Archiv für die Kategorie ‘Musik’

Terror – Live @ This Is Hardcore 2011

Montag, 3. Oktober 2011

Vom 11. bis zum 14.08.2011 fand in Philadelphia, Pennsylvania, USA das mittlerweile sechste “This Is Hardcore” Festival statt, wo insgesamt 55 Bands auf der Bühne für mächtig Dampf gesorgt haben. Mit von der Partie waren neben den Bands wie Madball, Youth Of Today, Underdog, H2O, Foundation, Blacklisted, From Ashes Rise und vielen anderen auch unsere zweimaligen Podcastgäste Terror, die erst durch die Empfehlung des WWE Superstars CM Punk per Twitter auf unserem Radar auftauchten und es seitdem nicht mehr verlassen haben. Wer die Konzerte der Band in Deutschland verpasst hat, nach einem Konzertbesuch immer noch nicht genug hat oder sich noch kein genaues Bild machen konnte, wie ein Konzert der Truppe aussieht, der hat nun gleich die Möglichkeit das komplette 35 minütige Konzert des Samstag-Headliners hier anzusehen. Unter den 13 Songs der gespielten Setlist tummeln sich nicht nur Klassiker aus vergangenen Tagen, sondern auch ein paar Kracher vom aktuellem Album “Keepers Of The Faith” dessen Titeltack gleichzeitig das Ende und auch das Highlight des Konzert bildet. Noch mehr Videos vom Festival findet ihr übrigens hier. So genug Bla Bla von mir und ab ins Pit nach dem Klick! “Keepers of the faith. I will defend your name!” (weiterlesen …)

Svavar Knútur On Tour – While The World Burns…

Montag, 19. September 2011

Hört her, hört her! Svavar ist wieder hier! Wie im April bereits angekündigt betritt der isländische Troubadour Svavar Knútur am kommenden Sonntag nach fünf Monaten Pause wieder deutschen Boden, um durch die hiesigen Städte und Bühnen zu ziehen. Neben den zehn deutschen Städten wie Berlin, Stuttgart, Köln und Hamburg stehen auch zwei Städte aus meiner zweiten Heimat Polen und jeweils eine aus der Schweiz und Österreich auf dem Reiseplan unseres Freundes. Vor allem Polen als auch Österreich werden bei ihm hoch im Kurs stehen, da Svavar sie nun zum allerersten Mal bereisen wird. Aber keine Sorge, egal wo der isländische Troubadour auftaucht er hat immer eine Vielzahl an interessanten und lustigen Geschichten als auch wundervollen Liedern im Gepäck, um jeden Abend zum einzigartigen Highlight zu verwandeln, dass den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Musikalisch gesehen erwartet einen eine mitreissende Reise vom Elend bis zur Erlösung, die zugleich verzaubert und melancholisch stimmt, aber letzten Endes mit einem guten Gefühl und einem Schmunzeln im Gesicht entlässt. Da Svavar im Januar 2012 sein neues Album aufnehmen wird, kann man sicherlich davon ausgehen, dass er auf dieser Tour den einen oder anderen Song vor Livepublikum antesten wird. Aber auch seine bereits bekannten Songs von seinen beiden Alben “Kvöldvaka” (2009) und “Amma” (2010) wird man währenddessen zu hören bekommen. Christopher als auch ich werden natürlich wieder die Chance nutzen, um unseren Freund wiederzusehen. Aktuell peilen wir den Besuch des Konzerts am 07.10.2011 im Kulturcafé Lichtung in Köln an und würden uns sehr freuen, wenn auch einige von euch dahin kommen würden. Mit im Gepäck werden wir sicherlich wieder ein Gerät haben, um den Abend für all die Unglücklichen unter euch, die keine Zeit haben oder zu weit weg von den einzelnen Locations wohnen, festzuhalten und dann hier im Blog zu präsentieren. Wer immer noch nicht so recht weiß, was ihn bei Svavars Konzerten erwartet, der kann sich mal die Liveaufnahmen seiner Konzerte in Duisburg, Köln und Bochum anhören und teilweise sogar ansehen. Mehr zu Svavar findet ihr im Archiv. Also wenn ihr Lust und Zeit habt, dann schaut doch vorbei und genießt diesen Abend gemeinsam mit Svavar und uns. Es lohnt sich auf jeden Fall.

