Meine erste Überschrift hierfür las sich so: Mircomachines. Das war natürlich nicht beabsichtigt, zeigte aber schon die Richtung vor. Ähnlich wie die beliebten Minispielzeuge aus den 80ern und 90ern die “Realiät” in winzigem Maßstab nachbildeten, schaut die Micromachina Ausstellung auch auf sehr kleine Dinge und riskiert dabei einen Blick in die Zukunft. Bereits heute arbeiten Wissenschaftler der DARPA und ähnlichen Einrichtungen daran, die Natur und ihre Einwohner sich zu Nutze zu machen. Käfer und andere Insekten können schon mit Mikrofononen oder Peilsendern ausgestattet und auch erfolgreich gesteuert werden. Die Ausstellung auf dem Adelaide Fringe Festival zeigt wohin der Weg führen kann, wenn man sich die Natur – hier Käfer – zum Untertan macht. In kleinen Dioramen mit Figuren aus dem Modelbahn Katalog und mit Schrauben und Drähten modifizierten Käfern gibt es einen Einblick in eine Zukunft die wahrscheinlich nie sein wird, aber unter anderen Umständen möglich wäre.
Archiv für die Kategorie ‘Sonstiges’
Micromachina
Samstag, 19. März 2011Fools, I’ll destroy you all!
Dienstag, 15. März 2011
Teslaspulen laden findige Geeks immer wieder ein um mit ihnen außergwöhnliche Dinge auszuprobieren. Ob nun das “Zurück in die Zukunft” Theme oder die Titelmelodie von “Dr. Who” mittels der hochfrequenten Wechselspannung intoniert werden oder doch das eher rabiate “Mortal Kombat” Theme ist dann zwar Geschmackssache, zeigt aber die Vielseitigkeit dieses Geräts. In Kombination mit anderen technischen Geräten lassen sich aber noch ganz andere Sachen mit veranstalten. Wie schnell sich die Kinect Steuerung bzw. die Kamera des Kinect Moduls als lustiges Spielzeug für Bastelfüchse entwickelte, zeigen nicht nur die ersten Musikvideos (hier und hier) welche mit dieser gedreht wurden, sondern auch Steurungspielereien von Fremdgeräten über die Kamera. Ben X Tan hat aus der Kamera einen MIDI-Controller gemacht, was das vorhandene spielerische Element von Kinect quasi aufgreift und um eine echte künstlerische Ebene erweitert, und Studenten vom Bartlett University College in London haben die praktische Seite der Kinectsteuerung auf einen Robotergreifarm übertragen. Ganz frisch aus England ist jedoch der “Evil Genius Simulator“. Tom Wyatt und das London Hackspace Team haben die Kinectkamera mit Teslaspulen kombiniert und so die Möglichkeit für oberfiese, theatralische Lacher geschaffen. Somit bleibt nur zu empfehlen, dass ihr all den Links mal folgt und zu sagen: “Behold the power of elictricity!“
Holy lightswitch, Batman!
Samstag, 5. März 2011
Die “Holy … Batman!” Sprüche von Burt Ward als “Robin” aus der altbekannten und durchaus unterhaltsamen “Batman” TV-Serie finden ja manchmal auch im wirklichen Leben einen Zeitpunkt um sinnvoll zu sein. Viele weitere Sachen aus der Serie sind zwischen iPhone und Multitool schon eher unbrauchbar – siehe das Anti-Hai Spray. Über Clockworker bin ich jedoch eine Bastelarbeit mit Anleitung gestoßen, welche sich wunderbar in nahezu jeder heimischen Batcave gut macht. Die Rede ist vom Shakespeare Kopf im Arbeitszimmer von Wayne Manor, welcher einen geheimen Knopf beherbergt um zu den Batpoles zu gelangen. Chris von The New Hobbyist baute sich in seiner Freizeit nun so eine Geheimbüste – wobei Shakespeare durch Beethoven ersetzt wurde – und zeigt uns sehr ausführlich wie leicht es doch geht sich selbst einen dieser geilen Schalter zu fertigen. Ob man ihn nun als Lichtschalter, Knopf für Geheimtür hinter dem Bücherregal oder einfach als nettes Gimmick nutzt, das bleibt einem dann aber doch selbst überlassen. Ich fand die Idee zumindest sehr klasse und könnte mir vorstellen, dass einer von euch gerade seine Höhle umbaut und noch den einen oder anderen Lichtschalter braucht. Hier werdet ihr dann fündig, ich wünsche viel Spaß beim Basteln.
