The Expendables (Podcast: Film-Review)

Dies ist der Film auf den viele Actionfans schon immer gewartet haben. So gut wie alle Größen des Actionkinos der 80er und 90er sind dank des Einsatzes von John Rambo … eh ich meinte natürlich Sylvester Stallone, in einem Film vereint und treten gewaltig in Ärsche. Wer sich bisher dachte “Meh, die sind eh zu alt” und deswegen dem Kino seiner Wahl noch keinen Besuch abgestattet hat, sollte weiterlesen und sich von mir umstimmen lassen. Alle die den Film bereits kennen, können aber auch gerne mit mir in Erinnerungen an wunderbare Actionszenen schwelgen.


Dies hier ist die verschriftlichte Version unserer Review aus der 42. Folge des Babbel-Net Podcast!

Inhalt:
Die Handlung lässt sich mit wenigen Worten zusammenfassen. Die Söldnertruppe “The Expendables” um Stallones Figur Barney Ross soll für Mr. Church – das freundliche Gesicht der CIA – die Insel Vilena von der Diktatur General Garzas befreien. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass dieser nur eine Marionette in den Händen von Ex-CIA Agent Munroe ist welcher nur an der Kokainproduktion der Insel interessiert ist. Während eines Erkundungstrips lernen Ross und sein Söldnerkumpel Lee Christmas (Jason Statham) die hübsche Sandra kennen, welche nicht nur gegen die Herrschaft von General Garza ist, sondern auch dessen Tochter ist. Nachdem die Söldner nun um die wahren Umstände auf der Insel wissen, entdecken sie ihr Gewissen und beschließen die Herrschaft von Garza und vor allem Munroe zu beenden.

Fazit:
Anders als Dennis bei seinem ersten Kinobesuch, gefiel mir “The Expendables” auf Anhieb. Dies lag natürlich an der netten Zustammenstellung von Schauspielern, die jedem Actionfan der älter als 12 ist, die Freundentränen in die Augen trieb bei der Bekanntgabe. Passend zum Film und seiner ganzen Präsentation lief zum Ende hin “The boys are back in town” von Thin Lizzy, was den Film in meinen Augen wunderbar umschreibt. Stallone und seine Kollegen, die man teilweise schon lange nicht mehr in echten A-Produktionen im Kino gesehen hat, kehren zurück als wären sie nie weg gewesen. Mit der ersten Szene stimmt die Chemie zwischen dem Zuschauer und den alten Herren auf der Leinwand. Deshalb braucht der Film auch nicht in ellenlange Backflashes schweifen, die den Hintergrund der Figuren schildern. Dem Zuschauer – so er denn einen Teil der Hochzeit dieser Schauspieler miterlebt hat – ist sofort klar wer dort wer ist und warum er Dinge halt so macht wie er es tut. Stereotypen sind im Actionkino oft gefragt und auch “The Expendables” bedient sich dieser, doch dank der “starken” Schauspieler fallen diese weit weniger auf. Wie Al Pacino oder Robert DeNiro, so empfindet man die Rollen im Film hier auch mehr wie eine Erweiterung der Schauspieler selber – natürlich um einiges abgedrehter und sportlicher -  doch spielt Stallone vor allem sich selbst, oder sollte ich besser sagen sein Image aus der Öffentlichkeit.
Wie im Podcast schon ausfürhlich besprochen, ist die Action der wichtigste Faktor eines solchen Films. Hier spaltet sich zwar etwas die Qualität von “The Expendables”, denn so sehen manche Effekte – gerade die Flammen – sehr kümmerlich aus, während die handfestere Action sehr gut rüberkommt. Bewusst legt Stallone als Regisseur auch den Fokus des Films auf diese old-schoolige Variante der Action, wo Männer noch echte Wände einschlagen und MGs kleine Dörfer zerlegen. Viele der Schauspieler im Cast sind vor allem bekannt durch Rollen die eine sehr körperliche Gewalt präsentieren und so weg gehen von den ganzen High-Tech Drahtseil Aktionen in “modernen” Actionfilmen, warum also die Maxime hier ändern? Wer diese nachvollziehbare – nicht realistische – Darstellung von Zerstörung und Gewalt mag und sich auch mit wenig Tiefe in der Story zufrieden gibt, wird voll auf seine Kosten kommen. Allen anderen “Frauen” – denn seien wir mal ehrlich, welcher “Mann” lässt sich solch einen Film entgehen – gebe ich zwar gerne eine Empfehlung, doch diese mit Vorsicht. Es tauchen nämlich keine Glitzereffekte auf nackter Haut auf, keine emolastigen Jungs und schon gar kein Geheule – gut schon, aber auch das nur im Folterkeller der CIA – ihr seid also gewarnt.

Laufzeit: 104 Minuten

Freigabe: Keine Jugendfreigabe

Cast:
Sylvester Stallone (Barney Ross)
Jason Statham (Lee Christmas)
Jet Li (Ying Yang)
Dolph Lundgren (Gunner Jensen)
Eric Roberts (James Munroe)
Randy Couture (Toll Road)
Steve Austin (Paine)
David Zayas (General Garza)
Giselle Itié (Sandra)
Charisma Carpenter (Lacy)
Gary Daniels (The Brit)
Terry Crews (Hale Caesar)
Mickey Rourke (Tool)
Arnold Schwarzenegger (Trench)
Bruce Willis (Mr. Church)

Links:
Offizielle Seite

The Expendables – Call To Arms (Fan) Trailer:

The Expendables – Trailer:

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