Nachdem der groß erwartete “Halo” Film für Produzent Peter Jackson ins Wasser gefallen ist hat sich dieser nach einem anderen Projekt umgeschaut und ist bei Neill Blomkamp’s Kurzfilm “Alive In Joburg” fündig geworden. Der zuvor gehandelte “Halo” Regiesseur Blomkamp liefert uns nach mehrjähriger Durststrecke mit “District 9″ endlich wieder einen Science-Fiction Film mit der fast augestorbenen Rasse der Aliens und ich rede hier nicht von außerirdischen Robotern! Ob das Comeback der Aliens auf der Leinwand gelungen ist oder nicht erfahrt ihr nach dem Klick!
Inhalt:
Im südafrikanischen Johannesburg strandet 1982 ein riesiges Alienraumschiff, dass Monate lang in der Luft verharrt ohne jegliche Reaktion. Nach drei Monaten des Wartens entscheiden sich die Menschen, dass Raumschiff zu betreten. An Bord finden sie eine Meute von Millionen verwahrloster insektenartiger Aliens, die recht verängstlich ihr Dasein dort fristen. Ohne erkennbaren Kommandanten werden die Aliens mit der Einstufung Arbeiter in ein Slum ähnliches Lager gebracht, dass den Namen “District 9″ trägt. Nun sprich 18 Jahre nach dem Ereignis hat sich die Anzahl der Aliens fast verdoppelt und im Tausch gegen Katzenfutter entbeeren sie ihre kostbare Waffentechnologie, die für Menschen recht nutzlos ist, denn sie funktioniert mit Alien DNA. Die Menschen in Johannesburg sehen die fremden Bewohner als Laster und gehen mit Demonstrationen gegen sie vor. Die Regierung lenkt ein und beauftragt die MNU (Multinational United) samt persönlichen Sicherheitsteam, die 1,8 Millionen Aliens in ein neues Camp namens “District 10″ 240 Kilometer nordwestlich von Johannesburg entfernt umzusiedeln.
Auf einer Tour durch “District 9″ mit dem MNU Mitarbeiter Wikus Van De Merwe samt seinen Einwilligungsformularen für die Umsiedlung nach “District 10″ kommt es zu einem Zwischenfall. Van De Merwe kommt in Kontakt mit einer schwarzen Flüssigkeit, die durch eine Art Pressluftflasche in einem der zahlreichen Alienhütten austritt. Mit Beschwerden von Übelkeit, Fieber, Zahnausfall und abfallenden Fingernägeln an der linken Hand, die er von da an unter einem Verband schützt, begibt er sich in ein Krankenhaus. Dort auf seine Beschwerden angesprochen macht sowohl der Arzt als auch Wikus, die erschreckende Entdeckung. Seine Hand ist mutiert!
Das Krankenhaus wird abgeriegelt und Wikus in einem Leichensack vom Sicherheitsteam seiner eigenen Firma MNU in ein geheimes Labor gebracht. In diesem Labor muss Wikus einsehen, dass MNU sich nicht um die Aliens kümmert, sondern als privates Sicherheits- und Militärunternehmen versucht ihre Technologie zu entschlüsseln, um damit Profit zu machen. Bevor man ihm sprichwörtlich den linken Arm und sein Herz nehmen will kann Wikus flüchten und ist von da an der meistgesuchteste Mann der Welt. Seine einzige Zuflucht ist “District 9″, wo er die andere Seite der Medallie am eigenen Leibe kennenlernt und nach einer Lösung für sein Problem sucht.
Fazit:
Um ehrlich zu sein hatte ich “District 9″ gar nicht auf meiner Liste und bin dadurch um so mehr überrascht, wie gut dieser Film ist. Allein schon der Ansatz die Aliens durch die Geschichte und die Effekte mit ihrem Auftreten menschlich wirken zu lassen ist klasse. Das macht den eigentlichen Science-Fiction Film besonders und mehr zum Drama als was anderes. “District 9″ ist einer dieser Filme, der uns zeigen will, dass in speziellen Situationen die so genannten Bösen eigentlich die Guten sind und man lieber auf das Handeln in den eigenen Reihen achten sollte. Was vor allem den Anfang des Films interessant macht ist der Aufbau als Doku, denn der Film erzählt im ersten Teil eigentlich die Geschichte aus der Sicht nach den Ereignissen mit Wikus. Diese Methode des Geschichtenerzählens hätte man durchaus bis zum Ende durchziehen können, nur wäre der Geschichte vor allem aus dem zweiten Teil einiges abhanden gekommen. Von daher ist der Mix aus Doku und Film sehr gut gewählt. Auch die Effekte können sich sehen lassen, denn dadurch wirken vor allem die insektenartigen Aliens samt Mimik und Gestik nahezu real und dazu kommen noch die Raumschiffe, die Waffen und der Mech, den Wikus im zweiten Filmabschnitt besetzen wird. Das wirkt um einiges besser und weniger künstlich als es in einigen überteuerten Filmen der Fall ist.
Ein kleines Manko hat der Film dennoch, denn es gibt einen Punkt, da hätte der Film ruhig enden können, um ihn noch ein Wenig gefühlstechnisch intensiver wirken zu lassen. Jedoch geht der Film da weiter und setzt die Geschichte mit einem Feuerwerk im Mech fort. Das gibt dem Science-Fiction Film seine Priese Action, aber nimmt der besonderen Filmstimmung etwas, aber überzeugt mich dennoch. Wie gesagt, es ist endlich nach Jahren wieder ein guter Science-Fiction Film mit Aliens!
Laufzeit: 112 Minuten
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Cast:
Sharlto Copley (Wikus Van De Merwe)
Links:
Offizielle Seite
District 9 – Trailer:
Neil Blomkamp’s “Alive In Joburg“:
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Ich fand den Film auch recht prall, ich würde es “Strombergs Schwiegerpapa ist ein Alien” nennen …