Empire: Total War (Podcast: Game-Review)

Empire-TotalWarFür Königin und Vaterland!
Seit dem 04. März ist der zweite große Strategie-Hit zu haben. Säbel gewetzt und Steinschloss gespannt, Dreispitz aufgesetzt. Begebt euch in das 18. Jahrhundert und nehmt einen Platz an der Sonne ein – die Anderen tun’s doch auch…



Steam… ta-dah:
“Empire” muss auf ein Steamkonto installiert werden, kann dann aber nach der Onlineaktivierung auch offline gespielt werden. Wie bei allen Spielen auf der Steamplattform updatet sich Empire auf Wunsch bei stehender Internetverbindung selber. Die Installation auf unserem Testrechner war nach einer guten Viertelstunde abgeschlossen.

Hin und her:
“Empire: Total War” ist eine Mischung aus Runden- und Echtzeitstrategie. Auf einer Übersichtskarte verschiebt man seine Truppen, baut Handelswege aus, rekrutiert neue Truppen oder besteuert Provinzen – Rundenbasiert. Trifft das eigene Heer oder die eigene Flotte auf Gegner, darf man sich entscheiden, ob man sich lieber zurückziehen (bei der Bundeswehr nennt man das Ausweichen ^^) oder dem bösen bösen Feind (bbF) eines auf den Dreispitz gibt! Letzteres ist eh besser, weil es umso mehr Spaß macht… sofern man eine schlagkräftige Truppe beisammen hat – Echtzeit.

Einfach riesig:
Der Einstieg in das doch recht komplexe Spiel wird Einsteigern erfreulich einfach gemacht. Es gibt zunächst eine Tutorial-Kampagne, die nach und nach sämtliche Spielinhalte vermittelt. Man beginnt mit den Pionieren von Jamestown und muss sich zunächst mit den amerikanischen Ureinwohnern herumschlagen. Das neue Land verteidigt man dann gegen die Franzosen und später kämpfen die 13 Gründerkolonien dann für die Unabhängigkeit gegen die Briten. Das hier Erlernte kann man dann in der Großen Kampagne weiter nutzen. Man darf eine von 11 Parteien wählen und diese zu Ruhm und Reichtum führen. Siegbedingung ist, im Zeitraum von 1700 bis 1799 die Größtmögliche Anzahl von Prestigepunkten auf dem Konto zu haben, die man z.B. für das Einnehmen bestimmter Provinzen bekommt. Neben dem militärischen Aspekt lassen sich auch in den Bereichen Gesellschaft und Wirtschaft Prestigepunkte sammeln. Mit politisch Verbündeten können sogar Durchmarschrechte ausgehandelt werden.

Der Rubel muss rollen:
Truppen kosten Geld. Neben den Anschaffungskosten fallen auch noch Handlungskosten an. Außerdem will das Reich ja auch ausgebaut werden. Steuereinnahmen, die man für die Ober- und Unterschicht individuell festlegen darf, lassen die Kasse ebenfalls klingeln. Handel mit anderen Nationen ist aber nicht zu Unterschätzen. Seltene Waren wie z.B. Kaffee werfen besonders hohe Erlöse ab – Grund genug um dafür Krieg zu führen.

Zu Land und zu Wasser:
Schlachten bestreiten man wie schon erwähnt in Echtzeit. Vor einer Schlacht hat man als Feldherr die Möglichkeit, die Truppen strategisch auf dem Schlachtfeld aufzustellen. Zur Verfügung stehen einem diverse Infanterie-Typen, Artillerie und Kavallerie. Die Truppen bewegen sich in Formationen, die man bei gedrückter linker Maustaste und durch ziehen des Cursors verändern kann.
Das Gelände bietet einem strategische Vor- und Nachteile wie dicht bewaldetes Gelände, Hügel und sogar von Infanterie betretbare Gebäude, die kurzerhand als kleine Bastionen dienen. Neben Scharmützeln auf weiter Flur gibt es auch Belagerungsschlachten. Vor solch einer Schlacht kann man die Belagerung hinauszögern und so die Verteidiger aus ihrer isolierten Stellung herauszwingen um diese verwundbarer zu machen. Bei Seeschlachten manövriert man seine Schiffe mit dem Wind gen Feind. Den eigenen Bordkanonen stehen drei verschiede Munitionstypen zur Auswahl. Kettenkugeln zerfetzen die Segel, Kugeln durchlöchern den Rumpf und Schrot dezimiert die gegnerische Besatzung. Letzteres eignet sich gut, wenn man vor hat den anderen Pott zu entern und in seine Flotte aufzunehmen. Außerdem sammeln die eigenen Truppen Erfahrung und kämpfen fortan effektiver. Da macht es Sinn, schwer angeschlagene Regimenter aus einer Schlacht zurückzuziehen, damit sie an einem anderen Tag ausgeruht weiterkämpfen können.

Fazit:
“Empire: Total War” bietet wirklich viel, da bekommt der Spieler was für sein Geld! Die Kampagne bietet einen hohen Widerspielwert. Unterdrücke ich die anderen militärisch, baue ich lieber ein Handelsimperium auf oder vielleicht doch eine Mischung aus beidem? Man hat die Wahl und da sind ja noch die 11 verschiedenen Nationen mit anderen Vor- und Nachteilen. Trotz des Umfangs und der Detailliebe fallen die ab und zu dumme KI und die schlechte Wegfindung der Truppen negativ auf. Auch die Ladezeiten hätten meines Erachtens kürzer ausfallen können. Abstürze konnte ich bisher keine verzeichnen. Patches sind ja schon in der Mache. Ein Muss für jeden “Total War”-Fan, Hobbystrategen und für solche, die das Szenario mögen.

Freigabe: USK12

Systemanforderungen:
Minimale Systemvoraussetzungen:
Betriebssystem: Microsoft Windows XP / Vista / Vista64
Prozessor: 2,4 GHz Single Core Intel-, AMD- oder vergleichbarer Prozessor
RAM: 1 GB RAM (XP), 2 GB RAM (Vista)
Grafikkarte: DirectX 9.0-kompatible 256-MB-Grafikkarte (Shader 2.0 oder höher)
Soundkarte: DirectX® 9c kompatible Soundkarte
Freier Festplattenspeicher: 15 GB

Links:
Offizielle Seite

Empire: Total War – Trailer:

Empire: Total War – Seeschlachten:

Empire: Total War – Landschlachten:

Empire: Total War – GameStar Boxenstopp: Special Forces & Steam:

Screenshots:

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