Mercy Thompson: Homecoming (Comic-Review)

In welchem Universum trifft man auf Feen, Hexen, Werwölfe und Vampire gleichermaßen? Richtig, Patricia Briggs schafft amerikanische Kleinstädte in denen all diese Wesen neben Menschen unentdeckt leben, doch eine Person passt nicht in das bisherige Machtgefüge dieser Kreaturen… Mercy Thompson!



Titel: Mercy Thompson: Homecoming
Autor: Patricia Briggs, David Lawrene
Zeichner: Francis Tsai (#1-2), Amelia Woo (#3-4)
Publisher: Del Rey
Format: Graphic Novel, Hardcover mit Einband
Bis Dato erschienen: 1 Hardcover, Vollständig
Sprache: Englisch

Story:
Mercy Thompson hat ihre Jugend nicht bei ihrer alleinerziehenden Mutter verbracht. Denn ihr indianischer Vater ist nicht mehr und ihre Mutter kann mit dem Wesen ihrer Tochter und dem Erbe ihres verstorbenen Mannes nicht Schritt halten. Mercy Thompson ist ein “Skinwalker”, ein magisches Wesen welches sich blitzschnell in einen Kojoten verwandeln kann. Was liegt da nicht näher als Mercy auch bei anderen magischen Wesen aufwachsen zu lassen. Mercy wird von dem mächtigsten Werwolfrudel der Welt aufgenommen. Der Marrok führt sein strammes Wolfsregiment im Norden Amerikas und schafft es dabei, bisher unentdeckt zu bleiben und wirtschaftlich sehr erfolgreich unter den Menschen zu leben. Irgendwann wird Mercy flügge und versucht in den “Tri Cities” einen Job als Lehrerin zu bekommen. Ihr tierisches Temperament hilft nicht besonders dabei. Vielleicht ist es auch ihr tierisches Ich, welches die ersten Werwölfe anlockt, die Mercys Auto direkt zu Demonstrationszwecken zerlegen. Mercy schafft es mit Ihrer Kiste aber noch in die Werkstatt von Zee und Tad.

Tad, der Sohn des Werkstattbesitzers, hat ein kleineres Tet-a-tet mit einem Vampir und das selbe Talent, welches Mercy den ersehnten Lehrerjobs im Weg steht, rettet dem kleinen Tad das Leben und bringt Mercy einen netten Job. Aber nicht nur einen Job, auch eine Freundschaft mit einem Vampir und einer halben Fee, nämlich Tad. Tads Vater wiederum ist eine sehr mächtige Fee ;) . Klingt zwar komisch, aber diese Feen entfaltet in der Buchserie gehöriges Potential und gehen auch in diesem Comic recht gut ab. Die Feen sind bisher die einzigen Wesen, die sich in der Welt von Patricia Briggs als magische Wesen geoutet haben. Als wäre das nicht genug, trifft Mercy in der selben Werkstatt leider auch noch den Anführer einer außer Kontrolle geratenen kleinen Wolfgang, die sich auch gern an Menschen vergreift und die “Tri Cities” bisher unter Kontrolle hat.

Der Marrok hat es nicht gern, wenn “Rogues” die Werfwolf-Maskerade bedrohen, noch weniger mag er es, wenn seine Ziehtochter in Lebensgefahr ist. Und so kommt es wie es kommen muss, der Marrok schickt eine kleine, von Adam Weishaupt geführte, Armee um die Tri Cities von den metzelnden Wölfen zu befreien, der kleine Koyote natürlich mitten drin.

Fazit:
Also ich bin von der Graphic Novel etwas enttäuscht. Für die “Mercy Thompson” Buchreihe möchte ich einen uneingeschränkten Lesebefehl aussprechen, aber dieses Format ist für Patricia Briggs’ Stories wirklich zu dünn. Die Bücher von Briggs leben von einer unsicheren aber doch starken Protagonistin, unterschiedlichsten Möglichkeiten der Story Wendung mit vielen Anspielungen auf andere Sprachen, Patricia Briggs hat Deutsch studiert und baut Ihr Wissen sowohl in Sprache als auch Geschichte ein. Natürlich ist es nett zu sehen, wie sich der Erfinder seine Charaktere bildlich darstellt, aber wenn man guten Lesestoff gewöhnt ist, ist dieser Comic leider nur ein Appetitanreger statt des fetten saftigen Steaks. Dieser Vergleich passt wunderbar, denn was ich in den Bücher in guter Ausführlichkeit erfahre, wird hier nur kurz eingeworfen. Für Comicfans wiederum könnte dieses Buch interessant sein. Die Zeichnungen sind prima, der Flow der Story passt.

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