25.09.2011 (20:00 Uhr): Intersoup (Berlin)
27.09.2011 (20:00 Uhr): Meskalina (Poznań, Polen)
28.09.2011 (20:00 Uhr): Kawiarnia Baszta (Ostrzeszów, Polen)
29.09.2011 (20:00 Uhr): Café Dogenhof (Wien, Österreich)
30.09.2011 (20:00 Uhr): Silent Friday (Stuttgart)
01.10.2011 (20:00 Uhr): Viertel (Trogen, Schweiz)
03.10.2011 (20:00 Uhr): Trachtenvogl (München)
04.10.2011 (20:00 Uhr): Cayman-Bar (Gunzenhausen)
05.10.2011 (19:00 Uhr): Haus des Buches (Leipzig)
06.10.2011 (20:00 Uhr): Zimmertheater (Tübingen)
07.10.2011 (20:00 Uhr): Kulturcafé Lichtung (Köln) !!! ;)
08.10.2011 (20:00 Uhr): Melodica Festival (Berlin)
09.10.2011 (20:00 Uhr): Schnürschuh Theater (Bremen)
10.10.2011 (20:00 Uhr): Kulturhaus III & 70 (Hamburg)

Kelstone H.O.T. Contest: Stefan Huth For The Win!

Dienstag, 16. August 2011

Keine Panik! Wir sind nicht zurück, sondern immer noch mitten in unserer kleinen Pause, um die gamescom in Köln und den Serverumzug hinter uns zu bringen. Dennoch gibt es einen guten Grund für einen kurzen Moment die Arbeit hier wieder aufzunehmen. Mein Kollege und je nach Sichtweise auch alter Bandkollege (es war doch nur eine Probe) Stefan Huth braucht eure als auch unsere Hilfe beim H(ands).O(n).T(op). Contest von Kelstone. Dort gibt es mit einem Kelstone im Wert von 1361 € ein neuartiges Saiteninstrument mit 9 Saiten zu gewinnen. Da Stefan generell ein Faible für viele Saiten hat sei es an einer Gitarre, an einem Bass oder einem Chapman oder NS Stick ließ er sich diese Chance natürlich nicht nehmen. So schnappte er sich einen seiner Chapman Sticks legte diesen auf einen Keyboardständer und spielte ihn wie einen Kelstone, während die Kamera diesen Moment für den Contest festhielt. Das Video ist bereits auf YouTube zu finden und muss nur noch von uns und euch jeden Tag mehrmals angeklickt werden, da das meistgesehenste Video am Ende das Rennen in diesem Contest machen wird. Natürlich ist das Verbreiten des Videos sehr erwünscht. Wir drücken an dieser Stelle dem Stefan die Daumen und hoffen, dass er demnächst einen Kelstone im Wert von 1361 € bei sich zu Hause stehen haben wird ohne einen Cent dafür bezahlt zu haben. So und nun gehts auch wieder zurück in die Pause und nicht vergessen schön Stefans Video jeden Tag mehrmals anzusehen und zudem für uns beim European Podcast Award zu voten. Mehr zu Stefan und dem Contest gibt es nach dem Klick und wenn wir auf einem neuen Server wieder am Start sind. Also anschauen! Jetzt! (weiterlesen …)

Cold – Superfiction (Podcast: Album-Review)

