Vampire sind wieder populär. Nicht erst seut dem Teeniebeißer “Twilight” gehören Vampire wieder zu den großen Rennern auf den Leinwänden. Mit “True Blood” hat HBO eine Sere am Start, die mehr bietet als leichenblasse Teenies und oberflächliche Romantik. Doch lest selbst.
Story:
Sookie Stackhouse arbeitet im kleinen Städtchen Bon Temps in Louisiana als Kellnerin in einer Bar. Sie besitzt jedoch eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann Gedanken lesen. Zumindest die von Menschen. Seit einigen Jahren, genauer gesagt nach der Entwicklung von künstlichem Blut – dem True Blood – durch japanische Wissenschaftler, haben sich die Vampire als solche geoutet und sind aus ihren Särgen gestiegen. Ähnlich wie andere “Minderheiten” haben sie nun politische Vertreter und fordern die gleichen Bürgerechte ein, wie der Rest. Doch ihnen schlägt natürlich auch Hass, Angst und Rassismus entgegen, wer will schon wirklich mit einem Vampir im selben Haus oder der selben Nachbarschaft leben.
Sookie und die anderen Bewohner des kleines Städtchens haben bisher keinen Vampir zu Gesicht bekommen, außer im Fernsehen. Eines Abends erscheint mit Bill Compton jedoch ein echter Vampir in der Bar und Sookie fühlt sich direkt zu ihm hingezogen. Anders als bei den Menschen um sie herum, deren Gedanken sie ständig wahrnimmt und die sie ablenken und stören, kann sie Bills Gedanken nicht “hören”. Sie fühlt sich in seiner Nähe sehr “normal” und genießt die Ruhe der Gedanken. Im Verlauf der Sendung kommt es wie es kommen muss, und eine romantische Beziehung der jedoch etwas anderen Art entwickelt sich zwischen den Beiden.
Fazit:
HBO hat es mal wieder geschafft und mit “True Blood” eine sehr außergewöhnliche Serie geschaffen. Alan Ball, der kreative Kopf hinter der Serie, hat auf Grundlage der Romane von Charlaine Harris eine Serie auf die Beine gebracht, die irgendwo zwischen Vampirkitsch, Kostümfilm und Southern Gothic Novelle anzusiedeln ist.
Die Landschaft von Louisiana wird gekonnt als quasi zweiter Hauptdarsteller benutzt und erzeugt in Kombination mit der guten musikalischen Auswahl, meist regionaler Künstler, eine romantisch, unheimliche Stimmung. Die Schwüle der Sümpfe, die verrauchte Bar, der langsam dahinkriechende Score bilden dieses fantastische leicht anstößige und halb verkommene Südstaategemälde mit einem Hauch von “Der Untergang des Hauses Usher”. Das beste Beispiel für den gekonnten Mix verschiedener Stilelemente ist die Szene, in der Sookie im Bikini vor dem leicht heruntergekommenen Südstaatenhaus ihrer Großmutter zwischen etlichen Trauerweiden in der Sonne liegt und sich bräunt.
Inhaltlich bewegt sich die Serie zwischen der ungewöhnlichen Romanze – in der Sookie klar die Hosen anhat – und dem nicht immer so ungefährlichen Leben in Bon Temps. Denn dort geht ein Killer um…
Ich kann die Serie nur über alle Maßen loben und jedem empfehlen, der ein wenig Kitsch ertragen kann. Fans von Vampiren werden in jedem Fall bedient, aber auch Mystery- und Romantik-Fans werden zufrieden sein mit dem Abenteuern von Sookie Stackhouse und ihren Freunden. Dazu gibt es noch eine kleine Portion Gesellschaftskritik, so wie es bei HBO ja fast schon üblich ist.
Cast:
Anna Paquin (Sookie Stackhouse)
Stephen Moyer (Bill Compton)
Sam Trammell (Sam Merlotte)
Ryan Kwanten (Jason Stackhouse)
Rutina Wesley (Tara Thornton)
Links:
Offizielle Seite EN
True Blood – Opening:
True Blood – Trailer:
True Blood – Portrait Of Sookie:
True Blood – Season 2 Trailer:

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Was da ja mal wieder auffällt dass ich die Buchreihe schon länger in meiner amazon-Liste habe aber im Moment nicht dazu komme die Bücher zu lesen? Soll ich mir eher die Bücher antun oder nur zur Serie greifen? Oder ist es im Endeffekt egal?
Leider kann ich gar nicht viel zu den Büchern sagen, außer dass die Serie in einigen Punkten davon abweicht – aber wohl in Zusammenarbeit mit der Autorin. Was ich bisher über die Bücher gelesen habe, lässt vermuten, dass die ganz schön kitschig sind. Geht wahrscheinlich mehr in Anne Rice Ecke.
Ist aber nur eine Vermutung, und da die Bücher in Deutschland unheimlich fies aussehen, hab ichs bisher einfach gelassen.
Wenn du die aber mal gelesen hast, würde ich gerne mal deine Meinung dazu hören.