Zukunftsmusik
Donnerstag, 3. März 2011
Unsere japanischen Freunde mal wieder. Es ist ja nicht so, dass wir unsere letzten Beiträge zum Themenkreis “In Japan macht man komische Dinge” so schnell vergessen hätten (oder gar könnten), doch faszinieren mich die Meldungen über Otakus und die typische japanische Leichtigkeit im Umgang mit Virtualität halt immer wieder. Auch dem letzten Europäer wird wohl mittlerweile klar sein, dass Popmusik in Japan noch künstlicher ist als in unseren Breitengraden. Da werden “Bands” gecastet wie im Football, jedes Jahr gibt es neue Mitglieder und es bilden sich sogar Spin-Offs. Dass eine Vielzahl der Popsternchen dem typischen japanischen Muster für Kulleraugen und kindlichem Äußeren entsprechen ist wohl ebenfalls kaum erwähnenswert. Die Tatsache, dass manche dieser Megastars – denn mit etlichen Platin Schallplatten gehört man wohl in diese Kategorie – aber noch nicht mal wirklich in Fleisch und Blut existieren war für mich aber schon eine Neuigkeit. Über einen kurzen Eintrag bei Warren Ellis bin ich auf das Phänomen virtueller Stars in Japan gestoßen, welcher mich doch sehr fasziniert hat. Der Beitrag von Ellen Rogers schildert die Auswirkungen eines von ihr geschriebenen Artikels über die virtuelle Popsängerin Hatsune Miku. Diese reichten von Bombendrohungen gegen den Zeitschriftenverlag in dem der Artikel erschien, bis hin zu sehr unschönen persönlichen Drohungen gegen ihre Person – allesamt von aufgebrachten Fans der Figur Miku. Hatsune ist eigentlich keine richtige Figur, sie ist mehr eine Meme, ein Pool verschiedener Interessen gebündelt durch die Synthesizer Software “Voclaoid 2″. Nachdem mit Hilfe der Software jeder seinen Gesang durch die Stimme des Maskottchens der Software – Hatsune Miku – laufen lassen konnte, nahm die Popularität der Figur so sehr zu, dass man aus ihr eine “echte” Figur machte. Zwar kann jeder Japaner noch Hatsune an seinen Geschmack anpassen, doch ist es soweit, dass Miku auch schon echte Konzerte gibt und vor einem fanatischen Publikum auftritt. Gerade diese “Offenheit” der Figur macht sie wohl so beliebt und zur einer perfekten Schablone für die eigenen Wünsche und Träume. Mir ist zwar nicht ganz klar, wie man sich so sehr in eine virtuelle Figur reinsteigern und all seine Emotionen auf sie dauerhaft projizieren kann, wie es anscheinend in Japan ja passiert, doch ist es ein wirklich spannendes Thema mit dem ich mich sicherlich noch eine Weile beschäftigen werde. Auch im Westen gibt es sicherlich solche Tendenzen, allein wenn man sich die Gemengelage aus Fanfiction – Slashfiction gilt es hier besonders herauszuheben – oder Fanstories im Bereich Comics und Videogames ansieht. Dass wir Europäer deutlich länger brauchen um Trends wie diese aus Japan aufzunehmen, gibt uns zum Glück den Vorteil auch noch einen Ausblick in die Zukunft solcher Vorgehensweisen zu haben und zu sehen wohin diese Reise führen könnte. Dass diese virtuellen Sternchen auch bei uns sicher irgendwann ankommen ist für mich ziemlich klar, wenn man bedenkt wie die hiesige Musikindustrie mit ihren Künstlern und Kunden umgeht und dabei massiv vierliert. Also, auf in eine japanische Zukunft! Zur Lektüre nebenher empfehle ich dem Interessierten “Idoru” von William Gibson – eine westliche Sicht auf virtuelle Stars der Zukunft.
Ein Denkmal für RoboCop
Donnerstag, 17. Februar 2011
Philadelphia, die Stadt der brüderlichen Liebe, hat ihrem Stadthelden und Lokalheiligen “Rocky Balboa” bereits vor Jahren eine Statue gewidmet und zelebriert so das zelluloide Boxen. Nun haben sich einige tausend Fans des stählernen Polizisten aus Detroit zusammengefunden, um ihrem Helden und Stadtsymbol “RoboCop” ebenfalls eine Statue zu errichten. Das klingt natürlich ziemlich dämlich, einer fiktiven Figur eine Statue zu errichten, gerade wenn man bedenkt wie gewaltsam die Filme um RoboCop eigentlich sind und die Stadt unglaublich viele und große andere Probleme hat. Daher ist es auch nicht verwunderlich dass der Bürgermeister von Detroit nur sehr zögerlich auf die Offerte, die fertige Statue der Stadt als Geschenk zu übergeben damit diese sie dann öffentlich ausstellt, reagiert. Interessant an der ganzen Aktion ist mal wieder die Vernetzung von Gleichgesinnten über das Netz und die Möglichkeit mit vielen kleinen Beiträgen diese Idee zu unterstützen. Aus einem Tweet an den Bürgermeister geboren, entwickelte sich eine Facebook-Seite mit dem Anliegen eine solche Statue zu bauen um schlussendlich über Kickstarter genug Geld dafür zu sammeln. Es scheint das Jahr von Twitter als Starter für tolle und wichtige Ideen zu sein. Mehr Infos über die Aktion gibt es bei Facebook, Kickstarter und Reuters.
