Kick-Ass (Podcast: Film-Review)

“Jesus, doesn’t that bug you guys? Thousands of people want to be Paris Hilton; nobody wants to be Spider-Man.” “Yeah, what is up with that? She has like no tits, at all.” Solche und andere Unterhaltungen sind es die Dave Lizewski dazu bringen sich selbst als Superheld zu verkleiden und Recht und Ordnung wieder herzustellen. Ob ihm das gelingt und ob ihr euch das auch noch anschauen solltet, erfahrt ihr nach dem Klick.

Inhalt:
Dave Lizewski ist der durchschnittliche Teenager, den nichts auszeichnet, außer dass ihn eigentlich nichts auszeichnet. Die Mädels meiden ihn und seine Kumpels sind nun auch nicht dafür prädestiniert seinen Status bei den Damen zu verbessern. So hängt er mit seinen besten Freunden nach der Schule meist in einem Comicshop/Café ab und quatscht über Superhelden oder die eigene jämmerliche Existenz.
Irgendwann ist jedoch der Punkt gekommen, an dem Dave keine Lust mehr hat sich von dummen Junkies abziehen zu lassen und besorgt sich deshalb im Internet einen coolen grüngelben Jumpsuit mit passender Sturmhaube und Handschuhen. Ausgerüstet mit zwei kleinen Kampfstäben macht er sich auf den Weg die beiden Junkies zu treffen. Sein Vorhaben geht jedoch schnell nach hinten los und so landet er mit einem üblen Messerstich im Bauch und angefahren von einem Auto im Krankenhaus. Etliche Knochen sind gebrochen und erst nach langer Reha und Therapie kann er wieder zur Schule gehen. Dort hat sich sein Verhältnis zu Katie, der von ihm Angebeteten, nun verändert. Sie sucht seine Nähe und ist plötzlich ganz freundlich zu ihm, bis Dave auch herausfindet warum: sie hält ihn für schwul, da die Sanis ihn aus seinem Kostüm gepellt haben bevor sie ihn ins Krankenhaus brachten.
Er zögert kurz ob er wirklich weitermachen soll, doch der Rausch des Adrenalins übertüncht die Stimme der Vernunft und so begibt er sich abends wieder auf die Straßen. Während er versucht eine Katze zu retten gerät Dave in eine handfeste Schlägerei, in der er Partei für den armen Tropf ergreift der dort von mehreren Typen attackiert wird. Dank seiner höheren Schmerztoleranz – all die gebrochenen Knochen und verendeten Nervenenden seit dem Krankenhausaufenthalt lassen grüßen – gelingt es ihm lange genug auszuharren um die Typen in die Flucht zu schlagen. Das ganze wurde jedoch von einigen Leuten in einem Diner gesehen und auch gefilmt und macht ihn nun zu einer wahren Youtube-Berühmtheit. Von da an gerät Dave jedoch in immer mehr Stress, da Mafiaboss Frank D’Amico glaubt Kick-Ass – so nennt sich Dave selber – sei verantwortlich dafür, dass seine Drogendealer ausgeschaltet werden. Ins Visier der Mafia geraten, hat Dave Glück, dass zwei weitere kostümierte Superhelden – Big Daddy und Hit Girl – auftauchen und gemeinsam gegen D’Amico antreten.

Fazit:
“Kick-Ass” ist ein Film voller nerdiger Anspielungen, überdrehter Gewalt, coolen Einzeilern und lustiger Charaktere. Abseits davon ist Matthew Vaughn leider nicht der große Comicfilm Wurf gelungen, den alle durch die Vorlage erwartet haben. Der Film macht vieles richtig und gefällt als solcher wirklich gut. Doch wo die Comicvorlage gerade zum Ende hin, noch handfester wird und die Sache beim Namen nennt – Kick-Ass, Big Daddy und Hit Girl sind die wahren Freaks hier – geht der Film lieber den Weg aller Hollywood Produktionen, den des geringsten Widerstands. Diese Tatsache fällt aber auch erst auf, wenn man das Originalmaterial kennt und so die kleinen aber feinen Unterschiede sieht die sich hier auftuen. Wer wie Dennis und ich den Film jedoch völlig ohne dieses Vorwissen sieht, der wird sich köstlich unterhalten fühlen. Natürlich ist der Film nicht so flach wie es sich bei mir gerade anhört, denn so stößt auch dieser die Themen der Vorlage an. Wie stehts mit der kleinen Hit Girl, die von ihrem Vater zu einer Killermaschine herangezogen wird und in einer sehr unterhaltsamen Actionsequenz eine ganze Bude voller Drogendealer mit ihrer Kampflanze zerstückelt? In den USA und Australien war wohl das Gefluche der Kleinen viel schlimmer in den Augen besorgter Elternverbände als die Tatsache, dass eine 11-jährige wild Leute tötet. Wie es um das Millar typische Starker-Mann Syndrom steht muss jeder für sich beantworten. Ich hatte jedoch nicht so stark wie bei der Vorlage das Gefühl dass Millars abwertige Kommentare zu Nerds, Schwulen und Liberalen durchscheinen. Da hat Vaughn wohl sinnvoll interveniert. Insgesamt also eine gelungene Actionfahrt und einer der besten Comicfilme bisher.

Laufzeit: 117 Minuten

Freigabe:

Cast:
Aaron Johnson (Dave Lizewski / Kick-Ass)
Nicolas Cage (Damon Macready / Big Daddy)
Chloë Grace Moretz (Mindy Macready / Hit-Girl)
Mark Strong (Frank D’Amico)
Christopher Mintz-Plasse (Chris D’Amico / Red Mist)
Lyndsy Fonseca (Katie Deauxma)
Craig Ferguson (Craig Ferguson)

Links:
Offizielle Seite

Kick-Ass – Trailer:

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Ein Kommentar zu “Kick-Ass (Podcast: Film-Review)”

  1. b3nl sagt:

    Also ich habe mir nach dem Trailer deutlich mehr erhofft und zum Ende hin das Gefühl in einer durchschnittlichen Hollywoodproduktion zu sitzen. Schade eigentlich. Hab mich bei einer Comicverfilmung schon lange nicht mehr so unbefriedigt aus dem Kino bewegt.

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