Montag, 8. August 2011

Wer von euch mit den Albentiteln “13 Ways To Bleed On Stage” (2000), “Year Of The Spider” (2003) und “A Different Kind Of Pain” (2005) oder den Songs “Just Got Wicked”, “End Of The World”, “Stupid Girl”, “Black Sunday” und “Anatomy Of A Tidal Wave” was anfangen kann gehört wie ich zu den Glücklichen, die irgendwie durch Zufall oder vielleicht sogar Schicksal – man kann ja nie wissen – auf die Band Cold gestoßen sind. Wieso glücklich? Obwohl die Band seit 1996 versucht ihren festen Platz im Musikgeschäft zu schaffen hat es, trotz vier guter Alben (zwei davon mit Gold ausgezeichnet), einem Schub durch Fred Durst und Namen wie Ross Robinson und Chris Vrenna an den Reglern, Gastauftritten auf Soundtracks zu Spielen wie “Jet Grind Radio” (2000) oder “Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy” (2004) oder Compilations der bekannten Wrestlingorganisationen WWF bzw. nun WWE und ECW, nie wirklich ausgereicht, um sich gegen den großen Mischmasch der damals brandneuen Bands wie Staind, Papa Roach, Slipknot, Mudvayne, System Of A Down, Puddle Of Mud, 3 Doors Down, Nickelback und Co durchzusetzen. Selbst das erfolgreichste Album der Band “Year Of The Spider”, dass in den Billboard 200 Charts auf Platz 3 landete, konnte daran nichts ändern und brachte für die hiesigen Fans nur den Vorteil zum ersten Mal ein Album der Band direkt im Laden zu finden und nicht extra importieren zu lassen. Somit ist die Band leider nach 15 Jahren immer noch ein heißer Insidertipp, der meiner Meinung nach viel viel mehr verdient hat als ständig unterhalb des Radars sein Dasein zu fristen. Nach sechs langen Jahren in denen sich die Band zudem noch 2006 auflöste, um 2009 wieder zurückzukehren, meldet sich Cold aus Jacksonville, Florida von den Toten zurück und das mit ihrem fünften Album “Superfiction” im Gepäck. Ich, der der Band seit 2001 die Treue hält, bin natürlich schon von der Ankündigung der Reunion der Band hin und weg gewesen und musste gleich mehrmals schreiend in die Luft springen. Ob dieses Gefühl auch anhält nachdem ich in die Welt der “Superfiction” abgetaucht und im Netz der Spinne gefangen genommen bin erfahrt ihr nach dem kalten Klick! (weiterlesen …)

