Dungeons & Dragons #0 (Comic-Review)

“Dungeons & Dragons”, die Mutter aller Pen and Paper Rollenspiele gab es bereits mehrmals in Comicform. Die neueste Inkarnation erscheint nun bei unserem geliebten IDW Verlag, gleich mit zwei laufenden Serien. Nummer 0 die letztens erschienen ist, vereint jeweils eine Geschichte aus den beiden nun kommenden Serien. Rollenspieler? Comicleser? Wen sprechen denn nun die neuen Publikationen an und wie gut sind sie umgesetzt? Erfahrt mehr nach dem Klick.

Titel: Dungeons & Dragons #0
Autor: John Rogers, Alex Irvine
Zeichner: Andrea Di Vito, Peter Bergting
Publisher: IDW Publishing
Format: Heft, 30 Seiten
Status: laufend
Umfasst: Dungeons & Dragons: Fell’s Five; Dark Sun: Freedom

Story:
Den Anfang macht die “Dungeons & Dragons” Geschichte “Fell’s Five” um eine Gruppe Abenteurer, die der Spur von Entführern in einen Dungeon folgen. Dort müssen Adric Fell, ein menschlicher Krieger, der Zwergenkrieger Khal, die Halblingdiebin Bree und der Elfenranger Varis sich nicht nur gegen Gnolle wehren, sondern auch ihr Geschick an Fallen und dem Namensgebendem Drachen beweisen.  Zu der typischen Heldengruppe stößt zum Ende auch noch die Dragonborn Magierin Tisha hinzu und macht somit Fell’s Five komplett.
Mit der Geschichte “Freedom” erhält man einen Ausblick auf die fünfteilige Miniserie aus der “Dark Sun” Kampagnenwelt. Dort wird der Gladiator Grudvik aus dem Bett der edlen Lady Rubi gezerrt, um später als Sklave verkauft zu werden. Grudvik hat aber andere Pläne als in Sklaverei zu schuften und unfrei zu sterben, weswegen er kurzerhand ausbricht und in der unerbittlichen Wüste sein Heil sucht.

Fazit:
Richtig viel Geschichte kriegt man in dieser Nullnummer natürlich nicht geboten, doch fand ich beide kurzen Teaser unterhaltsam genug, um gespannt zu sein was aus ihnen wird. Die Abenteuer um die fast schon klischeehafte Abenteurergruppe der ersten Geschichte beginnen im November so richtig, während Freunde von Grudvik sich noch bis Januar gedulden müssen.
Obwohl “Fell’s Five” voller Klischees ist hat mir diese Geschichte im Vergleich zur noch kürzeren “Freedom” besser gefallen. Vielleicht liegt es daran, dass man als Leser etliche Szenen oder Dialoge schon selber am Spieltisch erlebt hat, wenn man denn Rollenspieler ist, oder weil Joh Rogers unterhaltsame Dialoge schreibt und mit den wenigen Seiten, die ihm zur Verfügung stehen, das Beste macht. Die Geschichte ist ein typischer Dungeoncrawl gone bad, dessen Ende so vielleicht nicht so oft im Rollenspiel vorkommt, aber dessen Charaktere wohl jeder Spieler schon einmal getroffen hat oder gar selber gespielt hat. Manche Figuren, wie der Elf Varis, wirken jedoch auch in diesem Zusammenhang übertrieben klischeehaft und mehr an Legoals uns dessem Image angelehnt als am namensgebendem Spiel, war mein Eindruck.  Die Zeichnungen von Andrea Di Vito passen zwar sehr gut zur humorvollen Geschichte und dem leichten Abenteuerflair, doch erinnerte es mich mehr an “World Of Warcraft” als an den typischen D&D Stil. Deutlich besser finde ich hingegen das Artwork von Peter Bergting in der “Dark Sun” Geschichte. Sein Stil erinnerte mich in guten Momenten an die Art und Weise wie Mike Mignola seine Figuren mit dicken Konturen versieht. Auch zeigen die Figuren von Bergting bessere Emotionen in ihrem Gesicht und wirken, dem Setting entsprechend, grimmiger und erwachsener.
Für noch aktive D&D Spieler bietet das Heft, und wohl auch die nächsten, noch ein paar Extras. So wird es wohl immer auch Spielwerte von Figuren aus den Geschichten geben und Hintergrundinfos die sich im Spiel verwenden lassen. In dieser Nummer gibt es die Spielwerte des jungen schwarzen Drachens aus der ersten Geschichte und ein Q&A mit den jeweiligen Autoren.
Wer also etwas Kleingeld übrig hat sollte definitv diese Nummer Null mitnehmen. Gerade Rollenspieler, egal ob noch aktiv oder schon lange im Ruhestand, werden sich bestimmt für die erste Geschichte begeistern können, aber auch die Zweite macht mit ihren wenigen Seiten Lust auf mehr. Ich bin nun gespannt was aus “Dungeons & Dragons” wird, da ich fürchte die Geschichten um Fells Truppe könnten zu schnell langweilig werden. Lasst uns also hoffen.

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Ein Kommentar zu “Dungeons & Dragons #0 (Comic-Review)”

  1. [...] Paul vom Babbel-Net in seiner Review anmerkt, erinnert der Elf z.b. stark an Legolas, was ich zwar unterstreiche, aber im Gegensatz zu [...]

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