Borderlands (Game-Review)

BorderlandsWas kommt dabei heraus wenn man “Diablo” mit “Fallout” und “Doom” kreuzt, das ganze noch mit einer dezenten Priese “Pitch Black” und “Need For Speed” abschmeckt und in coole Comic-Grafik setzt? Ein RPS natürlich!?
Im Role Playing Shooter “Borderlands” von Gearbox kämpft man auf einem öden Planeten mit allerhand Wummen gegen allerhand Banditen und allerhand Weltraum-Ungeziefer. Immer das Ziel vor Augen noch bessere Knarren zu finden und dem nächsten Level-up hinterher zu jagen. Die Story (?) gerät da zur völligen Nebensache ^^

Vor der Installation ist…
Die Folie abgerissen und die Scheibe in den Antrieb gelegt, dauert die Installation rund 20 Minuten – knapp 7 GB sind dann auf der Platte. Das Spiel muss zu Beginn online aktiviert werden. Trotz SecuROM hat man erfreulicherweise bei “Borderlands” keine Installationsbegrenzungen. Die Disk muss zum Spielen eingelegt sein.

Die Story…
ist schnell erzählt. Man befindet sich auf dem entlegenen Planeten Pandora und will eine Kammer finden, die vor Alien-Artefakten überquellen soll… doch gibt es diese Kammer mit all dem Reichtum überhaupt? Dies herauszufinden ist euer Job!
Doch Obacht! Ihr seid nicht die Einzigen neben den friedlichen Siedlern auf Pandora. Fieses Gesindel treibt Schabernack auf dem Planeten. Jeder will halt der Reichste und Mächtigste sein.
Zu Beginn des Spieles sucht man sich einen von vier Charakteren aus. Da wär’ zum einen der Soldat mit Namen Roland der bevorzugt mit Sturmgewehren und Schrotflinten auf seine Gegner losgeht, zudem darf er als Spezialfähigkeit einen Geschützturm aufbauen, der verbündete mit Munition und heal versorgen kann. Brick der Schläger klatscht seine Gegner am liebsten Bud Spencer like an die Wand. Lilith, das einzige Weib unter der Truppe benutzt am liebsten Brand-, Schock- und Säurewaffen. Außerdem besitzt sie die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen. Mordecai ist der Sniper und Revolverman unter dem Quartett und hetzt seinen zahmen Falken auf Feinde.

Gameplay:
Das Spielprinzip ist denkbar einfach. Wie im oft genannten Ur-Shooter Doom flitzt man über die Karte und legt alles um, was einem vor die Flinte kommt.
Für erledigte Gegner und erfolgreich abgeschlossene Aufträge erhält man Erfahrungspunkte und steigt im Level auf und erhält automatisch mehr HP’s. Rollenspielmäßig wird euch angezeigt, wie viel Schaden ihr macht… ab und an sind auch kritische Treffer dabei. Zudem darf man in seinem Fertigkeitsbaum pro Aufstieg einen Punkt auf eine Spezialfähigkeit verteilen.
Rangaufstiege gibt es auch für die einzelnen Waffengruppen. Wer häufig Sturmgewehre benutzt, bekommt dann hier drauf einen Bonus sowie auf andere oft genutzte Schießprügel. Das war’s dann eigentlich auch schon. Viel weiter entwickelt sich der Protagonist nicht. Attribute wie Geschicklichkeit oder Intelligenz fehlen gänzlich… der Held ist halt so blöd oder klug wie der Typ vorm Monitor ^^