The Continuingly Ill Adventures Of The Beastie Boys

Freitag, 29. Juli 2011

Mit dem am 27.04.2011 erschienenen achten Studioalbum “Hot Sauce Committee Part Two” meldeten sich die Beastie Boys bestehend aus Mike D, MCA und Ad-Rock nach einer Durststrecke von vier Jahren mit neuem Material zurück. Bereits davor sorgte das Trio für viel Furore mit Adam Yauchs (MCA) Kurzfilm “Fight For Your Right Revisited” anläßlich des 25. Geburtstages ihres Hits “Fight For Your Right” ohne dabei wirklich selber groß im Vordergrund zu stehen. Das brauchten sie auch nicht, denn dafür karrten sie mit Elijah Wood, Danny McBride, Seth Rogan, Will Ferrell, Jack Black, John C. Reilly und vielen vielen mehr ein wahres Staraufgebot an, dass man in dieser Zusammenstellung mal gesehen haben muss. Wie bei fast jedem Video der Beasties musste auch im Falle der brandneuen Singleauskopplung namens “Don’t Play No Game That I Can’t Win” ein besonderes Werk an Film her, um bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dafür holten die Herren einen altbekannten Kollegen ins Boot – sein Name Spike Jonze! Er hat uns nicht nur Filme wie “Being John Malkovich” (1999), “Adaption” (2002) und “Where The Wild Things Are” (2009) oder Kurzfilme wie “I’m Here” (2010) geliefert, sondern auch die bekannten und kultigen Musikvideos zu Weezers “Buddy Holly“, Daft Punks “Da Funk“, Pavements “Shady Lane” und die besondere Perle der Beastie Boys “Sabotage“. Wer von euch jetzt an eine Fortsetzung des Spektakels mit Perücken und angeklebten Bärten denkt, den muss ich jetzt  leider enttäuschen, denn im Video zu “Don’t Play No Game That I Can’t Win” hält sich das Trio von der Kamera fern, aber steht dennoch im Fokus des Ganzen. Im folgenden Video seht ihr gleich wie Ad-Rock, MCA und Mike D gemeinsam mit der Sängerin Santigold als “Action Man” und “Barbie” Figuren die Bühne stürmen und anschließend nach einem Anschlag auf ihr leibliches Wohl in James Bond Manier flüchten. Dazu gesellen sich noch Zombies und einige nette Ideen, die man bereits aus anderen Filmen von der großen Leinwand her kennt und das recht steife Puppenspiel auflockern. Besonders die hier verwendete Egoperspektive der Actionfiguren fand ich recht interessant. Wer von euch das aktuelle Album noch nicht gehört hat, bekommt zusätzlich neben “Don’t Play No Game That I Can’t Win” und den Sebastian Remix des Songs noch “The Bill Harper Collection” und “Funky Donkey” zu hören. Als Fan der Band ist der 11 minütige Kurzfilm von Spike Jonze definitiv ein Muss, aber auch Leute, die einfach nur ein ansehnliches Video sehen möchten sind hier gut aufgehoben. Wer danach noch mehr Actionfiguren in Aktion sehen will, kann sich später hier noch eine Ladung abholen. Aber nun genug von mir und Vorhang auf für die Beastie Boys in “The Continuingly Ill Adventures Of The Beastie Boys”. (weiterlesen …)

Aces High – Flugsicherheit mit Bruce Dickinson

Mittwoch, 27. Juli 2011

„Run, live to fly, fly to live, Aces high“! Das Bruce Dickinson, der Sänger der Metal-Band Iron Maiden, begeistert vom Fliegen ist, ist ja weithin bekannt. Nicht nur ein Song der Band handelt von Luftschlachten, den Abenteuern der Lüfte und der Freiheit des Fliegens. Und wer die Dokumentation „Flight 666“ gesehen hat, weiß auch, dass die Band nicht nur einen Tour-Bus hat, sondern gar ein ganzes Flugzeug, die „Ed Force One“ (benannt nach dem legendären Maskottchen der Kapelle, Eddie). Was dann aber nicht mehr ganz so viele wissen ist, dass Bruce Dickinson nicht nur begeistert vom Fliegen ist, sondern auch einen Pilotenschein hat und zwar einen für die ganz dicken Brummer. Um genau zu sein, sitzt er ganz gerne mal im Cockpit besagter „Ed Force One“ (einer Boeing 757-200) und befördert die Band, die Crew und das Equipment auf den Welttourneen um den Globus. Und weil Bruce Dickinson ebenso begeistert von der ganzen Sache ist, darf er die Maschinen nicht nur fliegen, sondern darf auch Flugunterricht geben. Und in diesem Rahmen hat er für die Civil Aviation Authority, der britischen Behörde für zivile Luftfahrt, an einem Sicherheitsvideo für Flugschüler mitgearbeitet, das allein schon wegen der musikalischen Untermalung einen Blick wert ist. Auch für nicht-Piloten-Anwärter. (weiterlesen …)

