The Goon – Krudes Zeug (Podcast: Comic-Review)

TheGoonDas Leben in der Stadt ist gefährlich. Zombies, Mutanten und anderes Verfluchtes will die Macht an sich reißen. Gut dass der Goon und sein Kumpel Franky für ihren Boss die Stadt von dem Gesindel befreien. Hier spritzt das Blut (wenn noch vorhanden), hier fliegen die Gedärme (wenn vorhanden) und hier wird jedes Gehirn zerfetzt (so oder so).


Dies hier ist die verschriftlichte Version unserer Review aus der 8. Folge des Babbel-Net Podcast!

Titel: The Goon Band 1: Krudes Zeug
Autor: Eric Powell
Zeichner: Eric Powell
Publisher: Cross Cult (Dark Horse)
Format: Hardcover DIN-A5, 100 Seiten
Status: laufend

Story:
Der Goon, ein kräftiger Kerl mit schlechtem Kieferbau, und sein Kumpel mit dem Erdnusskopf, Franky, arbeiten für den Gangster Labrazio als Schläger, Problemlöser oder einfach Zombiekiller. Jepp, richtig gelesen, Zombiekiller. Denn in Goons Welt versucht der fiese Zombiepriester mit seiner Untotenarmee die Macht in der Stadt an sich zu reißen. Anfänglich lief es für ihn auch gut und er bekam Stadtteil für Stadtteil unter seine Kontrolle, bis der Goon anfing aufzuräumen. Naja, der Umstand dass jedoch nicht nur der Zombiepriester sondern auch noch die Mafia, die Vampire, die Mutanten, das FBI und halt auch Goons Boss die Stadt gerne für sich hätten, macht das alles etwas schwierig. Franky und Goon sind jedoch nicht an irgendwelchen Rivalitäten interessiert. Für sie zählt nur ein nettes Bier, Pizza und Feierabend, wie für jeden guten Schläger in Diensten eines Gangsterbosses.

Eric Powell bietet in “The Goon” eine krude Mischung aus Zombieslasher, Film-Noir Krimihandlung und Bugs Bunny Slapstick dem Leser an. Das Wunderbare an dieser Reihe sind die kleinen Momente der Ruhe, wenn Goon und Franky sich in ihrer Bar unterhalten und einfach nur Seite an Seite mit anderen Freaks sitzen.
Powells Zeichenstil hingegen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Erst nach einiger Zeit merkt man wie gut die fast schon cartoonisierten Zeichnungen mit der abstrusen Handlung zusammenpassen. Interessant fand ich vor allem Powells Einsatz von verschiedenen Fonts im Verlauf der Geschichten.

Fazit:
Wer auf trashige Ideen steht und absurden Charakteren gerne bei ihrer ungewöhnlichen Arbeit zuschaut, der sollte definitiv zugreifen. Eric Powell fährt in diesem Band alles mutierte und verfluchte auf, was man sich so vorstellen kann. Zombiefans, Vampirhasser, Mutantenbasher – sie alle werden dieser wunderbaren Goor-Noir Gesichte voller krudem Zeug etwas abgewinnen können. Doch Vorsicht, das Leben in der Stadt ist nichts für Weicheier, hier spritzt das Blut und die Gedärme fliegen umher!

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