Es gibt wohl kaum einen anderen Superhelden, der bereits so viele Neuverfilmungen seines ursprünglichen Stoffes hinter sich hat wie Superman. Angefangen von George Reeves über Christopher Reeve und Dean Cain bis hin zu Tom Welling und Brandon Routh haben viele Schauspieler bereits das markante “S” auf der Brust getragen. Doch abseits des ersten Christopher Reeve Films konnte kein Darsteller bzw. keine Inkarnation wirklich überzeugen und die Erwartungen an diese Comicikone erfüllen. Im Zuge des Erfolges von Christopher Nolans “Batman” Erneuerung, tauchten Ideen auf eine Verfilmung des Superman Stoffes nach ähnlichen Mustern zu stricken. Diese Idee greife ich hier nun auf und schaue was man aus der Ikone Superman rausholen kann in der heutigen Zeit.
Konzept:
Jeder kennt die Geschichte des Kryptoniers, der in einer Rakete auf die Erde kommt um der Vernichtung seines Heimatplanetens zu entkommen. Jonathan und Marta Kent, die gutmütigen Farmer in Kansas, die das Baby in der Rakete finden und selbstlos aufziehen sind ebenfalls bekannt und tauchen auch in jeder Neufassung des Stoffes auf. Auch der Rest an Nebenfiguren sollte bekannt sein.
Aus diesem Grund, und weil kein Comicfan noch eine weitere Origins Geschichte sehen möchte, muss man mit diesem ewigen Kreislauf aus “wie kam Superman auf die Erde” aufbrechen und damit einfach in Kauf nehmen, dass ein paar wenige Zuschauer nicht alles auf Anhieb verstehen. Vielmehr sollte man sich auf eine wirklich interessante und actionreiche Geschichte für den Mann aus Stahl stützen.
Umsetzung:
Folgende Dinge sollten jedoch zum üblichen Verlauf einer Superman Geschichte geändert werden:
- Clark Kent ist zwar immer noch eine Geheimidentität Supermans, doch ist der liebe Clark nicht mehr der Überjournalist wie wir ihn sonst kennen. Wie wäre es wenn Clark nur ein einfacher freier Journalist ist, der zwar für den Daily Planet arbeitet und dort auch Lois Lane trifft, aber nie die große Nummer ist wie man es aus den anderen Filmen kennt.
- Lois Lane ist nicht das schmachtende Fangirl dass wir gewohnt sind. Lois ist eine toughe Journalistin, welche von Clark heimlich angeschmachtet wird, jedoch nie wirklich angesprochen wird. Clark hat Angst dass Lois sein Geheimnis erkennen würde wenn er sich mit ihr einlässt.
- Hier schließt auch direkt mein nächster Punkt an. Clark wurde von seinen Zieheltern als aufrechter Farmboy großgezogen, der anderen stets hilft und freundlich ist. Halt das typische Smallville Klischee. In einer Neufassung sollte man die Idee aufgreifen, dass Superman sich eigentlich Niemanden wirklich öffnen kann, da sonst sein Geheimnis offenbart wird. Also bleibt Clark immer ein freundlicher junger Mann aus der Kleinstadt, der in Metropolis wenig Freunde hat und sich so gerade durchschlägt. Clark/Superman versuchen so unbemerkt wie möglich zu bleiben.
- Daraus resultiert natürlich der innere Konflikt für ihn, wenn er sich mit Lois nie wirklich austauschen kann und deswegen aus der Ferne schmachtet. Das ist in meinen Augen ein sehr nettes Bild, wenn man sich vorstellt wie der mächtigste “Mensch” auf Erden sich nicht traut Lois Lane anzusprechen. Anstelle der Romanze mit Lois sollte man Lana Lang als echte und eingeweihte Freundin aufbauen, die natürlich Gefühle für ihn empfindet. Ein nettes Dreiecksgespann aus Beziehungsproblemen hätte man so wunderbar aufgebaut.
- Wichtigste Änderung zu der Vorgängern muss die Action jedoch sein. “Superman Returns” war so unglaublich schlecht, weil es kaum physische Herausforderungen für den “Mann aus Stahl” bot. Da muss was geändert werden. Klar, man muss Clark/Superman auch mit moralischen und emotionalen Problemen konfrontieren, doch das gab es doch schon zur Genüge bisher. Wir brauchen also einen wirklichen Gegner für den Kryptonier. Mir schwebt da einer seiner ärgsten Feinde vor: Brainiac. Dieser Android welcher ebenfalls ein Überlebender der Zerstörung Kryptons ist, bietet mit seinem überagenden Intellekt geistige Herausforderungen für Superman, wie auch physische durch seine überlegende Technik.
Story:
Lex Luthors LexCorp entdeckt einen im weltraum herumtreibenden Satelliten, welcher anscheinend vom Planeten Krypton stammt. An Bord des Satelliten befindet sich die künstliche Intelligenz “Brainiac”. Die Datenbanken der KI sind jedoch beschädigt und geben kaum Informationen preis, die für Lex Luthor wichtig sind. Es finden sich jedoch Spuren von Kryptonit am Satelliten.