My Little Wu-Tang Pony Clan

Freitag, 15. Juli 2011

Direkt beim ersten Blick auf den Titel dieses Beitrags merkt man direkt, dass hier zwei Welten aufeinanderprallen, die so gar nicht zusammenpassen. Auf der einen Seite haben wir das “My Little Pony” Universum, dass bereits 1981 entstanden ist und in allen Regenbogenfarben als Spielzeug und als TV Serie über Jahrzehnte erstrahlte. Während wir Jungs noch mit “M.A.S.K.”, “He-Man” oder “Transformers” Figuren und Fahrzeugen den Sandkasten und andere Orte zum größten Schlachtfeld der Erde verwandelten, saßen die bezaubernden Damen von heute mit ihren kleinen Ponys im Kreis und kämmten mit einer kleinen Bürste das Haar ihres bunten Plastiktierchens. Aber auch nur solange bis das erste Geschoß unserer damaligen Spielzeughelden sein Ziel “absichtlich” verfehlte und die Ruhe des meditativen Bürstclubs störte. Auch wenn wir es heute immer noch nicht nachvollziehen können begeistert der “My Little Pony” Franchise in der mittlerweile 4. Generation junge und jung gebliebene Damen wie am ersten Tag. Dem Ganzen steht eine der besten, wenn nicht sogar die beste Hip Hop Gruppe aller Zeiten gegenüber, die sich seit 1992 als WU-Tang Clan einen Namen gemacht und zudem einen festen Platz in ihrem Genre geschaffen hat. Da stellt man sich schon zu Recht die Frage wie man die beiden Parteien nur im geringsten Ansatz zusammenführen kann? In solchen Fällen liefert eine fixe Idee und natürlich die unendlichen Möglichkeiten des Internets diese umzusetzen die schnelle Antwort auf unsere Frage. Man nehme einfach Szenen aus der 2010 gestarteten TV Serie “My Little Pony: Friendship Is Magic“, die sich komischerweise durch ihren Look und Humor an ein älteres Publikum – also uns – richtet, und schneidet die komplette erste Staffel des Serie lippensynchron auf den Song “Shame On A Nigger” vom ersten Wu-Tang Clan Album “Enter The Wu-Tang (36 Chambers)” (1993) zu. Das Ergebnis sorgt anfangs schon für Verwirrung bei dieser skurrilen Mischung, aber je mehr man zu sehen und zu hören bekommt desto offensichtlicher wird es, dass sich hier zwei Welten gefunden haben, die problemlos gemeinsam harmonieren können. Ich für meinen Teil kann mich an diesem tollen Werk nicht satt sehen und hören und kann daher jedem, ob Fan oder Nicht-Fan empfehlen einen Blick zu riskieren, denn dieser lohnt sich. Als Extra gibt es noch ein weiteres Video dieser Art, wo die Ponys Reggie Watts “Fuck Shit Stack” zum Besten geben. (weiterlesen …)

Explosions In The Sky – Take Care, Take Care, Take Care (Podcast: Album-Review)

Montag, 23. Mai 2011

Vier Jahre hat es gedauert bis die Band Aus Texas nun im April ihr sechstes Studioalbum veröffentlicht hat. Das waren vier Jahre in denen die Erwartungen nach ihrem wunderbaren letztem Album „All Of A Sudden I Miss Everyone“ nicht geringer wurden und man als Fan schon auf das Releasedatum wartete. Inwieweit das aktuelle Album mit dem langen Titel „Take Care, Take Care, Take Care“ nun diesen Ansprüchen gerecht wird und ob die Band ihren Stil verändert hat, lest ihr nach dem Klick. (weiterlesen …)

