1981 erblickte eine wahre Perle des Trashfilms das Licht der Kinowände. Ray Harryhausens letzter Film hinterließ dank seiner markanten Stop Motion Technik einen bleibenden Eindruck bei vielen jungen Menschen damals. Genau diese Gruppe von Personen war es dann auch, die mit mulmigen Gefühlen die Ankündigung eines Remakes von Regisseur Louis Leterrier vernahmen. Einerseits freute auch ich mich über eine Neuverfilmung, andererseits fragte ich mich wie “authentisch” diese denn sein könnte, wenn nicht gezielt skurile Effekte benutzt werden würden. Dennis und ich begaben uns dann aber vor einiger Zeit ins Kino und ließen uns beide überraschen. Was der Film bietet und ob wir zufrieden das Kino verließen, erfahrt ihr nach dem Klick.
Inhalt:
Perseus wird als kleines Kind zusammen mit seiner Mutter in einer Holzkiste auf dem Meer treibend von einem Fischerpaar gefunden. Da seine Mutter bereits tot ist, nimmt das Ehepaar den kleinen Perseus auf und ziehen ihn wie ihren eigenen Sohn groß. Nachdem er mit ansehen muss wie seine Zieheltern Jahre später bei einem Vorfall an den Klippen vor Argos durch die Hand von Hades ums Leben kommen, wird er wieder von einem Schiff gerettet und in den Hafen der Stadt gebracht. In Argos muss er miterleben, wie sich die Königin selbst zur Göttin erklärt und damit den Zorn der Götter auf sich zieht. Hades erscheint und tötet die Frevlerin und verspricht den Bewohnern von Argos, dass die Stadt in zehn Tagen vom Kraken vernichtet wird, sollte bis dahin nicht die Königstochter Andromeda dem Meer geopfert werden. Außerdem offenbart er Perseus, dass dieser ein Halbgott ist und der Sohn von Zeus. Die Halbgöttin Io teilt dem neuen Halbgott jedoch mit, dass die stygischen Hexen eine Lösung zur Bekämpfung des Kraken wüssten. Gemeinsam mit Draco, dem Hauptmann der Wache und einigen anderen Kriegern aus Argos machen sich Perseus und Io auf den Weg zu den Hexen. Auf ihrem Weg dorthin wirft ihnen Hades etliche Gegner und Hindernisse in den Weg.
Fazit:
Das Remake vom Kampf der Titanen, in dem gar keine Titanen auftauchen, hält zum größten Teil was es verspricht. Man bekommt eine gute Portion an Actionszenen geboten, die Effekte sind natürlich besser als noch im Original und auch die Schauspieler machen ihre Sache ordentlich. Alles darüber hinaus wird heimlich unter den Teppich mit der Aufschrift “Popcornkino” gefegt und die Produzenten hoffen, dass Niemand merkt wie lieblos die Szenen aneinander geklatscht wurden, wie antriebslos die Charaktere wirken und wie schlecht Sam Worthington eigentlich ist. Somit fällt mein Fazit zweigeteilt aus, denn oberflächlich bietet der Film wirklich erst das was man sich gewünscht hat: Eine Maid in Not, ein Held der sie gegen alle Widerstände rettet, Riesenmonster und Liam Neeson in glitzernder Rüstung als Zeus. Lässt man den Film aber etwas einsinken, wahrscheinlich auf dem Weg vom Kino zum Auto, stellt man fest dass man sich je nach Geschmack zwar mit bunten Bildern bombadiert wurde aber überhaupt gar keine Substanz hinter all den Tentakeln und Riesenskorpionen steckt. Normalerweise kann ich Actionfilme ohne viel Tiefgang gut ertragen, doch bei diesem komischen Machwerk von Regisseur Louis Leterrier fühlte ich mich komisch veralbert. Der Film wirkt in meinen Augen vollkommen lieblos editiert und ohne jede Austrahlung. Wer den Trailer gesehen hat, der hat auch schon die optimale Variante von Kampf der Titanen gesehen. Das Lustigste daran ist jedoch, dass der Originalfilm zwar als echte Trashperle gilt, die Neuverfilmung nicht einmal richtiger Trash ist und somit nicht mal als Hommage gelten kann. M. Leterrier, sie haben ihr Ziel verfehlt, setzen sie sich!
Laufzeit: 118 Minuten
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Cast:
Sam Worthington (Perseus)
Liam Neeson (Zeus)
Ralph Fiennes (Hades)
Jason Flemyng (Acrisius / Calibos)
Gemma Arterton (Io)
Alexa Davalos (Andromeda)
Tine Stapelfeldt (Danae)
Mads Mikkelsen (Draco)
Links:
Offizielle Seite
Clash Of The Titans – Trailer:

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