Push (Film-Review)

pushSuperhelden, Mutanten und andere Menschen mit übernatürlichen Kräften sind momentan schwer in. Die Welle der Comicverfilmungen bringt auch Filme hervor, die sich an der Erzählweise und den grafischen Elementen von Comics orientieren, aber kein Comic oder Buch als Vorlage haben. Von vielen Zuschauern werden diese Filme dann gerne mal als billiger Abklatsch der großen Mainstreamtitel bezeichnet, doch lohnt sich hin und wieder ein Blick auf diese Filme. So auch bei „Push“.

Inhalt:
Im Vorspann erfährt der Zuschauer, dass es seit 1945 eine geheime Organisation, die „Division“, der Regierung der USA gibt, die Menschen mit außergewöhnlichen Eigenschaften und Kräften „einsammelt“ und für ihre Zwecke rekrutiert. Nick Gant ist ein so genannter „Mover“, ein Mensch der telekinetische Kräfte besitzt, und versteckt sich vor dem Zugriff der Division im modernen Hong Kong. Seine kaum ausgebildete Kraft nutzt er um in Würfelspielen der örtlichen Triaden seinem Glück auf die Sprünge zu helfen. Plötzlich schneit jedoch die junge Cassie in sein Leben und bittet ihn um seine Mitarbeit. Sie ist ein „Watcher“ und kann teilweise die Zukunft sehen. Nick und sie, so ihre Vorraussichten, werden einen Koffer mit 6 Millionen Dollar finden, jedoch nur wenn sie zusammenarbeiten. Im Laufe ihrer Suche nach dem Geld, geraten die beiden mit der Division aneinander, die eine mächtige Telepathin, hier „Pusher“ genannt, suchen, welche sie vorher mit einer experimentellen Droge verstärkt haben und die nun auf der Flucht ist. Es kommt wie es kommen muss, Nick und Cassie treffen auf die entflohene Kira und treten nun gemeinsam gegen die Division und die örtlichen Triaden an.

Fazit:
Der Film ist in seiner grundlegenden Story sicher nicht sehr kreativ und an einigen Stellen auch nicht sehr übersichtlich, doch gefiel mir der Cast auf Anhieb, so dass ich dieser Version des X-Men Themes eine Chance gab. Nach fast zwei Stunden Action und Rätselraten in Hong Kong musste ich festsellen, dass mir der Film doch sehr gefallen hatte. Dies liegt natürlich am guten Cast, Chris Evans ist einfach cool und hat mich schon in “Fantastic Four” als einziger wirklich überzeugt und Dakota Fanning, sowie Djimon Hounsou beleben jeden Film. Das ganz große Plus des Films und was ihn sicherlich auch so besonders macht ist die Location. Hong Kong bietet mit seinen glitzernden Wolkenkratzern, dem Meer, den Bambusgerüsten an glitzernden Fassaden und den kleinen, voll gestopften Gassen eine irre Kulisse. Der Plot um die neuartige Droge zur Verbesserung der ganzen Kräfte erinnerte mich spontan an das Supersoldatenserum eines Captain America und wirkte auch nicht besonders kreativ. Wenig kreativ, bzw. wenig übersichtlich wirken auch einige andere Elemente der Handlung. So wird in einer sehr tollen Titelsequenz eine interessante Backstory aufgebaut, die im Film in keinster Weise aufgenommen wird und nur zur Erklärung der Kräfte dient. Schade, Chance vertan. Leider gehen einige Wendungen in der Geschichte unter, durch Kiras Fähigkeit den Geist anderer zu manipulieren und so den Zuschauer auch immer hinterfragen zu lassen, ob diese Erinnerung oder Idee der anderen Charakter auch wirklich ihre sind.
Richtig gut gefallen haben mir, neben der Location, der Soundtrack, hier vor allem der Score von Neil Davidge, und die Effekte für die jeweiligen Kräfte. Gerade Nicks Fähigkeit als „Mover“ sehen cool aus und bereichern die visuelle Palette des Films doch sehr.
Ich kann den Film jedoch guten Gewissens Leuten ans Herz legen, die mit der x-ten X-Men Story gut leben können und die Hong Kong als Location für eine solche Story reizt und für den nächsten Filmabend noch einen guten Popcornfilm suchen.

Laufzeit: 111 Minuten

Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren

Cast:
Chris Evans (Nick Gant)
Djimon Hounsou (Henry Carver)
Dakota Fanning (Cassie Holmes)
Camilla Belle (Kira Hollis)
Neil Jackson (Victor Budarin)

Links:
Offizielle Seite (EN)
Neil Davidge

Push – Trailer:

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2 Kommentare zu “Push (Film-Review)”

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