Fight For Your Right Revisited

Mittwoch, 27. April 2011

Wir begeben uns jetzt 25 Jahre zurück in die Vergangenheit in das Jahr 1986. Im November 1986 veröffentlichten die Beastie Boys ihr Debütalbum “Licensed To Ill” und schrieben damit Musikgeschichte. Zum einen war es das erste Hip Hop Album, dass es auf Platz 1 der Billboard 200 Charts schaffte und zum anderen war es das am schnellsten verkaufte Debütalbum aus dem Hause Columbia Records von dem insgesamt über 9 Millionen Einheiten verkauft wurden. Besonders die Singles “Fight For Your Right”, der wohl bekannteste und erfolgreichste Song der Herren, und “No Sleep Till Brooklyn” sorgten dafür, dass nicht nur Hörer aus dem Hip Hop Lager sich mit den Beasties beschäftigten, sondern auch Rock und Metal Fans. Den Grund dafür hört man direkt nach wenigen Sekunden, da vor allem die beiden Songs mit rockigen Gitarren daher kommen und die Nackenmuskeln in Bewegung setzen. Im Falle von “No Sleep Till Brooklyn” haut sogar kein anderer als Slayers Kerry King in die Saiten. Dazu kommen noch die auf dem Album verstreuten Samples von Black Sabbath – Sweat Leaf, Led Zepplin – When The Levee Breaks / The Ocean / Custard Pie, The Clash – I Fought The Law, Creedence Clearwater Revival – Down On The Corner und AC/DC – Flick Of The Switch. Als Headbanger musste man da einfach mal einen Blick riskieren. Ursprünglich sollte “Fight For Your Right” eine Parodie der damaligen Party Songs wie Mötley Crüe – Smokin’ In The Boys Room oder Twisted Sister – I Wanna Rock sein, nur kam dies beim Hörer nie so wirklich an und so musterte sich die Parodie zum echten Party Song, der noch Jahrzehnte später auf fast keiner Party fehlen darf. Im dazugehörigen Video stürmen MCA (Adam Yauch), Mike D (Michael Diamond) und Ad-Rock (Adam Horovitz) uneingeladen eine Party von Geeks, die ihre Feiern eher im ruhigen Rahmen halten und auf interessante Diskussionen setzen als auf das Rumpogen durch das Haus im Mob. Es kommt wie es halt kommen muss, wenn drei Störenfriede mit Alkohol und Kuchen bewaffnet eine Feier sprengen und dabei ihre eigenen Freunde im Schlepptau haben. Das Chaos nimmt seinen Lauf und in den letzten Sekunden des Videos sehen wir, wie die Beastie Boys auf allen vieren krabbelnd sich von dieser Feier entfernen. Jetzt 25 Jahre später geht die Party für die Jungs weiter im Kurzfilm “Fight For Your Right Revisited”. Der knapp 30 minütige Film von Adam Yauch (MCA) schließt direkt an die letzten Sekunden des Musikvideos von “Fight For Your Right” an und erzählt eine recht abgedrehte Geschichte in der Mike D (Elijah Wood), MCA (Danny McBride) und Ad-Rock (Seth Rogan) in einem lang gezogenem Musikvideo die Stadt unsicher machen, sich weiterhin mit Alkohol und Drogen auf Trab halten und zudem ihre zukünftigen Ichs (Will Ferrell, Jack Black und John C. Reilly) samt DeLorean als Zeitmaschine antreffen, um in einem finalen Dance Contest zu klären wer die echten und besseren Beastie Boys sind. Neben den bereits genannten Schauspielern tauchen erstaunlicherweise noch viele, viele weitere bekannte Gesichter in dieser teils gescripteten und teils improvisierten Komödie auf. Unter anderem Susan Sarandon, Stanley Tucci, Rainn Wilson, Ted Danson, Steve Buscemi, Mary Steenburgen, Alicia Silverstone, Milo Ventimiglia, Jason Schwartzman, Kirsten Dunst oder Orlando Bloom. Einige davon erkennt man direkt auf Anhieb, aber zum Beispiel Alicia Silverstone und Milo Ventimiglia habe ich selbst nach dem vierten Durchgang noch nicht gefunden. Musikalisch gesehen gibt es mit diesem Kurzfilm, neben den kurzen Auftritt der Beasties vor der Kamera kurz vorm Ende, auch neues Material der im Mai anstehenden neuen Platte “Hot Sauce Committee Part Two” zu hören! “Make Some Noise”, “Too Many Rappers” (Feat. Nas) und “Say It” lauten die Titel, die uns bis zur Veröffentlichung der Platte am 3. Mai diese schmackhaft machen sollen. Ich bin von dem Film, auch wenn ich jetzt nicht so sehr dabei gelacht habe und Alkohol und Drogen mir komplett gegen den Strich gehen, recht angetan und habe meine alten Beastie Boys Platten hier schon gestapelt, um ihre Musik mal wieder hochleben zu lassen. Mein Interesse an der neuen Platte ist definitiv geweckt und ich bin gespannt, ob das Album mich letzten Endes überzeugen kann. Wer nichts mit der Musik der Beasties anfangen kann, sollte dennoch einen Blick riskieren, denn solch einen Auflauf an Stars hat man in einem Film / Kurzfilm selten bis gar nicht gesehen. (weiterlesen …)

