Blackest Night Sonderband #1 (Comic-Review)

Ergänzend zur „Blackest Night“ Hauptserie gibt es natürlich einige Tie-In Hefte, so auch dieses. In Sonderband #1 werden die Schicksale rund um das Auftauchen der Black Lanterns aus Sicht von Batman und ab der zweiten Hälfte auch aus der Perspektive der Titans beschrieben. Ob sich der Kauf dieses Tie-In Bandes lohnt lest ihr nach dem Klick.


Titel: Blackest Night 2
Autor: P. J. Tomasi, J. T. Krul,
Zeichner: A. Syaf, E. Benes
Publisher: Panini Comics (DC)
Format: Softcover, 156 Seiten
Status: laufend
Umfasst: Blackest Night: Batman #1-3, Blackest Night: Titans #1-3

Story:
Während die Blackest Night überall Dunkelheit verbreitet, muss sich auch Dick Grayson als Batman der Gefahr durch die wandelnden Untoten erwehren. Nachdem Deadman hilflos miterleben muss wie sein Körper wiederbelebt wird, wendet er sich an Batman. Leider nicht auf dem Laufenden, kommt es zu einer kleinen Überraschung als er Dick in der Maske von Batman vorfindet und von diesem Besitz ergreift. Schnell klärt er ihn und Damian auf und zusammen erkennen sie, warum die Gräber der Waynes geschändet wurden. Passend dazu haben etliche schwarze Ringe sich der Körper einiger verstorbener Verbrecher angenommen und suchen nun Gotham heim. Deadman und Damian kümmern sich mit Barbara und Jim Gordon um die wütenden Black Lanterns in Gotham City, während Dick und Tim Drake sich um ihre von den Toten auferstandenen Eltern kümmern müssen.
Die zweite Hälfte des Sonderbandes beinhaltet das “Blackest Night” Tie-In zu den Titans. Diese gedenken in ihrem Titans Tower gerade der gefallen Freunde und erinnern sich an bessere Zeiten. Kurze Zeit später geraten Hawk und Dove in einen Kampf mit dem verstorbenen Vorgänger von Hawk. Stück für Stück werden auch die anderen Titans in Kämpfe mit alten (toten) Freunden gezogen und finden kein Mittel gegen diese. Doch scheint es in den Reihen der Titans doch eine Person zu geben, die gegen die Untoten etwas ausrichten kann.

Fazit:
Mein Fazit für diesen Band ist zwiegespalten. Das liegt natürlich an der Zusammenstellung dieses Bandes, welcher mit zwei sehr unterschiedlichen Titeln doch auch zwei sehr unterschiedliche Qualitäten besitzt. Mir persönlich gefiel die erste Hälfte rund um Batman, Robin und die Graysons sehr gut. Das Artwork von Adrian Syaf ist pragmatisch genug um die Story weiterzubringen und bietet dennoch einige gute Momente (die Darstellung von Deadman fällt mir da ein). In der zweiten Hälfte des Bandes, dem Titans Teil, haben mir die Zeichnungen von Ed Benes gar nicht gefallen. Das erinnerte mich zu sehr an diverse 90er Wildstorm Titel, gerade auch die etlichen Team Shots trugen zu diesem Gefühl bei, und wirkte hier fehl an der Stelle. Vielleicht geht das nur mir so, doch finde ich diesen 90er überdrehten und „sexy“ Stil nur noch selten gut, da leider zu oft gesehen und zu oft falsch eingesetzt. Wenn man schon Figuren so zeichnet, dann sollte meiner Meinung nach auch die Story dazu passen und auf diesem Widescreen Niveau solcher Titel wie “WildCats”, “Spawn” oder auch “Authority” sein. Das schafft Krul hier nicht, auch wenn er sich mit einer Actionszene alle zwei Seiten redlich Mühe gibt. Mein negativer Eindruck zum Titan Teil ist sicherlich auch etwas meiner Antipathie für diese Reihe geschuldet, da ich bis auf Kid Flash eigentlich keine Figur auch nur oberflächlich interessant finde. Während die erste Hälfte dieses Sonderbandes also noch eine Geschichte mit einem gutem roten Faden und echten Szenen bietet, empfinde ich die Titans Geschichte wie eine Ansammlung von Actionmomenten die lieblos durch langweilige Liebesgeschichten verbunden werden. Wer möglichst viel von der Blackest Night lesen möchte, der wird hier zugreifen egal was ich schreibe. Leute, die wie ich lieber zweimal überlegen etwa 17 € für einen evtuell nur leidlich interessanten Band auszugeben, sollten sich fragen, ob sich etwa 70 Seiten gute Batman Geschichte für diesen Preis lohnen. Andernfalls kann ich nur empfehlen die Finger davon zu lassen.

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