Nachdem der letzte “Star Trek” Film ja mehr schlecht als recht über die Leinwände flimmerte und das Franchise kurz vor dem Abschuss stand, hat sich nun mit J.J. Abrams ein Produzent und Regiesseur gefunden, der anscheinend den Puls der Zeit kennt. Hier gibt’s meine Einschätzung des neuesten Machwerks von Abrams. Vorsicht Spoiler!
Gleich am Anfang muss ich kurz spoilern und sagen, dass dieser Film nach etwa 10 Minuten in einer anderen Zeitlinie spielt, als der Rest des bisherigen “Star Trek” Universums. Die USS Kelvin trifft während ihrer Forschungsreise auf eine massive Anomalie, die sich als schwarzes Loch heraustellt, dem ein riesiges Raumschiff entschlüpft. Nachdem der Kapitän der Kelvin an Bord des fremden Raumschiffes gebeten wird, eröffnet das riesige Raumschiff das Feuer auf die USS Kelvin. Der Interimskapitän Kirk lässt die Besatzung das Schiff verlassen und muss aber selber an Bord bleiben, da der Autopilot nicht mehr funktioniert. Seine mitreisende Frau bekommt derweil ihr Kind an Bord eines der flüchtenden Shuttle. Dies ist die Geburtsstunde von James T. Kirk und gleichzeitig die Abzweigung vom eigentlichen “Star Trek” Universum.
Unter diesen Umständen geboren und ohne einen ihn leitenden Vater groß geworden, ist James Kirk alles andere als der willige Star Fleet Kadett. Erst Kapitän Pike bietet ihm die Möglichkeit, nach einer Schlägerei mit Kadetten der Star Fleet Akademie um die schöne Uhura, dem Vorbild seines Vaters zu folgen. Dort an der Akademie freundet er sich mit dem Arzt McCoy, freundlich Bones gerufen, an. Nachdem Kirk, wie alle Trekkies wissen, erfolgreich beim Kobayashi Maru Test schummelt, wird ein Verfahren gegen ihn eingeleitet, welches von seinem Prüfer Spock angeführt wird. Glücklicherweise wird das gesamte Personal der Akademie wegen eines Notfalls zu den Schiffen gerufen. Kirk kann dank eines Tricks seines Freundes McCoy auch an Bord der Enterprise gelangen und so miterleben, wie sich der Vorfall mit der USS Kelvin zu wiederholen scheint. Im Laufe des Films gerät auch der Planet Vulkan unter Beschuss und wir erleben einen emotionalen Spock, der sich liebevoll von seiner „Geliebten“ Uhura verabschiedet, sowie Kirk der einen alten, alten Bekannten trifft und so das Ruder herumreißen kann.
Fazit:
Wie man sieht, ist dieser Star Trek Film vielleicht der Außegwöhnlichste der Reihe. Wir sehen mehrmals einen emotionalen Spock, einen Kirk, der so gar nicht Kirk ist wie wir in ihn kennen und wir sehen eine unglaubliche Ähnlichkeit zwischen Nero, dem romulanischen Bösewicht und Shinzon, dem romulanischen Bösewicht aus “Nemesis”.
Der Film ist ein typischer J.J. Abrams Film, was viele mögen werden und noch mehr unausstehlich finden werden. Gegen meine übliche Ablehnung von Abrams Produkten fand ich den Film außerordentlich unterhaltsam. “Star Trek” Fans erster Stunde werden wohl zum Teil auf der Strecke bleiben, da Stimmung und Story nicht mehr dem entsprechen was man von früher kennt. Die Effekte sind für einen Trek Film sehr gut gelungen, die Besetzung ist eine vollkommen neue, aber mehr als gelungen und die Art die Geschichte zu erzählen ähnelt eher “Transformers” als “Next Generation”. Der Film will auch eher neue Fans generieren als alte bei der Stange zu halten, wie Abrams und die Produzenten von Paramount erzählen. In meinen Augen ist das sehr gut gelungen und mit der Einführung einer parallelen Zeitlinie kann man unheimlich viel für die Zukunft machen. “Star Trek” Fans müssen sich selber ein bild vom Film machen, inwieweit ihnen die Änderungen gegen den Strich gehen – mir war die Sache mit Vulkan eindeutig zu viel der guten Änderungen – doch „casual Trekkies“ werden sicherlich zufrieden sein mit dem Film.
Laufzeit: 127 Min.
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Cast:
Chris Pine (James T. Kirk)
Zachary Quinto (Spock)
Leonard Nimoy (Spock Prime)
Eric Bana (Nero)
Bruce Greenwood (Pike)
Karl Urban (Bones)
Zoe Saldana (Uhura)
Simon Pegg (Montgomery Scott)
John Cho (Sulu)
Anton Yelchin (Chekov)
Links:
Offizielle Seite (de.)
Star Trek 11 Offizieller zweiter, deutscher Trailer
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