Conan O’Brien Gets Animated
Dienstag, 21. Dezember 2010
Dank der neu gefundenen Heimat in den Warner Bros Studios in Burbank und der damit relativen Nähe zu den Warner Bros Animation Studios kam es letztens zu zwei sehr unterhaltsamen Begegnungen zwischen Conan O’Brien und den Zeichnern von WB. Nachdem Conan vor einigen Wochen Bruce Timm dazu brachte einen Comic Superhelden aus ihm zu machen und diesen nach seinen Wünschen zu zeichnen, nimmt unser Held diese Woche seinen Sidekick mit. “The Flaming C” so Conans Superheldenname, hat einen seiner getreuen Helfer mitgenommen in die Animationsabteilung von Warner Bros um dessen Neuinterpretationen klassischer weiblicher DC Comics Figuren vorzustellen und mit WB Animation Director Peter Girardi zu besprechen. Ein Schelm wer Böses bereits im Vorfeld vermutet. Die beiden Folgen aus der Reihe “Conan Gets Animated” sind sehr unterhaltsam, gerade für DC Comicfans und lassen auf weitere Kollaborationen mit den Jungs von Warner Bros Animation hoffen. Nach dem Klick könnt ihr euch beide Videos anschauen, viel Spaß. (weiterlesen …)
Bad Faith Awards 2010
Sonntag, 19. Dezember 2010
Da wir hier im Lager Babbel-Net den Glauben an Gott eher unter der Kategorie “Fantasy” führen – oder “Science-Fiction”, je nachdem welcher Religion man nun folgt – sind wir immer wieder amüsiert aber auch verärgert über religiöse Spinner und Fanatiker. Ähnlich sehen es die Leute von New Humanist auch und haben zum Ende des Jahres Fazit gezogen und präsentieren nun die “Bad Faith Awards 2010“. Den Vorjahressieger Papst Benedict XVI zu schlagen war dieses Jahr leider nicht möglich, doch enthält die Liste auch dieses Mal eine illustre Gruppe an Priestern des Hasses und Predigern der Vernichtung. Wer sich also für gottlos hält – und darauf auch noch stolz ist – wird sicherlich seinen Spaß an der Liste haben. Irrationale Spinner und Bücherverbrenner sollten demnach aber der Liste fernbleiben, es könnte sonst zu gravierenden Erkenntnissen und echter Meinungsbildung kommen. Ab zur Liste!
The Freebird Rule
Montag, 13. Dezember 2010
Nein, ich meine nicht die inoffizielle Freebird Regeln der “Faboulous Freebirds” aus den 80ern, sondern möchte kurz auf eine bemerkenswerte Aktion in New York hinweisen. Gerade in Zeiten in denen die Visionen eines George Orwell immer öfter Realität werden und “Nationale Sicherheit” bzw. “Sicherheit” im Allgemeinen die Grundlage für etliche undemokratische und freiheitsberaubende Maßnahmen sind, ist es um so erfreulicher zu sehen, dass es auch noch Polizisten und Verwaltungsbeamte mit Hirn und gesundem Menschenverstand gibt. Anfang des Monats flog “Team Black Sheep” mit einem ferngesteuerten Flugzeug einige Runden rund um die Freiheitsstatue und die Brooklyn Bridge. Auf dem Flugzeug waren zwei Kameras angebracht, von der eine zum Steuern der “Drohne” benutzt wurde und die andere wunderbare Videos aufnahm. Nachdem die Polizei und die Park Ranger von dem kleinen Flieger Wind bekamen, verhielten diese sich wohl aber sehr professionell und zückten nicht sofort die “Terrorist!” Karte, sondern sprachen kurz mit dem Team und ließen sich die Aktion in aller Ruhe erklären. Das Produkt dieser netten Zusammenarbeit von Fliegern/Filmern und den Behörden sind drei Minuten an Videomaterial die es in sich haben. Man sieht wie die kleine Maschine um die Freiheitsstatue düst und einen kurzen Sturzflug an der Brookly Bridge vollführt, sowie einen schönen Rundflug über Manhattan. Nach dem Klick könnt ihr das Video natürlich sehen und im Forum des Teams gibt es weiterführende Infos zum Flugzeug und den technischen Details. (weiterlesen …)
Weihnachtsgeschenke für Geeks und Nerds – 2010 – Teil 1
Dienstag, 7. Dezember 2010
Das Frohe Fest, die wohl stressigsten Feiertage des Jahres stehen bald ins Haus und darum wollen wir euch helfen unter die Arme greifen. Wir wissen wie schwer es manchmal ist, das richtige Geschenk für Freunde und Verwandte zu finden und darum haben wir wie auch schon im letzten Jahr und davor eine Liste mit möglichen Kandidaten verfasst. In dieser Liste und der von Dennis, solltet ihr eigentlich genug Geschenke finden um eure Freunde, Verwandten oder euch selber mit geekig, nerdigen materiellen Besitz einzudecken. Da wir selber natürlich auch nicht alles wissen, sehen oder finden, sind wir über weitere Vorschläge von euch bestimmt sehr erfreut. Also, lasset das Beschenken beginnen … zumindest das Bestellen. (weiterlesen …)























































