Frage: Welcher Held ist schizophren, besitzt Mutantenheilkräfte und kennt so gut wie jede Waffe? Antwort: Der Merc with a Mouth, der Crimson Comedian, Wade Wilson oder einfach Deadpool. Unser aller Lieblingssöldner aus dem Marveluniversum ist natürlich der Gesuchte, und im aktuellen Fall seiner neuen Serie sogar gleich in doppelter Hinsicht. Doch lest selber.
Titel: Deadpool
Autor: Daniel Way
Zeichner: Paco Medina
Publisher: Marvel Comics
Erscheint seit: September 2008
Bis Dato erschienen: 11 Ausgaben
Story:
Nach dieser etwas anderen Einleitung können wir ja nun zum Eingemachten kommen. Nicht dass ich ein großer Fan von Eingemachtem bin, doch soll´s ja hier auch endlich um die Wurst gehen (Verzeihung liebe Vegetarier, doch Karotten oder Äpfel bieten sich bei so einer Metapher nur sehr schlecht an) und wollen nicht lange um den heißen Brei (Hmm, leckerer heißer Brei) herumreden.
Ok, ich gebe zu, ich habe mich etwas von der humorvollen Schreibe der Deadpool Comics anstecken lassen. Wie eingangs schon erwähnt, ist Deadpool etwas schiziophren und redet oftmals mit sich selber in verschiedenen Textboxen. So kommt es immer wieder zu sehr lustigen und abstrusen Dialogen zwischen Deadpool, seinem Über-Ich und seinem anderen Ich, über die heiße Kellnerin mit den dicken Ocken, ob der Typ der einen versucht zu killen nicht doch ganz nett ist oder einfach über die eigene, ungewöhnliche Vorgehensweise.
Inhaltlich ist die fortlaufende Serie vor allem zu Beginn sehr in die Kontinuität des Marveluniversums eingebunden. Der erste Story-Arc beginnt kurz vor Ende der “Secret Invasion” und führt deutschen Lesern schnell vor Augen, wie die “Secret Invasion” endet und auch wodurch. Danach gibt es jedoch einige sehr lustige Hefte mit Stories die man vollkommen ohne wirkliches Hintergrundwissen genießen kann. So trifft Deadpool auf vampirische Zombies (Zampire) oder Tiger Shark, sowie Bob – Agent von Hydra (sehr lustig). Die aktuellen Hefte greifen wieder mehr die aktuelle Lage im Marveluniversum auf und beschäftigen sich mit “Dark Reign” und allem was so zu Norman Osborne gehört (“Dark Avengers” ist hier das Stichwort). Gerade die letzten Hefte rund um Osborne und sein Killersquad gefallen mir persönlich nicht gut, da hier der Fokus zu sehr von der Figur Deadpool weggezogen wird um die aktuelle Kontinuität gedrückt zu werden.
Fazit:
Deadpool ist momentan so heiß wie nie und Marvel hat erkannt wie begehrt gute und humorvolle Stories mit ihm sind. Aus dem “Secret Invasion” Tie-In ist eine fortlaufende Serie geworden und mit “Suicide Kings” gibts gleich noch eine sehr gute Miniserie dazu. Für alle die nicht genug von Wade kriegen können, sei gesagt dass mit “Merc with a Mouth” eine zweite fortlaufende Serie starten wird, die mir in den Previews aber nicht wirklich gefiel.
Das liegt vor allem daran, dass Daniel Way und Paco Medina in der bisherigen Serie schon richtig gute Arbeit leisten und eine gesunde Mischung aus Humor und Action präsentieren. Plots voller absurder Gags geben sich die Klinke in die Hand mit Seiten voller Actionpanels, in denen die Kugeln nur so vorbeizischen und der Crimson Comedian sich kaum retten kann. Für alle die noch zweifeln: KAUFEN! und nicht bereuen.



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