“NO MASKS, NO POWERS AND NO HEROICS” sagt das Schild an der Tür zur Superhelden-Bar The Fortress. Irgendwie halten sich auch die meisten der Gäste dort an diese simplen Regeln und genießen ihre freie Zeit mit ihren Freunden. Vier davon sind die Hauptcharaktere der Serie “No Heroics”, die sich wunderbar in all dem Comichype der letzten Jahre positioniert und dabei irgendwo zwischen “Heroes” und “X-Men” ihren Platz gefunden hat.
Die vier Freunde Alex, Sarah, Don und Jenny leben in einem Großbritannien, in dem Superhelden alltäglich sind und sogar als Sammelkarten zu kaufen sind. Irgendwo zwischen Golden Age Superheldentum und “Coupling” angesiedelt, zieht diese britische Serie ihre kreativen Ideen aus Comicvorlagen wie Grant Morrisons “Zenith” oder typisch britischen Comics á la “2000AD”. In einer Welt in der es zum Alltag gehört, Superhelden in ihren fiesen Spandexunterhosen am Zeitungsstand oder im Bus zu treffen, versuchen die vier Freunde über die Runden zu kommen. Wie jeder andere Mensch auch, müssen sie sich mit Behörden rumschlagen – der Super Powers Authority, welche sich um Regeln und Strafen für Superhelden kümmert – oder dem üblichen Rassismus im Berufsleben ertragen – die Anti-Capes League Mitglieder gehen gerne Cape Bashing – sowie die üblichen Probleme mit der Liebe durchstehen. Abends trifft man sich dann in der Fortress und erzählt sich seine Probleme oder kreiert gleich wieder neue indem man Excelsor, dem beliebtesten und wohl mächtigsten Superhelden und gleichzeitig größten Arschloch in der Riege der Helden, in schlechtem Licht erstrahlen lässt. Denn unsere Helden müssen nicht nur ihre Taten vor der SPA darlegen, auch die Presse beurteilt ihre Leistungen, so wie man neue Filme oder Alben bewertet.
Fazit:
“No Heroics” ist eine coole Mischung aus Sitcom, britischem Humor und Golden Age Comics. Wer “Heroes” gut findet, “Coupling” mochte und kein Problem mit Comicinsiderwitzen hat, der sollte definitiv einen Blick auf diese Serie werfen. Wie bei britischen Produktionen üblich, besteht die erste Staffel aus nur sechs, etwa 30 Minuten langen Folgen. Das ist natürlich ein kleiner Nachteil, will man einen übergeordneten Storybogen spannen. Wer eben Solches erwartet, wird etwas enttäuscht werden, doch dies ist auch der einzige Kritikpunkt den man an dieser Serie anbringen kann. Denn in den 180 Minuten Laufzeit können Comicfans wahre Massen an Anspielungen entdecken, Fans von “Coupling” sich auf das ewige zusammen/nicht zusammen in der Beziehung von Alex und Sarah freuen und alle anderen Zuschauer sich einfach nur köstlich amüsieren.
Cast:
Nicholas Burns (Alex – The Hotness)
Claire Keelan (Sarah – Electroclash)
James Lance (Don – Timebomb)
Rebekah Staton (Jenny – She-Force)
Patrick Baladi (Devlin – Excelsor)
Links:
Offizielle Seite (ITV2)
Liste der Comicanspielungen
No Heroics – Trailer:
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