Das Content-Generierungssystem von Gearbox versorgt euch mit einer schier unendlich wirkenden Masse an Waffen. Die Waffen unterscheiden sich jeweils in den Standartwerten Schaden, Zielgenauigkeit und Feuerrate. Des Weiteren kommen Boni wie Feuerschaden,  zusätzlich addierter Schaden von x % oder verkürzte Nachladezeiten dazu. Praktischerweise lassen sich zu leichteren Übersicht Waffen direkt vergleichen, um so die direkten Vor- und Nachteile zu studieren.
Außerdem sind wie bei “Diablo” einige Waffen farblich markiert. Dies zeigt den “Seltenheitsgrad” (weiß, grün, blau, lila und orange) der Krachlatten an. Entsprechend des Farbcodes sind Waffen dementsprechend wertvoll.
Erbeutete Ausrüstung lässt sich an an “Kühlschränken” anmutenden Automaten verkaufen. Diese gibt es in drei Variationen. An einem kauft man seine Knarren, der andere flickt einen wieder zusammen und dann gibt es da noch den Munitionsautomaten.
Wer allerdings munitionssparend reisen möchte, sollte sich in einen Buggy schwingen und die Gegner so plätten. Die Vehikel bringen die ganze Spielbalance durcheinander, denn diese sind viel zu stark. Es rasselt nur so Erfahrungspunkte, denn höherstufige Gegner lassen sich einfach überfahren!
Zudem regenerieren sich die Fahrzeug HP’s und zu allem Überfluss haben die Bordwaffen unendlich Munition an Bord.

Der Einzelspielermodus dürfte dennoch schnell eintönig werden. Die Story entfaltet sich kaum bis gar nicht. Einzig der Jäger und Sammler Trieb dürfte ausreichend angesprochen werden. Anders sieht es da wohl im Multiplayer, also eher im Coop-Modus, aus.
Hier können via LAN oder Internet vier Spieler auf Pandora ihr Unwesen treiben und sich auf die Suche nach der Sagenumwobenen Kammer machen. In Arenen bekommt ihr die Möglichkeit euch mit Mitspielern zu Messen.

Was dem Spiel zusätzliche Sympathiepunkte geben dürfte ist die nett anzusehende Comic-Grafik basierend auf der Unreal 3 Engine. Dieser Cel Shading Look gibt ein außergewöhnliches und spezielles Spielerlebnis fernab eines “Call Of Duty: Modern Warfare 2″ mit all seinem Realismus. Hier hebt sich “Borderlands” von seinen Konkurrenten ab und dürfte dennoch seine Fans bekommen. Auch der coole und atmosphärische Soundtrack kann sich auf jeden Fall hören lassen… ich sage nur… “Ain’t No Rest For The Wicked” von Cage The Elephant!
Obwohl das Game hierzulande geschnitten vertrieben wird, wird in online gestellten Vids deutlich, das man makaberen und böse spritzigen ( ^^ ) Humor auch getrost im Comic Look inszenieren kann.

Fazit:
Wer schon immer mal wissen wollte wie “Diablo” wohl als Shooter wäre und kein allzu großen Wert auf eine tiefsinnige Story setzt bekommt hier reichlich Spaß für seine (T)Euros. Das Spiel weckt in jedem von uns die bekannten Ur-Triebe der Jäger und Sammler. Obwohl der Singleplayer-Modus nicht lange motivieren dürfte ( Ich habe das Game noch nicht durch, aber es stellt sich schnell Eintönigkeit ein) motiviert der Multiplayer umso mehr. Es macht einfach Spaß mit Gleichgesinnten ^^ Jagt auf bessere Ausrüstung zu machen…wobei jeder ist sich selbst der nächste Jäger und Sammler.

Freigabe: Keine Jugendfreigabe

Systemanforderungen:
Minimale Systemvoraussetzungen:
Betriebssystem: Windows XP oder Windows Vista
Prozessor: 2,4 GHz oder vergleichbar
RAM: 1 GB RAM (XP), 2 GB (Vista)
Grafikkarte: 256 MB Grafikkarte oder besser (GeForce 9-Serie/Radeon R8xx-Serie)
Freier Festplattenspeicher: 8 GB

Weitere Plattformen:
- Xbox 360
- PlayStation 3

Links:
Offizielle Seite

Borderlands – Comic Con 2009 Trailer:

Borderlands – Gameplay Trailer:

Borderlands – Intro:

Borderlands – Claptrap Web Series Episode #1:

Borderlands – Claptrap Web Series Episode #2:

Screenshots:

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