Wer kennt das nicht? Man sitzt zu Hause, es ist langweilig, das Wetter macht einem auch einen Strich durch die Rechnung und auf Games hat man gerade keine Lust, aber so gar nichts tun ist auch keine Lösung. Was tun? Wie wäre es denn mit einer Runde Comics lesen? Da hätte ich auch direkt was parat vom Autor der “30 Days Of Night” Serie Steve Niles, der euch mal eine andere Geschwistergeschichte erzählen will. Mehr dazu wie gewohnt nach dem K-L-I-C-K!
Titel: Freaks Of The Heartland
Autor: Steve Niles
Zeichner: Greg Ruth
Publisher: Dark Horse Comics
Format: Mini-Serie
Status: Abgeschlossen
Umfasst: 6 Ausgaben
Story:
Diese Mini-Serie spielt in Gristlewood Valley, einem kleinen ländlichen Dorf irgendwo im Nirgendwo. In diesem Nirgendwo lebt der junge Trevor und sein Bruder Will auf einer Farm. Wobei Will eher gesagt in der Scheune sein Dasein fristet, denn Will ist nicht so wie jedes Kind. Will ist was Besonderes und damit können seine Eltern bzw. sein Vater nicht leben. Er sieht anders aus, benimmt sich anders und ist für den ersten Eindruck nicht ganz auf der Höhe. Sein Vater bezeichnet ihn als Ding und sein Bruder Trevor nennt ihn liebevoll Critter. Das mag zwar im ersten Moment hart klingen, aber Trevor ist der Einzige, der Will Gesellschaft leistet und ihn Nachts über die großen weiten Felder ausführt. Die Situation spitzt sich zu, als Trevor mitbekommt, dass sein Vater Henry und ein weiterer Bewohner von Gristlewood Valley namens Lee Carver sich darüber unterhalten, dass Lee seine Tochter erschossen hat, weil sie, dieser verdammte Freak, eins seiner Schweine getötet hat. Schon Tage zuvor hörte Trevor, dass sein Vater “dem Ganzen” ein Ende setzen will und seine Frau Marion, sprich Wills und Trevors Mutter, nichts dagegen tun könne. Trevor fasst den Entschluss mit Will zu flüchten. Beim Fluchtversucht geht jedoch was schief…
Fazit:
Mir hat das Comic sehr gefallen. Es schlägt zwar nicht solche Serien wie “The Walking Dead”, aber es zählt mit zu den 10 besten Serien, die ich seit meinem Neustart gelesen habe. Die Geschichte lebt zum Teil von Schlüsselmomenten, die das ganze Geschehen um 180 Grad drehen. Kaum denkt man, man wüsste was gleich passiert schickt das Comic einen wieder durch die Ahnungslosigkeit, was die Geschichte immer spannender macht. Ganz wichtig für die Geschichte sind natürlich Trevor und Will. Je mehr man mitbekommt und je mehr Will zu leben anfängt nimmt es einen mit und Mitleid und Trauer kommen hoch. Man fühlt förmlich, dass Will einen Leben in der Hölle geführt hat. Was das Ganze noch verschärft ist, dass Will von Grund auf ein liebenswürdiger Mensch ist. Ich hatte schon leicht solch einen Moment, wo ich dachte, dass sowas nicht sein kann. Wie kann man einem solch netten Menschen sowas antun?
Einziges Manko man erfährt nicht warum bestimmte Kinder anders sind und warum diese besondere Fähigkeiten haben. Wer Geschichten mag, die einen ein wenig aufwühlen und auf Twists a la “The Village” steht sollte zugreifen.



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