Ein Wombat. Eine tote Gottheit. Ein sehr sonderbares Epos. Die Webcomic-Reihe “Digger” von Ursula Vernon ist für Fans von Webcomics sicherlich keine Neuheit mehr, doch gibt es ja noch Menschen, welche diese tolle Geschichte um den weiblichen Wombat “Digger” noch nicht kennen. Da vor ein paar Wochen das letzte Panel in der Reihe erschien und die Autorin nun ihre Geschichte nach vier Jahren zu einem Ende gebracht hat, ist ein guter Zeitpunkt gekommen um als Neueinsteiger mit diesem selbstbetitelten Epos anzufangen. Mich hat die Geschichte mit all ihren philosophischen Anteilen aber auch ihrem schrägen Humor sehr überrascht. Ich wusste anfangs nicht auf was ich mich beim Lesen einlassen würde, dachte aber zunächst an eine Geschichte in der Art von Jeff Smiths “Bone” mit viel Abenteuer im Fokus der Erzählung. Digger ist zwar auch ähnlich, aber doch eine Ecke anders. Wenn “Digger” gleich zu Beginn mit einer Statue von Ganesha über Löcher philosophiert und dabei auch den Unterschied zwischen einem Avatar Ganeshas und der Gottheit selber anreisst, dann weiß man schnell ob diese Reihe etwas für einen ist. Mir haben die schwarzweißen Zeichnungen und die abgedreht unterhaltsame Geschichte sehr gefallen, weswegen ich euch passend zum Abschluss der Reihe doch gerne ans Herz legen mag, einen Blick zu riskieren. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen und euren Spaß haben.
Digger
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