizielle Seite
GTA4: Episodes From Liberty City – Official Trailer #2:
GTA4: The Lost And Damned – Trailer 2:
GTA4: The Ballad Of Gay Tony – Debut Trailer:
Screenshots:



































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