Ausgewogener als die ersten beiden Hefte präsentiert sich die dritte Ausgabe der “Blackest Night”. Zwar geht es auch hier wieder gut zur Sache und ist der Heldentod ebenfalls nicht fern, doch bietet Geoff Johns in diesem Heft auch einige Antworten auf brennende Fragen zum Ursprung des Zombie Lantern Corps und seiner Macht. Wer sich fragte wann denn auch mal gute Dialoge Einzug in dieses Event erhalten, oder gespannt darauf wartet mehr von Indigo zu erfahren, sollte weiterlesen um sich darüber zu informieren.
Titel: Blackest Night 2
Autor: Geoff Johns
Zeichner: Ivan Reis
Publisher: Panini Comics (DC)
Format: Heft, 52 Seiten
Status: laufend
Umfasst: Blackest Night 3, Blackest Night: Tales of the Corps 1-2
Story:
Dachten Hal Jordan und Barry Allen zum Ende von Blackest Night #2 noch, dass sie die untote Variante ihres alten Freundes J’onn J’onnz mit Hilfe seiner alten Schwäche – Feuer – besiegt hatten, müssen sie nun feststellen dass dieser „überlebt“ hat und auch noch Unterstützung bekommt. So treten die beiden Helden gegen eine untote Variante der Justice League an. Überaschenderweise stößt Ray Palmer zu ihnen, der sich im schwarzen Ring von Carter Hawk versteckt hielt und so auch einige Details zur Beschaffenheit der neuen Ringe preisgeben kann. Die Lage wird immer ernster, als plötzlich zwei Mitglieder des Indigo Stammes auftauchen und gemeinsam mit dem grünen Licht von Hal einige der Black Lantern Zombies vernichten können. Gemeinsam mit Ray teleportieren die beiden Hal und Barry in das Hauptquartier der JLA in Washington. Dort sind bereits Firestorm, der ein Notsignal von Aquaman bekam, welches jedoch von Mera kam die dort Zuflucht suchte. Gemeinsam werden sie von Indigo-1, dem weiblichen Mitglied des Indigo Stammes über den Krieg des Lichts und seiner Ursprünge aufgeklärt und erfahren, wie man die Macht der Black Lanterns bricht. Diese sind jedoch nicht weit und es kommt zu einem folgenschweren Kampf, bei dem ein Held das Zeitliche segnet.
Fazit:
Blackest Night #3 ist gerade zu beginn wieder sehr kampflastig, knüpft es doch an Band #2 an. Hal und Barrys Kampf gegen die untote Version der Justice League ist gut in Szene gesetzt und wirkt vor allem Dank der Präsenz von Carter Hawk sehr intensiv. Das Auftauchen von Firestorm hat mich etwas gestört, wirkt es doch mehr wie ein Mittel für eine dramatische Szene, als eine sinnvolle Ergänzung einer eh schon sehr vollen Handlung. So bietet sein Vorhandensein gar kein neues Element für die Geschichte und ruft auch kein Interesse bei mir hervor. Warum die beiden Indigo Stammesmitglieder ausgerechnet bei Barry und Hal auftauchen ist mir etwas zu viel Autoren Hokuspokus von Johns. Klar, sie suchen ihn auf, weil er „… auf besondere Weise mit den mächtigsten Mitgliedern der Corps verbunden.“ ist, doch wäre es nicht sinnvoller gewesen wenn sie erstmal auf OA vorgesprochen hätten? Nach dem Gespräch mit Indigo-1 gibt es ein sehr ehrliches Gespräch zwischen Hal und Barry, welches mir sehr gefiel. Hier wird wieder die spezielle Beziehung der beiden „alten“ Freunde sichtbar und wie sehr die beiden mit dem Tod verbunden sind und wie sie die Konfrontation mit eben diesem unterschiedlich geprägt hat. Das ist für mich bisher die beste Seite die Johns während der “Blackest Night” verfasst hat, denn sie wirkt sehr aufrichtig und trifft für mich den Ton der beiden Helden sehr gut. Allein dafür lohnt sich der Kauf dieser Ausgabe. Geradezu konträr steht dazu die vollkommen unnötige Verheizung von Firestorm bzw. dessen einer Hälfte Gehenna durch die Hände des Zombiefirestorms. Das wirkt wie billiges Emotionskino, welches Wut und Trauer auslösen soll und zeigen muss wie oh gefährlich die Black Lanterns auch wirklich sind, ruft in mir aber nur Mismut über solch billige Taschenspielertricks von Johns bei mir hervor.
Reis Artwork ist wie immer ok, doch gefallen mir die Szenen mit Carter Hawk besonders gut. Sie wirken deutlich kinetischer und brachialer als seine bisherigen Kampfszenen.
Dank der guten Dialoge von Barry und Hal, der neuen Infos zum Krieg des Lichts und der netten Kampsequenz kann ich das Heft empfehlen. Der Zusatz mit einem Auszug aus dem Schwarzen Buch, einer Geschichte um den Indigo Stamm und eine weitere über ein Mitglied des Red Lantern Corps sind ok, haben mich aber nicht wirklich begeistert.



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