Dungeonslayers (Podcast: Games-Review)

DungeonslayersAlso gut – Nachdem das Dutzend Orks von euch niedergemetzelt und geplündert wurde, betretet ihr die angrenzende Halle. Dort, im Schein eurer Fackel, erkennt ihr unheilige Symbole, die nun die einst schmückenden Wandmalereien verunstalten. Genau in der Mitte des Raumes steht eine einzelne Gestalt in dunklen Roben, von der eine bedroh… Ja, ja – schon gut. Aaangriff!!!!
Hinter dem Klick gibt es mehr von unserer ersten P&P RPG-Review.

Das Rollenspiel “Dungeonslayers” bietet mit einfachen Mitteln eine menge Spaß. Im Zuge der Retro-Clone Welle aus den Staaten – siehe “Labyrinth Lord” – gibt es nun einen echten deutschen Vertreter in dieser Reihe. Anders als “Labyrinth Lord” und ähnliche Spiele, simuliert “Dungeonslayers” jedoch nicht eine bestimmte Version bekannter alter Regeln in einem neuen Gewand. Das Spiel versucht viel mehr, den Flair klassischer Dungeoncrawls auf Deutsch zu simulieren. Die einfachen Spielmechaniken erlauben ein Rollenspiel in den Fantasywelten unserer Rollenspiel-Jugend, wo das Gute noch gut ist und die Bösen noch klar erkennbar sind. Tiefschürfende Dramen oder einfühlsame Charakterentwicklung sind nicht das Ziel von “Dungeonslayers”, sondern hier geht’s darum den Keller zu säubern und den Schatz einzusacken.
Gerade die sehr rudimentären Regeln machen das Spiel in meinen Augen perfekt zu einem Einsteigersystem. Menschen, und hier meine ich vor allem junge Menschen, die zum ersten Mal mit Pen and Paper Rollenspielen in Berührung kommen, kann man mit den einfach zu erklärenden Regeln sehr schnell für eine Proberunde gewinnen. Jetzt mag der ein oder andere Nörgler kommen und sagen: „Ja schön und gut, aber besteht nicht die Gefahr, dass das Charakterspiel hier für pures Hack ‘n’ Slay geopfert wird? Werden da nicht „schlechte“ Ideen von Rollenspiel den neuen Spielern gegeben?“
In meinen Augen sehe ich diese Gefahr nicht. Gerade die mit wenigen Werten beschriebenen Helden der Spieler, werden mit der Zeit immer detaillierter und wachsen zu echten Charakteren heran – wenn man es zulässt.

Fazit:
Passend zu diesem Text, haben wir gestern Abend noch eine nette kleine “Dungeonslayers”-Runde gespielt. Außer mir kannte keiner das Spiel und dessen Regeln. Die Helden waren schnell (etwa eine Viertelstunde – da ich leider nur ein Exemplar zur Einsicht der Ausrüstung ausgedruckt hatte) erstellt und die wenigen Regeln erklärte ich dabei. Die vier Helden begannen dann auch recht schnell den Keller des armen Wirts im mitgelieferten Abenteuer „Herr der Ratten“ zu säubern. Die kleinen Ratten stellten für die Gruppe keine Probleme dar, doch war die Überraschung groß als man auf die ersten Riesenratten traf und den kleinen Schrein des Rattengottes entdeckte. Ich glaube den Spielern hat ihr erster kleiner – unsere Spielzeit wurde durch das übliche Gerede und etwas Alkohol dabei gestreckt – Dungeon gut gefallen.
Ich kann jedem Interessierten nur empfehlen einen Blick auf die Webseite zu werfen und sich selber einen Eindruck vom Spiel zu machen, es lohnt sich. Neben den gut aufgemachten Regeln in PDF-Format gibt es eine „Dungeon2Go“-Reihe, die Abenteuer auf einer Seite für den spontanen Rollenspielabend mit Freunden bereithält. Das aktive Forum ist auch Anlaufpunkt für Ideen und Kritik, und bietet meist einen Snekpeak auf kommende Regelerweiterungen. Hier kann sich Jeder mit einbringen und ein Teil des Spiels werden.

Links:
Offizielle Seite

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