Als Lex Luthor den Fund seiner Firma publik macht und ankündigt mit Hilfe des Satelliten und den Resten der KI Technologien der Zukunft zu entwickeln, wird auch Superman darauf aufmerksam und erkennt die Herkunft des Fundes. Während der Versuche die Datenbanken der KI zu extrahieren wird diese wieder aktiv und passt sich erstmal der Lage an. Brainiac manipuliert dank seiner überlegenden Technik das Computernetzwerk von LexCorp und stößt dabei auf die Existenz eines weiteren Überlebenden Kryptons – Superman. Die KI sucht den Kontakt zum letzten Sohn Kryptons, doch dieser wendet sich ab, nachdem klar wird was Brainiac mit der Erde vor hat. Lex Luthor, dem Superman schon lange ein Dorn im Auge ist, wird von Brainiac geschickt manipuliert diesen öffentlich zu denunzieren und mit Brainiac zusammenzuarbeiten. Es kommt wie es kommen muss, und Brainiac übernimmt mit Hilfe eines von ihm entworfenen Androidenkörpers die Kontrolle über LexCorp und dessen Labors. Sein Ziel ist die totale Kontrolle des Planeten um einen weiteren Fall “Krypton” zu verhindern. Luthor wendet sich an den Einzigen, der ihm in dieser Lage helfen kann: Superman.
Es entbrennt ein heißer Kampf zwischen Superman und Brainiac, der bereits etliche Roboter und Sonden in Metropolis in Stellung gebracht hat und so Lois und Lana sowie die Bewohner der Stadt bedroht.
Cast:
Die Regie für diesen Film ist schwierig zu besetzen. Einserseits würde ich Christopher Nolan vorschlagen, da er bereits gute Arbeit mit Batman geleistet hat, doch glaube ich dass er wenig Interesse an einem weiteren Superhelden hat. Andererseits wäre ein Michael Bay eine neue Sicht auf diese Ikone. Bay würde sein gutes Auge für episch ausgeleuchtete Bilder und große Action mitbringen, etwas dass dem Franchise schon lange fehlt. Eine Symbiose beider Leute wäre gut, doch fällt mir da Keiner ein.
Clark Kent / Superman:
Dies ist sicherlich die am schwersten zu besetzende Rolle in einem Superman Film. Meine Wahl fällt diesmal auf Michael Weatherly, der vielen sicher aus seinen TV-Rollen aus “Dark Angel” oder “NCIS” bekannt ist. Der Schauspieler der sich in das Kostüm mit dem großen “S” wirft, muss einerseits diesen ländlichen Hintergrund Smallvilles darstellen , aber auch die majestätische Erscheinung Supermans zeigen können. Dieser Spagat zwischen Landei in der Stadt und göttergleichem Alien ist schwer und muss daher durch Charisma gelöst werden. Die Effektschlachten sind eh Trickserei, weshalb die Physis des Schauspielers nicht so entscheident ist in meinen Augen.
Lex Luthor:
Luthor besitzt einen genialen Verstand, der jedoch im Körper eines rücksichtslosen Egomanen gefangen ist. Irgendwo zwischen charmanten und weltmännischenm Playboy und arrogantem Nerd ist die Rolle anzusiedeln. Luthor steht in dieser Verfilmung für thematische Auseinandersetzung mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Technik und den Spagat zu gesellschaftlicher korrektem Auftreten. Diese Rolle habe ich mit James Purefoy besetzt, den ich für einen sehr unterschätzten Schauspieler halte, welcher perfekt für die Rolle ist.
Brainiac:
Die künstliche Intelligenz vom Planeten Krypton versucht mit diktatorischen Mitteln die Bevölkerung der Erde vor dem selben Schicksals Kryptons zu bewahren. Brainiac ist am Anfang nur die Stimme aus der Box und bekommt er später ein “Gesicht” durch den Androidenkörper den er sich selber baut. Wentworth Miller besitzt eine gute Stimme für die bösartige KI und hat bereits Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt (als “EDI” im Film “Stealth”). Die spätere sichtbare Form bzw. der Android sollte ein wahres Hightech Meisterwerk werden und in bester bayscher Transformersmanier präsentiert werden, als würdiger Gegner Supermans.
Lois Lane:
Anders als in den bisherigen Verfilmungen steht Lois nicht so zentral in der Handlung. Sie ist zwar der heimliche Schwarm von Clark, doch steht sie dessen “Gegner” Lex Luthor viel näher. So gibt es eine interessante Mischung aus Verhältnissen die für eine gute Portion zwischenmenschlicher Spannungen sorgt. Lois Lane ist eine “gefürchtete” Journalistin die hart zur Sache geht und deswegen Clark auf Abstand hält. Bridget Moynahan kann ich mir sehr gut in dieser Rolle vorstellen. Sie ist sehr attraktiv und kann die toughe Journalistin gut darstellen.
Lana Lang:
Die einzige eingeweihte Person in das Geheimnis von Clark, neben dessen “Eltern”, ist Lana Lang. Sie ist der Anker für die Clark Kent Seite an Superman und hält ihn “ehrlich”. Supermans innerer Kampf ist nämlich das ständige Ringen um ein normales Leben abseits all seiner Macht. Diese wichtige und interessante Rolle habe ich relativ schnell an die Engländerin Rosamund Pike vergeben.
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Damn it! Auch wenn ich Superman als Comicheld so gar nicht mag, weil er so gesehen überpowert ist, würde ich mir diesen Streifen allein wegen den Schauspielern und dem “realistischeren” Ansatz anschauen. Hut ab! Wann beginnen die Dreharbeiten?
Meld dich mal wenn Rosamund Pike am Set ist