Lobo paramilitärische Weihnachten – Der Film

1991 erschien bei DC Comics die Lobo Spezialausgabe mit dem Namen “Lobo Paramilitary Christmas Special”, die sieben Jahre später in der deutschen Fassung “Lobo paramilitärische Weihnachten” für zahlreiche Lachanfälle bei meinen Kollegen und mir sorgte. Das total abgedrehte Comic von Autor Keith Giffen, Texter Alan Grant und Zeichner Simon Bisley handelt über Lobo, den wohl größten und coolsten Motherliker den das Universum je gesehen hat, der vom Osterhasen einen sehr speziellen Auftrag bekommt. Er will, dass Lobo für ihn den Weihnachtsmann zur Strecke bringt, da der dicke bärtige Mann viel zu mächtig geworden ist und ihm und Ostern seit Jahren den Rang abgelaufen hat. Das soll nun ein Ende haben und deswegen braucht es einen gnadenlosen Waffennarren wie Lobo. Wie gewohnt läuft auch hier nicht alles nach Plan und das Chaos bricht aus sowie die Panik bei Santas mordlustigen Sklaven. Da rumfliegende Kugeln für Lobo kein Problem sind, denn letzten Endes schlucken sie ja die Anderen, kommt es zum großen Showdown – einem Messerkampf – zwischen Lobo und Niko “Die Laus”. Dabei prügelt Lobo der Speckbacke nicht nur das linke Auge aus dem Gesicht, sondern macht seinem Namen “Mr. Machete” alle Ehre und enthauptet den fetten Bescherer. Die bombige Stimmung verlegt Lobo auch prompt in die ganze Welt und lässt sie mit einem besonderen Feuerwerk daran teilhaben. Jetzt stellt euch mal vor das Ganze gäbe es als Film und ich würde euch erzählen, dass es diesen hier gleich nach dem Klick zu sehen gibt. 2002 setzte sich der Visual Effects Spezialist, Regisseur und Autor Scott Leberecht, der an Filmen wie “Eraser” (1996), “Spawn” (1997), “Flubber” (1997) und “Sleepy Hollow” (1999) beteiligt war, an dieses Comic und versuchte es mit einem Budget von 2,400 Dollar als Kurzfilm umzusetzen. Als Lobo holte er sich Andrew Bryniarski ins Boot, den viele von euch als Charles “Chip” Shreck in “Batmans Rückkehr” (1991), Zangief in “Street Fighter – Die entscheidende Schlacht” (1994) oder Leatherface in den “Texas Chainsaw Massacre” Remakes kennen könnten. Gerade mal 13 Minuten kamen für Leberechts Arbeit im Regielehrgang am American Film Institute heraus und dabei wurden Stellen ausgelassen oder neue Szenen eingebaut. Leider ging dabei das Splatterfeuerwerk des Comics verloren, aber dennoch ist es schön Lobo und dieses Szenario mal als Realfilm zu sehen. Vor allem wo Guy Ritchie nun wegen dem zweiten Teil von “Sherlock Holmes” das an sich geplante Kinodebüt verlassen hat. Müssen wir uns halt noch weiter gedulden und hoffen, dass der Tag kommt an dem Lobo die Kinoleinwand erobert. Bis dahin erstmal fröhliche Weihnachten, Compadres! Ho, Ho, Frägg, Ho!

Lobo Paramilitary Christmas Special:

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