Sad Kermit

Donnerstag, 21. April 2011

Jim Hensons Puppen begeisterten bereits durch ihren ersten Auftritt 1955 in der TV Show “Sam And Friends” ihre Zuschauer und prägten diese über Jahrzehnte hinweg. Ob jung, ob alt irgendwie sind wir alle mit ihnen aufgewachsen und haben sie mehr oder minder in unser Herz geschlossen. Ich sehe die Muppets, Fraggles und Co immer noch als festen Bestandteil meiner Kindheit an und so schwingt noch heute trotz fortgeschrittenen Alters recht schnell ein Hauch von Nostalgie mit; wenn ich Kermit, Fozzie, Scooter, Gonzo, den schwedischen Chefkoch, Rowlf, Dr. Bunsen Honeydew, Beaker und wie sie alle heißen mit frischem Wind unter den Segeln im Netz auf YouTube oder in klassichen Wiederholungen im Fernsehen sehe. Nach 56 aktiven Jahren, wo auch die eine oder andere Pause hier und da eingelegt wurde, sind die plüschigen Freunde immer noch wohl auf und bei bester Laune. Selbst wenn die Stimmung bei ihnen mal in den Keller geht, lässt ein Happy End nicht all zu lange auf sich warten. Stellt sich nun die Frage, was passiert, wenn dieses überhaupt nicht in Sicht ist oder gänzlich ausbleibt? Ein Antwort lieferte 1989 Peter Jackson mit seinem Film “Meet The Feebles“, der sich noch heute mit “Die Muppets auf Crack” auf den Punkt bringen lässt. In seiner Parodie der “Muppet Show” drehte er alle Regler auf 12 und versetzte seine Puppen in ein Szenario aus Sex, Drogen und Gewalt, dass vor allem Lachkrämpfe und stellenweise Brechreiz beim Zuschauer verursachte. Eine Vielzahl an Antworten bietet natürlich auch das Internet, wo Fans oder Nostalgen den fröhlichen Puppen einen ernsteren bzw. erwachseneren Anstrich verpassen und sie zum Beispiel fluchend in Musicvideos einbinden oder “2 Girls 1 Cup” kommentieren lassen. Selbiges ist auch bei den Videos von Sad Kermit der Fall, wo der traurige Frosch Nine Inch Nails “Hurt” und Elliott Smiths “Needle In The Hay” covert und bei letzterem sogar Tribut an den Wes Anderson Film “The Royal Tenenbaums” (2001) zollt. Das Ganze fällt durch die Songs, die Darstellung und den “Nirvana – Unplugged” Look sehr sehr depressiv aus und gräbt sich tief in die Magengrube, wenn man es auf sich wirken lässt. An dieser Stelle noch der Hinweis vom Macher selbst, dass sich dieses Material an ein älteres Publikum richtet und nichts für unsere Kleinen ist deren Welt immer noch bunt ist. Keine Angst ich bin in keinem Depriloch gefangen und poste das hier, weil mein Gefühlszustand so ist oder so. Es ist einfach nur ein Fundstück, dass halt nicht zur spaßigen Seite gehört, wie es sonst hier der Fall ist. (weiterlesen …)