Mit dem am 27.04.2011 erschienenen achten Studioalbum “Hot Sauce Committee Part Two” meldeten sich die Beastie Boys bestehend aus Mike D, MCA und Ad-Rock nach einer Durststrecke von vier Jahren mit neuem Material zurück. Bereits davor sorgte das Trio für viel Furore mit Adam Yauchs (MCA) Kurzfilm “Fight For Your Right Revisited” anläßlich des 25. Geburtstages ihres Hits “Fight For Your Right” ohne dabei wirklich selber groß im Vordergrund zu stehen. Das brauchten sie auch nicht, denn dafür karrten sie mit Elijah Wood, Danny McBride, Seth Rogan, Will Ferrell, Jack Black, John C. Reilly und vielen vielen mehr ein wahres Staraufgebot an, dass man in dieser Zusammenstellung mal gesehen haben muss. Wie bei fast jedem Video der Beasties musste auch im Falle der brandneuen Singleauskopplung namens “Don’t Play No Game That I Can’t Win” ein besonderes Werk an Film her, um bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dafür holten die Herren einen altbekannten Kollegen ins Boot – sein Name Spike Jonze! Er hat uns nicht nur Filme wie “Being John Malkovich” (1999), “Adaption” (2002) und “Where The Wild Things Are” (2009) oder Kurzfilme wie “I’m Here” (2010) geliefert, sondern auch die bekannten und kultigen Musikvideos zu Weezers “Buddy Holly“, Daft Punks “Da Funk“, Pavements “Shady Lane” und die besondere Perle der Beastie Boys “Sabotage“. Wer von euch jetzt an eine Fortsetzung des Spektakels mit Perücken und angeklebten Bärten denkt, den muss ich jetzt leider enttäuschen, denn im Video zu “Don’t Play No Game That I Can’t Win” hält sich das Trio von der Kamera fern, aber steht dennoch im Fokus des Ganzen. Im folgenden Video seht ihr gleich wie Ad-Rock, MCA und Mike D gemeinsam mit der Sängerin Santigold als “Action Man” und “Barbie” Figuren die Bühne stürmen und anschließend nach einem Anschlag auf ihr leibliches Wohl in James Bond Manier flüchten. Dazu gesellen sich noch Zombies und einige nette Ideen, die man bereits aus anderen Filmen von der großen Leinwand her kennt und das recht steife Puppenspiel auflockern. Besonders die hier verwendete Egoperspektive der Actionfiguren fand ich recht interessant. Wer von euch das aktuelle Album noch nicht gehört hat, bekommt zusätzlich neben “Don’t Play No Game That I Can’t Win” und den Sebastian Remix des Songs noch “The Bill Harper Collection” und “Funky Donkey” zu hören. Als Fan der Band ist der 11 minütige Kurzfilm von Spike Jonze definitiv ein Muss, aber auch Leute, die einfach nur ein ansehnliches Video sehen möchten sind hier gut aufgehoben. Wer danach noch mehr Actionfiguren in Aktion sehen will, kann sich später hier noch eine Ladung abholen. Aber nun genug von mir und Vorhang auf für die Beastie Boys in “The Continuingly Ill Adventures Of The Beastie Boys”.
Beastie Boys – Don’t Play No Game That I Can’t Win (Feat. Santigold):
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