Supernatural: Origins (Comic-Review)

Nachdem ich vor einigen Tagen mich dem ersten auf deutsch erschienen Band der “Supernatural” Comics gewidmet habe, werfe ich heute einen Blick auf den anderen “Supernatural” Comic, nämlich „Origins“. Wie der Titel andeutet, behandelt dieser Band die Anfangsgeschichte der Winchester-Tragödie. Kurioserweise erschien dieser Band vor dem nun auf deutsch erschienen „Der verlorene Sohn“, was für Leser des deutschen Bandes evtl. einige kleine Ungereimheiten auflösen kann.

Titel: Supernatural: Origins
Autor: Peter Johnson
Zeichner: Matthew Dow
Publisher: Wildstorm
Format: Miniserie
Status: abgeschlossen
Umfasst: 6 Ausgaben

Story:
Anders als in „Der verlorene Sohn“ ist John Winchester, der Vater der beiden Brüder Dean und Sam, im Zentrum der Handlung und die beiden Jungs tauchen eher nur sporadisch auf. Die Geschichte beginnt dort, wo sie im Flashback der ersten TV-Folge aufgehört hat, mit Mary Winchester brennend an der Zimmerdecke. Von hier erlebt man Schritt für Schritt mit, wie der nun allein erziehende Familienvater John zum Jäger wird. Abseits der Verpflichtungen seinen Kindern gegenüber versucht er herauszufinden was mit seiner Frau wirklich passiert ist und was dahinter steckt. Seine ersten Schritte auf dem Pfad eines Jägers sind von Rückschlägen und harten Konfrontationen mit Monstern gepflastert. Doch bald trifft er auf einen Jäger der ihm die Spielregeln erklärt und hilft auf die Spur des Monsters zu kommen, dass seine Frau auf dem Gewissen hat.

Fazit:
Nachdem ich letztens wieder „Der verlorene Sohn“ gelesen habe, kann ich nun wirklich sagen, dass mir “Origins” von der Idee her gut gefällt, die Umsetzung jedoch zu wünschen lässt. Gerade die Zeichnungen von Matthew Dow tragen sehr dazu bei, dass ich alle paar Seiten lang mir überlege nicht doch etwas anderes zu lesen. Seine klobigen Figuren erinnern mich zwar in Grundzügen an Sean Phillips, doch wo Phillips den Figuren mit den wenigen Merkmalen Raum zur Entfaltung bietet, sehen Dows Charaktere einfach nur flach aus. Doch auch Peter Johnson bekleckert sich hier nicht mit Ruhm. Seine Geschichte bietet den typischen Gruselflair der Sendung, was ein Pluspunk ist, doch wirkt gerade John Winchester, der Protagonist des Comics, sehr eindimensional und besitzt nicht diese Tiefe die ihm Jeffrey Dean Morgan in seinen oft nur spärlichen Szenen in der Serie verleiht. Somit blieb ich nach der Lektüre von „Origins“ etwas enttäuscht zurück und war nicht sicher, ob ich „Der verlorene Sohn“ überhaupt lesen sollte. Doch der nun auf bei Panini erschiene Band „Supernatural 1: Der verlorene Sohn“ ist jedoch um Längen besser als „Origins“ und klärt auch die Frage auf, warum Panini nicht erst mit dem eigentlich ersten Band begonnen hat. Leuten denen Band 1 gut gefallen hat können sicherlich mal einen Blick reinwerfen, allen anderen rate ich jedoch davon ab.

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